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Wikileaks Julian Assange meldet sich zurück

Mit Dokumenten zum Abhören französischer Präsidenten durch die NSA meldet sich die bekannteste Enthüllungsplattform der Welt machtvoll zurück. Jetzt will sie das Geheimnis der Welt-Handelsverträge knacken.
25.06.2015 - 15:09 Uhr Kommentieren
Am Mittwoch sprach Julian Assange mit dem französischen Fernsehsender TV1. Quelle: AFP
Rückkehr in die Öffentlichkeit

Am Mittwoch sprach Julian Assange mit dem französischen Fernsehsender TV1.

(Foto: AFP)

San Francisco Es gibt keine Atempause: Das nächste Projekt ist bei Wikileaks schon in Arbeit. 100.000 Dollar Kopfgeld lobt die Enthüllungsplattform für den streng geheimen Vertragstext des pazifischen Handelsabkommen TPP aus. Für das hat sich US-Präsident Barack Obama gerade eine Vollmacht vom US-Kongress für beschleunigte Geheim-Verhandlungen ausstellen lassen. Wer sich die Prämie abholen will, der sendet den Vertragstext online an Wikileaks.org – und hofft, dass er danach nicht erwischt wird.

Seit der Veröffentlichung der geheimen NSA-Spionagepapiere über drei französische Präsidenten ist die unbequeme Investigativ-Plattform wieder in aller Munde. Ende 2010 war die Annahme von anonymen Dokumenten eingestellt worden. Seit Mai 2015 geht es wieder.

Wikileaks-Chef - so stellte sich Mr X der Polizei
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Der mit internationalem Haftbefehl gesuchte Gründer der Internet-Plattform Wikileaks, Julian Assange, hat sich in London der Polizei gestellt.

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In einer Limousine fur Assange bei einem Londoner Gericht vor. Das Versteckspiel mit den Ermittluingsbehörden konnte Assange nicht länger durchhalten. Zuvor war Assange bei einem vereinbarten Treffen auf einer Londoner Polizeiwache festgenommen worden, wie Scotland Yard mitgeteilt hatte.

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Vor dem Gerichtsgebäude wurde Assange von vielen Journalisten und Medienvertretern erwartet. Assange soll die vergangenen Wochen in Südengland gelebt haben, zeigte sich aber nicht in der Öffentlichkeit.

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Nach Angaben seines Londoner Anwalts Mark Stephens soll Assange in Schweden zu den Vorwürfen zweier Frauen befragt werden. Eine Anklage gegen ihn liege nicht vor. Nach bisherigen Informationen wird Assange vorgeworden, ungeschützten Sex erzwungen zu haben.

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Die britische Polizei hatte bereits Ende November einen Haftbefehl für Assange aus Schweden erhalten. Damals hatten sie ihn aber nicht festgenommen, weil das Dokument formale Fehler enthielt.

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Sein Anwalt Stephens hatte stets betont, sein Mandant habe seine Adresse bei der Polizei hinterlegt und diese wisse genau, wo er sei. Assange sei selbst auf die schwedischen Behörden zugegangen und habe um ein Treffen gebeten.

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Assange, hier mit dem Rücken zur Kamera, fährt zum Gericht. Dort sollte wahrscheinlich über einen Termin für eine Anhörung über die Auslieferung entschieden werden. Diese Anhörung muss innerhalb von 21 Tagen nach der Festnahme stattfinden.

Wikileaks beschreitet mit der Bezahlung für Informationen neue Wege. Waren bislang Weltverbesserer und Überzeugungstäter die Informanten, soll sich das Verpfeifen jetzt lohnen. Kopien der Verträge liegen in vielen Unternehmen, die, anders als die Bürger, exklusiven Zugang haben. Da könnte ein unterbezahlter Mitarbeiter mal schwach werden, so die Hoffnung.

Das Geld besorgt sich Wikileaks über Spenden von seinen Unterstützen. Nicht zuletzt Obamas politischer Durchmarsch lässt Wikileaks zu der ungewöhnlichen Finanzaktion greifen. Die Verträge könnten jetzt im Rekordtempo und ohne Einmischung des Kongresses abgeschlossen werden.

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    Das wäre ein Alptraum für Julian Assange, dem Gesicht hinter Wikileaks. 1971 geboren lernte Assange im Selbststudium wie man mit Computern umgeht und was man alles damit machen kann, wenn man im Internet ist.

    „Die Zeit der Geheimhaltung läuft aus“
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