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Westbalkan-Route Flüchtling an griechisch-mazedonischer Grenze umgekommen

„Wenn wir nicht rüber kommen, dann niemand!“: Die Lage an der griechisch-mazedonischen Grenze spitzt sich zu. Hunderte Migranten haben den Übergang für in Mazedonien anerkannte Flüchtlinge blockiert. Einer starb.
03.12.2015 - 15:45 Uhr
Mazedonien lässt nur noch Syrer, Iraker und Afghanen über die Grenze – andere bleiben ausgesperrt. Quelle: dpa
Grenzzaun nahe Idomeni

Mazedonien lässt nur noch Syrer, Iraker und Afghanen über die Grenze – andere bleiben ausgesperrt.

(Foto: dpa)

Idomeni An der griechisch-mazedonischen Grenze ist ein Flüchtling durch einen Stromschlag ums Leben gekommen. Seine verbrannte Leiche habe am Donnerstag neben Bahngleisen gelegen, berichtete ein Augenzeuge der Nachrichtenagentur Reuters. In dem Gebiet kam es bereits den zweiten Tag in Folge zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und Migranten. Etwa 1500 Menschen, überwiegend aus Pakistan, dem Iran und Marokko, stecken seit Wochen nahe dem griechischen Grenzort Idomeni fest, weil ihnen Mazedonien die Einreise verweigert.

Es ist das erste Mal, dass ein Migrant an der griechisch-mazedonischen Grenze umkam. Der Tote stammt vermutlich aus Marokko. Über Mazedonien versuchen viele Flüchtlinge weiter Richtung Norden in die EU zu gelangen. Das Land lässt wie andere Balkan-Staaten aber seit einiger Zeit nur noch Syrer, Iraker und Afghanen über die Grenze, die es als Flüchtlinge vor einem Konflikt in deren Heimatland anerkennt. Andere Migranten sollen durch einen Metallzaun an der Einreise gehindert werden. Am späten Mittwochabend hatten mehrere Hundert Migranten den Übergang blockiert und skandiert: „Wenn wir nicht rüber kommen, dann niemand!“

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