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WikiLeaks-Gründer Britische Abgeordnete wollen Assange an Schweden ausliefern

Nach der Verhaftung des Wikileaks-Gründers fordern über 70 Abgeordnete seine Auslieferung. Ihm wird in Schweden sexuelles Fehlverhalten vorgeworfen.
Update: 13.04.2019 - 17:27 Uhr Kommentieren
Er lebte seit 2012 in der ecuadorianischen Botschaft in London. Quelle: Reuters
Julian Assange

Er lebte seit 2012 in der ecuadorianischen Botschaft in London.

(Foto: Reuters)

London Der in Großbritannien verhaftete Wikileaks-Gründer Julian Assange soll nach dem Willen von mehr als 70 Unterhausabgeordneten an Schweden ausgeliefert werden. Sie forderten Innenminister Sajid Javid in einem Brief vom Freitag auf, alles ihm mögliche zu tun, damit Assange nach Schweden überstellt wird, falls das Land einen entsprechenden Antrag stellt. Die meisten Unterzeichner sind Abgeordnete der oppositionellen Labour-Partei. Deren Chef Jeremy Corbyn ist gegen eine Auslieferung Assanges in die USA.

Assange war 2010 nach Großbritannien entwichen, als die schwedische Staatsanwaltschaft wegen sexuellen Fehlverhaltens gegen ihn ermittelte. Assange bestreitet die Vorwürfe. Um einer Auslieferung zu entgehen, floh er schließlich in die ecuadorianische Botschaft in London und bat um Asyl. Vor zwei Jahren setzten die schwedischen Behörden ihre Ermittlungen aus, weil Assange für sie in der Botschaft nicht erreichbar war.

Am Donnerstag wurde Assange der Botschaft verwiesen und verhaftet. Er sitzt derzeit wegen Verstoßes gegen britische Kautionsauflagen im Gefängnis. Die USA werfen ihm Verschwörung zum Einbruch in einen Computer des Verteidigungsministeriums vor und fordern seine Auslieferung.

Sollte auch Schweden einen Auslieferungsantrag stellen, hätte das britische Innenministerium nach Ansicht von Anwälten einen Ermessensspielraum, welchem es den Vorrang gibt. Unter anderem ginge es um die Frage, welcher Antrag zuerst gestellt wurde, welcher Verbrechensvorwurf gravierender ist und ob in einem Land die Todesstrafe oder Folter drohen.

Die Anwältin der Frau, die Assange Vergewaltigung vorwirft, sagte der Nachrichtenagentur AP, sie werde alles tun, damit der Fall in Schweden wieder aufgenommen wird. Assange solle ausgeliefert und angeklagt werden, sagte Elisabeth Massi Fritz.

  • ap
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