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Wirtschaft Italiens Defizit 2018 ist höher als erwartet

Die Wirtschaft in Italien ist um 0,1 Prozentpunkte langsamer gewachsen als gemeldet. Italien steckt seit dem Herbst in einer technischen Rezession.
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Die populistische Regierung konnte die wirtschaftliche Situation bisher nicht verbessern. Quelle: dpa
Italienische Wirtschaft

Die populistische Regierung konnte die wirtschaftliche Situation bisher nicht verbessern.

(Foto: dpa)

RomItaliens Wirtschaft ist 2018 mit 0,9 Prozent etwas langsamer gewachsen als bisher gemeldet. Das Statistikamt Istat legte am Freitag eine neue Schätzung vor und kappte dabei den Ende Januar genannten Wert von 1,0 Prozent. Im zweiten Halbjahr war die Wirtschaft unter der populistischen Regierung allerdings geschrumpft.

Im Sommer sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,1 Prozent und im Herbst um 0,2 Prozent – bei zwei Quartalen in Folgen mit negativen BIP-Zahlen sprechen Ökonomen von einer technischen Rezession. 2017 war das BIP noch um 1,6 Prozent gewachsen. Auch jüngste Konjunkturdaten signalisieren keine Wende. Die Geschäfte der Industrie etwa liefen im Februar so schlecht wie seit 2013 nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex des Instituts IHS Markit sank um 1,1 auf 47,7 Punkte.

Das Barometer signalisiert Wachstum nur bei Werten über 50 Zählern. Die schwache Konjunktur schlägt sich auch auf die Finanzen nieder. Italiens Staatsdefizit 2018 betrug laut Istat zwar nur 2,1 Prozent und war damit so niedrig wie seit 2007 nicht mehr. Das Verhältnis von Verschuldung zur Wirtschaftskraft liegt zugleich deutlich unter der europäischen Obergrenze von drei Prozent, aber über dem Regierungsziel von 1,9 Prozent.

Im Herbst kam es zum Streit mit der EU-Kommission, die der Regierung in Rom mangelnde Haushaltskonsolidierung vorwarf. Die Koalition aus populistischer Fünf-Sterne-Bewegung und rechter Lega war Mitte 2018 mit dem Versprechen angetreten, mit Steuersenkungen und höheren Sozialausgaben mehr Schwung in die Wirtschaft zu bringen. Die Parteien wollen teure Wahlversprechen finanzieren, vor allem ein Grundeinkommen und ein niedrigeres Renteneintrittsalter.

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