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Wikileaks-Gründer Schweden nimmt Untersuchungen gegen Assange wieder auf

Schweden rollt das Ermittlungsverfahren gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange neu auf. Er muss sich dem Vorwurf des sexuellen Übergriffs stellen.
Update: 13.05.2019 - 13:10 Uhr 1 Kommentar
Assange: Untersuchung gegen Wikileaks-Gründer wieder aufgenommen Quelle: Reuters
Julian Assange

Dem Wikileaks-Gründer wird sexueller Übergriff vorgeworfen.

(Foto: Reuters)

StockholmDie schwedische Staatsanwaltschaft nimmt ihre Voruntersuchungen zu Vergewaltigungsvorwürfen gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange wieder auf. Dies gab die Vize-Chefin der Behörde, Eva-Marie Persson, am Montag bekannt. Es gebe Hinweise, die ein Auslieferungsbegehren an Großbritannien rechtfertigten.

Assange wird vorgeworfen, 2010 eine Frau in Schweden vergewaltigt zu haben. Er hat die Vorwürfe stets bestritten. Andere Vorwürfe sind inzwischen verjährt. Als Großbritannien 2012 beschloss, Assange nach Schweden auszuliefern, war er in die ecuadorianische Botschaft in London geflüchtet, wo er sieben Jahr blieb.

2017 wurden die Voruntersuchungen in Schweden eingestellt, weil die Staatsanwaltschaft keine Möglichkeit sah, die Ermittlungen voranzubringen. Die Schuldfrage sei damit aber nicht geklärt, sagte die Anklägerin damals.

Wikileaks-Chef Kristinn Hrafnsson vermutet Druck von außen hinter den neu aufgenommenen Voruntersuchungen in Schweden. „Es ist unbestreitbar, dass politischer Druck auf Schweden zur Wiederaufnahme des Falles geführt hat“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Der ganze Fall sei von Anfang bis Ende politisch ausgeschlachtet worden.

Für den Fall, dass Assange nach Schweden ausgeliefert wird, sagte Hrafnsson: „Es gäbe Assange die Gelegenheit, seine Unschuld zu beweisen.“ Assange habe immer gesagt, er sei bereit, sich den Vorwürfen zu stellen - vorausgesetzt, die schwedischen Behörden garantierten, dass er von dort nicht in die USA ausgeliefert werde.

Im April wurde Assange in der Botschaft in London festgenommen und zu 50 Wochen Haft verurteilt, weil er gegen Kautionsauflagen verstoßen und sich jahrelang dem Zugriff der Polizei entzogen hatte. Die USA wollen, dass der Australier an sie ausgeliefert wird.

Die USA werfen Assange Verschwörung mit der Whistleblowerin Chelsea Manning vor. Manning hatte Wikileaks 2010 – damals noch als Bradley Manning – Hunderttausende geheime Militärdokumente zukommen lassen. Es geht dabei um die US-Militäreinsätze im Irak und in Afghanistan.

Wegen der Veröffentlichung geheimer Militärdokumente dem US-Einsatz wollen die USA Assange den Prozess machen. 2012 war er in die ecuadorianische Botschaft in London geflüchtet. Nachdem die ecuadorianische Regierung ihm das Asyl entzog, war er am 11. April festgenommen worden.

Brexit 2019
  • dpa
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1 Kommentar zu "Wikileaks-Gründer: Schweden nimmt Untersuchungen gegen Assange wieder auf"

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  • Die haben auch nichts anderes zu tun. Es handelte sich um eine einvernehmliche verguetete
    Dienstleistung.

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