Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Wirbelsturm 18 Tote durch Taifun in China – eine Million Menschen müssen ihre Häuser verlassen

Bei einem durch „Lekima“ ausgelösten Erdrutsch im Osten Chinas sind 18 Menschen ums Leben gekommen. Bei 2,7 Millionen Haushalten ist der Strom ausgefallen.
Update: 10.08.2019 - 12:14 Uhr Kommentieren

Taifun „Lekima“ verwüstet Ostküste Chinas

Peking Mit heftigem Regen, hohen Wellen und Sturmböen hat Taifun „Lekima“ das chinesische Festland erreicht. Dabei wurde im Osten Chinas ein Erdrutsch ausgelöst, bei dem 18 Menschen starben. 14 Personen würden vermisst, berichtete der staatliche Sender CCTV am Samstag. Wenige Stunden vorher hatte der Sturm mit Windgeschwindigkeiten bis zu 187 Stundenkilometern in der Provinz Zhejiang das chinesische Festland erreicht.

Eine Million Menschen mussten zudem ihre Häuser verlassen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. In 2,7 Millionen Haushalten fiel der Strom aus. Mehrere hundert Flüge und Dutzende Zugverbindungen wurden gestrichen. Die Wetterbehörde gab eine Warnung der zweithöchsten Stufe heraus. Der Sturm bewege sich mit einer Geschwindigkeit von 15 Stundenkilometern nordwärts und schwäche sich dabei ab, erklärte das Wetteramt nach Angaben der Nachrichtenagentur Xinhua.

Der tödliche Erdrutsch habe sich etwa 130 Kilometer nördlich der Küstenstadt Wenzhou ereignet, nachdem ein Damm gebrochen war. In der Finanzmetropole Shanghai gab es Windböen und kräftige Regenfälle.

Der Wirbelsturm, für den die Behörden die höchste Warnstufe ausgegeben hatten, wütete am Samstagmorgen zunächst in der ostchinesischen Stadt Wenling und zog dann weiter Richtung Norden. Staatsmedien zeigten Bilder von überfluten Straßen sowie von umgestürzten Strommasten und Bäumen. Es wurde erwartet, dass „Lekima“ am Samstag auch in den Millionenstädten Hangzhou und Shanghai für schwere Regenfälle sorgen wird.

Auch seien die Provinzen Anhui, Fujian, Jiangsu betroffen. Behörden hatten bereits zuvor davor gewarnt, dass es wegen des starken Regens zu Erdrutschen oder Überschwemmungen kommen könnte. In Shanghai wurden zahlreiche Sehenswürdigkeiten, Museen und Parks geschlossen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Erstmals musste auch das 2016 eröffnete Disney Land in Shanghai wegen schlechten Wetters geschlossen bleiben. Das staatliche Wetteramt senkte am Samstag die Warnstufe für den Taifun von „Rot“ auf „Orange“, nachdem der Sturm etwas an Kraft verloren hatte.

Zuvor hatte der Taifun am Freitag in Japan und Taiwan gewütet. Er brachte viel Regen nach Nordtaiwan, in der Folge waren nach Behördenangaben mehr als 3000 Haushalte ohne Strom. Mehr als 500 Flüge wurden gestrichen. Ein 64-jähriger Mann kam beim Baumfällen ums Leben. Mehr als 2500 Menschen in hochwassergefährdeten Gebieten wurden in Sicherheit gebracht.

In Japan wurden mehr als 60 Flüge und etwa 150 Fährverbindungen in der Region der Ryukyu-Inseln gestrichen. Mindestens vier Menschen in der Präfektur Okinawa wurden verletzt, wie lokale Medien berichteten. „Lekima“ ist der neunte Taifun in der Region in diesem Jahr. Die kräftigen Wirbelstürme treten immer wieder in den Sommermonaten auf und beeinträchtigen zahlreiche Staaten in Südostasien.

Mehr: Immer wieder kommt es in China zu massiven Unwettern. Dabei werden regelmäßig Menschen verletzt oder kommen gar zu Tode.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • dpa
  • rtr
Startseite

Mehr zu: Wirbelsturm - 18 Tote durch Taifun in China – eine Million Menschen müssen ihre Häuser verlassen

0 Kommentare zu "Wirbelsturm : 18 Tote durch Taifun in China – eine Million Menschen müssen ihre Häuser verlassen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.