Wie Pegida im Ausland wahrgenommen wird Lügenpresse – auch im Ausland?

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Schweiz: „Fremdenhass ist nicht nur ein ostdeutsches Phänomen“

Pegida-Demonstrationen gehen weiter

Die Pegida-Bewegung in Deutschland wird im Nachbarland Schweiz mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Denn Überfremdungsangst gibt es bei den Schweizern seit längeren, regelmäßig macht sie sich in Volksabstimmungen Luft, wie etwa bei der Annahme der Masseneinwanderungs-Initiative im vergangenen Februar.

Daher ist der Ton in der Bericht-Erstattung durchaus von Verständnis geprägt. Die Sorgen der Menschen, die bei Pegida mitdemonstrieren, sollten ernst genommen und nicht stigmatisiert werden, ist der überwiegende Tenor.

So kommentierte der links-liberale Zürcher „Tages-Anzeiger“ Mitte Dezember: „Eine Elite aus Politik und Medien bestimmt die gesellschaftliche Debatte; es fehlen Kanäle, über die sich Stimmungen in der Bevölkerung bemerkbar machen können. Viele fühlen sich daher bevormundet und unverstanden. Der ungeheure Erfolg von Pegida ist eine Folge davon.“

Auch im öffentlich-rechtlichen Radio SRF musste sich Spiegel-Kolumnist Jakob Augstein harte Fragen des Moderators der Sendung „Echo der Zeit“ anhören, warum Augstein es ablehne, mit Pegida-Anhängern überhaupt diskutieren zu wollen. Mündige Bürger sollte man mündig behandeln, so der Moderator.

Und die NZZ warnt in einem Kommentar, Pegida als regionale Phänomen klein zu reden: „Fremdenhass ist nicht nur ein ostdeutsches Phänomen“, warnte das Blatt.

Die aktuelle Zuwanderungsdebatte in der Schweiz ist allerdings weniger von islam-feindlichen Tönen geprägt. Denn die größte Zuwander-Gruppen stammen aus den Nachbarstaaten Italien und Deutschland. In der Schweiz geht es vielmehr darum, ob das Land mit derzeit acht Millionen Einwohnern dauerhaft eine Zuwanderung von netto 80 000 Menschen pro Jahr aushalten kann. Die größte Schweizer Partei, die SVP, nutzt daher seit Jahren die Sorge vor der Zuwanderung und der Angst vor dem Verlust der Schweizer Identität als ihr wichtigstes Wahlkampf-Thema. Der größte politische Erfolg der jüngeren Vergangenheit der SVP war daher die knappe Annahme der Masseneinwanderungs-Initiative im vergangenen Februar; sie sieht vor, dass die Schweiz die Zuwanderung künftig wieder mittels Kontingenten limitieren soll.

In der Schweiz gibt es zudem sehr wohl auch Angst vor einem radikalen Islam. Bereits 2009 nahmen die Schweizer eine Volksinitiative an, mit der ein Bauverbot von Minaretten in die Verfassung aufgenommen wurde. Und erst im vergangenen Jahr stimmten die Bürger im Tessin für ein Verbot der Burka. Nach diesem Erfolg wollen die Initianten nun schweizweit ein Verbot der Ganzkörper-Verhüllung von Frauen erreichen.

Holger Alich, Zürich

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54 Kommentare zu "Wie Pegida im Ausland wahrgenommen wird: Lügenpresse – auch im Ausland?"

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  • Die Achse des Guten. Ein wirklich lesenswerter Bericht von Sophie Dannenberg bzgl. des Hasses, der den Bürgern entgegenschlägt, die sich gegen eine Islamisierung aussprechen.
    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/ein_nazi_muss_deutsch_sein_sonst_ist_er_keiner

  • @ Jochen Müller
    "Demokratie richtet sich nicht nach dem der am lautesten schreit!!! WÄHLEN GEHEN und einfach mal akzeptieren das man nicht das Volk ist."
    Aber was kann man wählen? Wir alle rasen auf den Abgrund zu, und dürfen alle 4 Jahre den Lokführer wechseln. Das ist für Demokratie zu wenig!
    Unsere Parlamentarier fühlen sich ausschließlich den Konzernen verpflichtet, für die sie im BT sitzen. Sie sind an ihre Versprechen aus dem Wahlkampf nicht gebunden.
    Deshalb: Volksentscheid gehört her. Das Volk soll doch entscheiden, ob es z.B. TTIP will, ob es gentechnik will, ob es eben auch Moscheen will usw.
    Doch CDU/FDP/SPD verhindern genau dies erfolgreich, da sie dann nicht mehr in den gut bezahlten Aufsichtsräten sitzen werden. Die zahlen ja nicht für nicht umgesetzte Gesetze, sondern nur für das, wovon sie profitieren.
    Und zur Zeit sind die Unternehmen an Billigarbeitskräften zum Löhnedrücken interessiert - deshalb gibt es die Zuwanderungsdebatte!

