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Wie sich IS finanziert Die Geldquelle des Terrors

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Wie der Handel mit Öl funktioniert

Obama will IS-Extremisten aus der Luft angreifen

Nach Einschätzung von Experten für Terrorfinanzierung könnte die Miliz circa 80.000 Barrel Öl am Tag fördern, derzeit werde etwa die Hälfte davon gefördert. Im Vergleich zu den fast 30 Millionen Barrel, die die Opec-Länder jeden Tag produzieren, ist diese Menge verschwindend gering.

Auch liegen die Preise deutlich unter dem Niveau auf dem Weltmarkt. An den internationalen Rohstoffmärkten wird ein Barrel der Sorte Brent derzeit für rund 100 Dollar gehandelt. Der IS verkauft sein Öl auf dem Schwarzmarkt wohl zwischen 25 Dollar und 60 Dollar je Barrel, je nachdem ob es sich um Schweröl oder das begehrtere Leichtöl handelt.

Für eine Terrorgruppe sind das beachtliche Einnahmen. Der IS dürfte mit den Ölverkäufen etwa zwei Millionen Dollar am Tag verdienen, schätzt Luay Al-Chatteeb vom Brookings Doha Center. Das Forschungsinstitut in Katar hat sich intensiv mit dem Ölschmuggel des Islamischen Staats beschäftigt. Die Transporte würden über ein großes Netzwerk an Mittelsmännern in den benachbarten Ländern abgewickelt. Bezahlt werde in bar oder durch Warentausch, wenn das Öl geliefert wird. Der größte Teil gehe in die Türkei.

Als Käufer soll unter anderem das Assad-Regime in Syrien auftreten – was erstaunlich wäre, schließlich ließ Assad die Dschihadisten in Syrien zunächst gewähren, muss aber inzwischen selbst ihren wachsenden Einfluss fürchten.

Eine weitere wichtige Einnahmequelle ist die Erhebung von „Steuern und Abgaben“ in den kontrollierten Gebieten; diese reichen von Wegezoll über Erpressung bis hin zu Raub.

Wie die Dschihadisten ihre „Steuer“ eintreiben
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2 Kommentare zu "Wie sich IS finanziert: Die Geldquelle des Terrors"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Schwieriger dürften Fragen nach der Anschubfinanzierung wirken, um so eine Truppe überhaupt erst möglich zu machen.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

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