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Wiederwahl 13 Länder drängen Venezuelas Präsident Maduro zum Rückzug

Die sogenannte Lima-Gruppe protestiert gegen die zweite Amtszeit des venezolanischen Präsidenten. Doch Maduro zeigt sich unbeeindruckt.
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Im vergangenen Jahr gewann der sozialistische Präsident eine äußerst umstrittene Wahl und blieb im Amt. Quelle: dpa
Nicolas Maduro

Im vergangenen Jahr gewann der sozialistische Präsident eine äußerst umstrittene Wahl und blieb im Amt.

(Foto: dpa)

LimaKurz vor dem Beginn der zweiten Amtszeit des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro ist dieser von 13 Staaten der Region aufgefordert worden, auf die Vereidigung zu verzichten. „Wir rufen Nicolás Maduro dazu auf, die Präsidentschaft am 10. Januar nicht anzutreten und die Regierungsbefugnis vorläufig an das Parlament zu übergeben, bis eine demokratische Präsidentenwahl abgehalten wurde“, hieß es am Freitag in einer gemeinsamen Erklärung der so genannten Lima-Gruppe.

Unterzeichnet wurde der Aufruf von Argentinien, Brasilien, Kanada, Chile, Kolumbien, Costa Rica, Guatemala, Guyana, Honduras, Panama, Paraguay, Peru und Santa Lucia. Sollte Maduro die Präsidentschaft in der kommenden Woche dennoch antreten, werde er von den Regierungen dieser Länder nicht anerkannt, hieß es in der Erklärung.

Maduro hatte die Empfehlungen der Gruppe in der Vergangenheit abgelehnt. Sein Außenminister Jorge Arreaza beschuldigte die Länder am Freitag schon vor der Bekanntgabe der Resolution, Befehle von US-Präsident Donald Trump entgegen zu nehmen. „Was für eine Demonstration demütigender Unterordnung“, schrieb Jorge Arreaza auf Twitter. Die USA gehören offiziell nicht zur Lima-Gruppe, sie unterstützen sie aber. US-Außenminister Mike Pompeo nahm per Videokonferenz an dem Treffen in Lima teil.

Der sozialistische Präsident war in umstrittenen Wahlen im Mai vergangenen Jahres im Amt bestätigt worden. Zahlreiche Staaten, internationale Organisationen und die venezolanische Opposition sprachen von einem undemokratischen Wahlprozess und erkannten das Ergebnis nicht an.

Venezuela, einst reiche Ölnation, erlebt nach zwei Jahrzehnten sozialistischer Führung eine schwere Krise. Lebensmittel und Medikamente sind knapp, schätzungsweise 2,3 Millionen Venezolaner sind seit 2015 aus ihrem Land ausgewandert, wie die Vereinten Nationen mitteilten.

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  • dpa
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