  • @ Herr Dr. Michael Klein

    "Doch Zuschauerzahlen von ARD & ZDF sowie Leserzahlen bei Spiegel & Co. sinken teils dramatisch"

    Mich wundert das nicht.

    Ich fühle mich schon seit Langem durch die Berichterstattung bei ARD und ZDF "verarscht".

    Oft kamen mir Berichte/Reportagen manipuliert und eher als Erziehungsmaterial für den blöden Pöbel vor, natürlich im Sinne der political correctness.

    Spiegel und Konsorten können hoffentlich bald "einpacken" denn die lassen schon seit geraumer Zeit kritische Kommentare nur dann zu, wenn sie mit der political correctness der Regierung konform gehen.

  • Das ist das Hausrecht der Tagesschau oder ist eine Kommentarfunktion mitlerweile pflicht?
    Hier schreiben doch eh immer die selben, deshalb lesen die meisten schon garnicht mehr den Forenteil.Bei der Zeit z.B. werden die Foren nicht so mit kruden Phantasien vollgemüllt.
    Das lesen hier im Forum dient ausschließlich der Belustigung. Wegen den Foristen habe ich mein HB-Abbo bestimmt nicht.
    Ich kann verstehen, daß andere Seiten ihre meinung nicht haben wollen. wenn das öfterst passiert muss man natürlich auch mal überlegen warum die anderen Kinder nicht mit einem spielen wollen.

  • Gibt es mehr Reiche oder mehr Arme in Deutschland? Jetzt nochmal die Sache mit der Demokrtie durchdenken und mal versuchen zu verstehen.
    Klar sind immer die anderen Schuld wenn einem keiner zuhört. Das es an einem selber liegen könnte kommt einem nicht in den Sinn.
    Ursprünglich dachte ich es wäre ein ostdeutsches Phänomen aber dank Leipzig musste ich mir auch eingestehen, das ich Vorurteile hatte.
    Am schlimmsten ist, das man ihnen nichtmal mehr zuhört, selbst wenn etwas vernünftiges dabei rauskommen sollte.

  • @ Margrit Steer

    Mir sagte mal ein Sachse:
    In der DDR dufte man nichts sagen, deshalb änderte sich nichts.
    Heute kann man alles sagen, aber es interessiert keinen - so ändert sich auch nichts.

    Unsere Machthaber ziehen ihr Ding durch - alles zugunsten der Reichen. Die Bürger können sich zwar aufregen, ändern tut sich nichts.

  • @ Jochen Müller

    gehen sie mal zu Tagesschau.de o.ä. Wenn die dort einen nichtkonformen Beitrag reinstellen, fiegt der raus. Vor einem Jahr war dort ein leichtes Hinterfragen zur Ukrainepolitik schon ein Grund, den Beitrag zu sperren.

    Hier im HB ist es etwas besser. Aber auch hier darf z.B. Israel nicht kritisiert werden. Deshalb waren fast alle Artikel beim Überfall Israels auf Palästina ohne Kommentarfunktion.

    Nehmen Sie Mollath - der war gefährlich, er wollte Schwarzgeldgeschäfte aufdecken. Also wurde er von einem faszinierenden Gefelcht aus Gutachtern und Richtern in die Klapse gabracht - ohne jegliche Konsequenzen für die Betreffenden.

    Also wenns um wichtige Dinge geht, ist die Zensur schon aktiv. Ansonsten läßt man labern, da braucht an nichts ändern!

  • Demokratie richtet sich nicht nach dem der am lautesten schreit!!! WÄHLEN GEHEN und einfach mal akzeptieren das man nicht das Volk ist.

  • Meinen Sie die Zahlen von der Lügenpresse n-tv? Das glauben Sie?
    "Die Welt als Wille und Vorstellung"

  • Ich hab's gerade versucht und auf meiner Internetseite geschrieben, das Fred Meisenkaiser ein rechter Terrorist ist und Rußland die guten und das wir von der gleichgeschalteten Systempresse manipuliert werden.
    Wie lange muss ich jetzt warten bis Frau Merkel meine Website zensiert?
    Machen sie doch mal eine Webseite auf und versuchen Sie nicht gegen geltendes Recht zu verstoßen... und siehe da, da wird garnichts zensiert. Nichtmal die Komentare bei HB, diese werden nur angepasst, wenn sie komplett aus dem Ruder laufen (klar das tut weh, ist aber so in einer erwachsenen Welt)

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