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Wirtschaftsallianz Trump strebt Handelsabkommen mit Brasilien an

Offenbar wird bereits an einem entsprechenden Vertrag gearbeitet. Die USA warnen Brasilien zugleich vor dem kürzlich beschlossenen Freihandelsabkommen mit der EU.
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Der US-Präsident und sein brasilianischer Amtskollege bei einem Treffen im März in Washington. Quelle: AFP
Donald Trump (l.) und Jair Bolsonaro

Der US-Präsident und sein brasilianischer Amtskollege bei einem Treffen im März in Washington.

(Foto: AFP)

Washington, Brasilia US-Präsident Donald Trump strebt ein Handelsabkommen mit Brasilien an. Es werde an einem Freihandelsvertrag gearbeitet, sagte er am Dienstag in Washington vor Journalisten, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. In Brasilien sagte US-Handelsminister Wilbur Ross, Trump und sein brasilianischer Amtskollege Jair Bolsonaro seien beide dem Abbau von Handelshemmnissen verpflichtet und wollten Investitionen im Energiesektor, der Infrastruktur, der Landwirtschaft und im Technologiesektor erleichtern.

Vergangenes Jahr tauschten die USA und Brasilien Waren und Dienstleistungen im Wert von 100 Milliarden Dollar aus. Der stellvertretende Wirtschaftsminister Brasiliens, Marcos Troyjo, sagte der Nachrichtenagentur Reuters, sein Land habe „ehrgeizige“ Ziele, um den Handel zu erleichtern und Investitionen zu erhöhen. Allerdings müssten bei den Gesprächen über die gegenseitigen Zölle Brasiliens Partner im südamerikanischen Handelsabkommen Mercosur berücksichtigt werden.

Ross empfahl Brasilien, seine derzeitige Mercosur-Präsidentschaft für den Abbau von Handelshemmnissen zwischen den Partnerstaaten zu nutzen. Der US-Handelsminister warnte, Brasilien müsse vorsichtig bei Handelsabkommen mit der Europäischen Union (EU) sein, um „vergiftete Geschenke“ zu vermeiden, die ein Freihandelsabkommen mit den USA verhinderten.

Im vergangenen Monat hatten sich die EU und die im Mercosur zusammengeschlossenen südamerikanischen Staaten nach rund 20-jährigen Verhandlungen auf ein Handelsabkommen verständigt. Allerdings muss das Abkommen noch von mehreren EU-Staaten angenommen werden. Dem Mercosur gehören Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay an.

Mehr: Erstmals hat sich Brasiliens Präsident Bolsonaro mit ausländischen Korrespondenten getroffen. Es ging um den Amazonas, das schlechte Umweltimage Brasiliens – und seine Bewunderung für Putin.

  • rtr
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