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Whistleblower Edward Snowden distanziert sich von seinem Vater

Mit Briefen und in Interviews schlug sich Lon Snowden auf die Seite seines Sohnes, dem Enthüller Edward Snowden. Nun macht der Sohn klar: Weder der Vater, noch dessen Anwälte haben im Fall etwas zu sagen.
17.08.2013 - 01:49 Uhr 7 Kommentare
Lon Snowden, Vater des Whistleblowers Edward: Der Sohn hat sich von seinem Vater distanziert. Quelle: Reuters

Lon Snowden, Vater des Whistleblowers Edward: Der Sohn hat sich von seinem Vater distanziert.

(Foto: Reuters)

Washington Der Spionage-Enthüller Edward Snowden hat sich von seinem Vater Lon Snowden und dessen Anwalt distanziert. „Weder mein Vater, sein Anwalt Bruce Fein noch dessen Frau Mattie Fein vertreten mich in irgendeiner Weise“, zitierte die Online-Zeitung „Huffington Post“ aus einem Schreiben des Computerspezialisten. Daran werde sich auch in der Zukunft nichts ändern.

„Ich habe das Glück, Rechtsbeistand von einem internationalen Team mit einigen der besten Anwälte auf der Welt zu bekommen und mit Journalisten zu arbeiten, deren Integrität und Mut außer Frage stehen“, schrieb der Enthüller in der am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung. Mehrere Medien seien durch „Personen, die seinem Vater nahestehen“, in die Irre geführt worden und hätten falsch über seine Situation berichtet.

Lon Snowden und Bruce Fein hatten sich seit den Enthüllungen zu den Spähprogrammen des US-Geheimdienstes NSA mehrfach zu dem Fall geäußert und dadurch den Eindruck erweckt, Snowden zu vertreten. Zudem planten sie eine Reise nach Moskau, um den dort untergekommenen Whistleblower in rechtlichen Fragen zu beraten.

Anlass des Schreibens von Snowden junior war ein angeblicher Konflikt zwischen Lon Snowden und der Enthüllungsplattform Wikileaks sowie Glenn Greenwald, der die NSA-Enthüllungen Anfang Juni im „Guardian“ öffentlich gemacht hatte. Das „Wall Street Journal“ hatte am Donnerstag von Unstimmigkeiten zwischen den einzelnen Unterstütze-Lagern Snowdens berichtet.

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    Glenn Greenwald entgegnete in dem Bericht, Snowdens Vater sowie das Ehepaar Fein hätten keine Verbindung zu dem Enthüller. „Snowden ist nicht 14 Jahre alt. Er ist ein willensstarker, unabhängiger, autonomer Erwachsener und trifft all seine Entscheidungen darüber, mit wem er Geschäfte macht und wer ihn vertritt, allein“, sagte Greenwald. Snowden selbst stellte in seinem Schreiben klar: Zumindest zwischen ihm und den Menschen oder Organisationen, mit denen er kooperiert, gebe es keine Konflikte.

    Die USA haben von Russland immer wieder die Auslieferung Snowdens gefordert und wollen ihn vor Gericht stellen. Der Fall hatte zu einem diplomatischen Zerwürfnis zwischen Moskau und Washington geführt.

    • dpa
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    7 Kommentare zu "Whistleblower: Edward Snowden distanziert sich von seinem Vater"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Klarstellung:
      Weder mein Vater, sein Anwalt Bruce Fein noch dessen Frau Mattie Fein vertreten mich in irgendeiner Weise“, zitierte die Online-Zeitung „Huffington Post“ (Zitat)

      Nur mit dieser Aussage kann man nicht "schnippig und karg" gleich einen Satz der Form
      "Edward Snowden distanziert sich von seinem Vater" daraus
      machen wollen. Ohne jetzt in eine Wortklauberei zu verfallen "vertreten mich in irgendeiner Weise" heißt doch logisch: Snowden kann sich persönlich weitaus besser verteidigen ohne deshalb sich gleich von seinem Vater distanziert zu haben - oder?"

    • Snowden ist kein jüdischer Name sondern ein britischer.

    • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

    • Der Vater steht unter Druck und wird bestimmt erpresst, bedroht etc.

    • Der Hintergrund ist vermutlich der, daß Snowden (ohne seinen Idealismus und seine Bedeutung schmälern zu wollen) nur der jugendliche Held einer größeren Operation ist, die von anderen gesteuert wird, denen offenbar die NSA-Spionage ein Dorn im Auge ist. Jedenfalls, ein Geheimdienst (und die NSA war ein besonders geheimer Geheimdienst), bei dem ein externer "Hilfsarbeiter" so einfach brisante Info im Memorystick mitnehmen kann, ist absolut lächerlich, ein Witz. Die Geschichte mit Snowden dient nur Coverstory (für die Öffentlichkeit, quasi "Marketing") für umfangreiche Infiltration z.B. durch die CIA (Ex-Chef Petraeus wurde wohl von der NSA-Email-Überwachung "abgeschossen") oder andere.

      Denen kann es da natürlich nicht gelegen sein, daß ein offenbar publicity-süchtiger Vater & Co dazwischenfunken. Die Story ist wohl noch nicht zu Ende (dh. es warten wohl weitere Enthüllungen auf uns)

    • Papa Snowdon sollte stolz sein auf seinen Sohn, daß er die Verlogenheit der Obama Regierung entlarvt hat und das Ausspionieren von Menschen entgegen allen Gesetzen durch die NSA. Obama sagte erst diese Woche, daß kein Amerikaner ausspioniert worden wäre, und nun kam raus, daß in Washington ausspioniert wurde und die NSA entschuldigte sich für dieses angebliche Versehen, weil sie Telefonnummern verwechselt hätten!
      Für wie dumm halten die denn uns und das US Volk?
      Wie geht's weiter mit Obamas Lügerei??
      Bin mal gespannt darauf!

    • Der Papa soll den Küchendienst von Obama`schieben oder ihnen den Flur drei Mal die Woche täglich putzen. Oder noch mehr. Richtig reagiert hat der Sohn - zum Glück aber auch nicht anders zu erwrten. Was bildet sich diese alte, national ergebene Knackwurst eigentlich ein? Er behandelt seinen Sohn ja wie ein geistig behindertes Kind nur auf öffentlich-rechtlicher Ebene.

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