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William Barr Trumps Justizminister-Kandidat befürwortet Russland-Ermittlungen

Nach ausweichenden Antworten auf Fragen zu seinem Verhältnis zum Kreml steht der US-Präsident in der Kritik. Sein möglicher Justizminister will an den Ermittlungen festhalten.
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„Ich denke, dass ist das Beleidigenste, das ich je gefragt wurde.“ Quelle: dpa
Donald Trump

„Ich denke, dass ist das Beleidigenste, das ich je gefragt wurde.“

(Foto: dpa)

Washington/New YorkDonald Trumps Kandidat für den vakanten Justizministerpostens will die Russland-Untersuchungen bis zum Ende durchführen lassen. Es sei von „entscheidender Bedeutung“, dass Sonderermittler Robert Mueller diese Untersuchung fertigstellen könne, heißt es in einem Manuskript von William Barr zur Vorbereitung auf seine Anhörung durch den Senat am Dienstag, das der Nachrichtenagentur AP vorliegt.

Mueller untersucht eine mögliche Koordination im Jahr 2016 zwischen dem Wahlkampfteam Trumps und Russland. In Barrs Manuskript steht, er kenne Mueller seit Jahrzehnten, respektiere ihn und glaube, dass er seine Arbeit fertigstellen sollte. Zudem will er erklären, dass Trump ihn vor seiner Nominierung zu nichts verpflichtet habe.

Die oppositionellen Demokraten haben sich zuvor besorgt über einige Bemerkungen Barrs zu den Russlandermittlungen geäußert. Dabei geht es auch um ein Schreiben Barrs an das Justizministerium, in dem er die Mueller-Ermittlungen für Erkundigungen kritisierte, ob Trump die Justiz behindert habe.

Der US-Präsident hat sich oft darüber beschwert, dass sich sein im November zurückgetretener Justizminister Jeff Sessions in den Russlandermittlungen nicht vor ihn gestellt habe.

Trump wies am Montag alle Mutmaßungen und Verdächtigungen einer Zusammenarbeit mit Russland zurück. Vor dem Besteigen seines Helikopters teilte er Reportern mit, dass er „niemals für Russland gearbeitet“ habe.

Russische Agentin gesteht Einflussnahme im US-Wahlkampf

Zuvor sagten Mitarbeiter im Weißen Haus der Nachrichtenagentur AP, dass Trump auf entsprechende Fragen während eines Interviews mit dem TV-Sender Fox News klarer und vehementer hätte bestreiten müssen, im Auftrag Moskaus gehandelt zu haben. Ähnlich äußerten sich auch nicht näher genannte Republikaner.

Trump spricht von „Hexenjagd“

Nach einem Bericht der „New York Times“ war das FBI im Jahr 2017 in den Tagen nach der Entlassung ihres damaligen Direktors James Comey derart beunruhigt über Trumps Verhalten, dass es der Frage nachging, ob der Präsident heimlich gegen US-Interessen für Russland agiere.

Die „Times“ berief sich auf nicht näher genannte Ex-Vertreter von Sicherheitsbehörden und mit der Untersuchung vertraute Personen. Konkret prüften Ermittler der Spionageabwehr, ob Trump als mögliche Bedrohung der nationalen Sicherheit einzustufen sei. Sie prüften zudem, ob der Präsident sich womöglich unbewusst von Moskau habe beeinflussen lassen.

In einem Telefoninterview mit Fox News gab Trump am Samstag keine klare Antwort auf die Frage von Moderatorin Jeanine Pirro, ob er jemals für Russland agiert habe oder dies noch tue. Stattdessen sagte er: „Ich denke, dass ist das Beleidigenste, das ich je gefragt wurde.“

In dem Interview widersprach er zudem einem Bericht der „Washington Post“, wonach er große Mühe darauf verwandt habe, die Einzelheiten eines Gesprächs mit Kremlchef Wladimir Putin selbst vor ranghohen Mitgliedern seiner eigenen Regierung zu verbergen.

In einer ersten Reaktion auf den „Times“-Artikel hatte Trump getwittert, der Bericht zeige, dass das FBI ohne Grund und Beleg Ermittlungen gegen ihn eingeleitet habe. Er hat mehrmals vehement jedwede Zusammenarbeit mit Moskau bestritten und die Ermittlungen von Mueller eine „Hexenjagd“ genannt.

Am Montag stellte Trump nun klar: „Ich habe nicht nur niemals für Russland gearbeitet“. Dabei nannte er die Frage danach erneut eine Beleidung und bezeichnete sie als absolute Falschmeldung. „Das ist einfach nur eine Zeitungsente“, so Trump.

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