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Westjordanland Israelis bekommen für Mord an Palästinenser lange Haftstrafen

Sie brachten einen 16-jährigen Palästinenser als Racheakt für die Verbrechen der Hamas um. Nun sehen sich zwei Israelis jahrzehnte- bis lebenslangen Haftstrafen entgegen. Ein dritter wartet noch auf das Urteil.
04.02.2016 - 19:14 Uhr
Verwandte halten Fotos des 16-jährigen Mordopfers, um gegen die Tat zu protestieren. Quelle: AFP
Racheaktion

Verwandte halten Fotos des 16-jährigen Mordopfers, um gegen die Tat zu protestieren.

(Foto: AFP)

Jerusalem Zwei jüdische Jugendliche sind in Israel zu langen Haftstrafen verurteilt worden, weil sie einen 16-jährigen Palästinenser geschlagen, stranguliert und angezündet haben. Einer der beiden jungen Männer wurde am Donnerstag zu lebenslanger Haft und ein weiterer zu 21 Jahren Gefängnis verurteilt. Der Fall war 2014 ein Auslöser des Gazakrieges. Die Angeklagten waren bereits im November schuldig gesprochen worden. Sie hatten die Tat zugegeben und sie nach Angaben der Staatsanwaltschaft als Racheakt für die Ermordung dreier israelischer Jugendlicher im Westjordanland durch Extremisten der Hamas-Bewegung einige Tage zuvor bezeichnet.

Der Vater des Opfers sagte, er wolle gegen das Urteil Berufung einlegen und erreichen, dass auch der jüngere Verurteilte lebenslang ins Gefängnis müsse. Zum Tatzeitpunkt waren die beiden 16 und 17 Jahre alt. Die Staatsanwaltschaft hatte für beide Angeklagte lebenslange Haft gefordert, zeigte sich aber mit dem Strafmaß zufrieden. Der Anwalt des jüngeren Täters erklärte, er werde seinem Mandanten empfehlen, ebenfalls in die Berufung zu gehen. Er will erreichen, dass der Mordvorwurf gekippt wird.

Ein dritter Israeli, der die Racheaktion organisiert hatte, plädierte im Prozess auf Unzurechnungsfähigkeit. In der kommenden Woche soll sein psychischer Zustand vom Gericht noch einmal bewertet werden.

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