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Wirtschaftskraft lässt nach Scheinriese Putin

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Russland leidet an der „holländischen Krankheit“
Quelle: dpa
(Foto: dpa)

An der starken Abhängigkeit hat sich bis heute nichts geändert. „In den vergangenen zehn bis 20 Jahren hat es keine weitgehende wirtschaftliche Diversifikation gegeben“, sagt der Schwellenländer-Experte Simon Quijano-Evans von der Commerzbank.
Russlands Wirtschaft leidet unter einem Phänomen, das Ökonomen „holländische Krankheit“ nennen. Gemeint ist die Verdrängung des Industriesektors durch den Rohstoffsektor. In Holland waren es in den 1960er-Jahren große Erdgasfunde, die einen tiefgehenden Strukturwandel nach sich zogen. Durch die hohen Erdgasexporte stieg der Wechselkurs der niederländischen Währung kräftig. Zudem trieb die hohe Nachfrage nach Arbeitskräften im Rohstoffsektor die Löhne und Preise in die Höhe. Beides verschlechterte die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie erheblich.

Ähnliche Probleme hat auch Russland. Dort hat sich neben dem Öl- und Gassektor kaum wettbewerbsfähige Industrie entwickelt. Allenfalls gibt es ein paar Waffenhersteller, die von besonders laxen Ausfuhrbestimmungen profitieren.

Die einseitige Ausrichtung der russischen Wirtschaft macht sie anfällig. „Das größte Problem für die russische Wirtschaft wäre ein niedrigerer Ölpreis“, sagt Schwellenländer-Experte Quijano-Evans.
Politische Einflussmöglichkeiten auf den Ölpreis gibt es durchaus. Vor zwei Jahren erklärte der saudische Ölminister einen Ölpreis von 100 Dollar zum Ziel. Seit der Ankündigung pendelt der Preis tatsächlich relativ stabil um diese Marke.

Natürlich verfügen die OPEC-Länder - und allen voran Saudi-Arabien - durch ihren hohen Anteil an der Ölproduktion über einen größeren Hebel als Deutschland und die EU-Länder. Die USA allerdings können den Ölmarkt durchaus stärker beeinflussen. Inzwischen sind sie zum größten Ölproduzent der Welt aufgestiegen. Wenn die USA ihre Importe verknappen, könnte das den Preis durchaus beeinflussen – und damit Russland treffen.

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60 Kommentare zu "Wirtschaftskraft lässt nach: Scheinriese Putin"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Mit viel Freude machen die USA Sanktionen gegen Russland,die US-Politiker haben selbst die Sanktionsgruende initiiert.

    Ursache aller Probleme sind das Expansionismus der Nato+Europa ostwaerts unterstuetzt von USA,die panisch sind das Europa voellig mit Russland kooperiert,weil dann verliert die USA viel an Bedeutung.Planetarisch gesehen ist die Kooperation Europa mit Russland richtig,weil Russland ueber 25% aller globalen Bodenschaetze verfuegt,woran Europa so arm ist.Europa ist reich an IndustieAnlagen,technische Verfahren,industielle Produkte woran Russland so arm ist.Deshalb muessen Politiker die diese UkraineKrise verursacht haben,in die Schranken gewiesen werden als falsche Zukunft fuer Europa.Besonders Laender wie Polen+Litauen die aus historischen Gruenden noch von der polnisch/litauischen Union traeumen.Eine Verbesserung der Situation koennte kommen wenn Ukraine die Moeglichkeit geboten wird zwischen beiden Bloecken zu leben,also zwischen EU+Russland,was dann automatisch die Kooperation zwischen EU+Russland befoerdern wurde+das Auseinanderfallen des Landes verhindern wuerde
    Konsequenzen fuer die Europawahl wird es am 22. Mai bestimmt geben

  • Kleine Männer sind gefährlich und halten zusammen. Sonst hätte Gazprom-Gerd Herrn Putin nicht als den "lupenreinen Demokraten" bezeichnet ! Klar ist aber das wir unsere Bezugsquellen für Gas auf mehrere Schultern packen müssen.
    Es reicht doch wohl schon das wir - die BRD - über 7 Milliarden für die Ostseepipeline ausgegeben haben. Herr Schröder hat das mächtig forciert und heute wissen wir weshalb ! Und trotzdem haben die Russen kein Problem uns das Gas zu sperren. Und trotz der Zahlung für die Pipeline hat Gazprom die Preise erhöht..... aber die Ukraine hat 30 % Sonderrabatt bekommen. Vielleicht sollte man mal Druck bei Schröder machen ?????

  • Scheinriese EU. Wo sind unsere Rohstoffe? Wir sind von allem abhängig und voller Schulden.

  • PEM, Sie sagen ES! Jeder Satz ist Fakt!

  • Also Dilling, da ist - nicht nur zwischen den Zeilen - Spekulation pur ihrerseits. Oder sitzen Sie direkt im Kreml? Dann bringen Sie meeeehr Fakten!

  • P.S.: 100% in den letzten 7 Jahren Wertzuwachs in Betongold (schuldenfinanziert, juchhu!), monatlich ein netter Rendite-Schwall per Devisenhandel (Schwerpunkt). Soll doch die breite Masse finanziell verkümmern, was kümmert es mich? Geld regiert die Welt.

  • Warum wollen Sie Putin "treffen"?
    Was hat er wem angetan?
    Wer mal einen Blick auf die Landkarte riskiert und die Veränderungen seit der Auflösung der UdSSR registriert, wird feststellen, dass die NATO peu a peu näher an sein Russland vorrückt! Keine russische Regierung - egal welcher coleur oder machtpolitischer Ausrichtung - wird die Krim, den Schwarzmeerflotten-Standort, kampflos der NATO preisgeben!!!
    Und wenn er beim Handel den Rubel anstelle des Papier-Dollars einführt, dann zeigt er WEITBLICK!!!

  • Zunächst einmal korrekt: ICH entscheide über die Verteilung MEINES Vermögens über die verschiedenen Anlageklassen. Ein weiterer, nicht unbedeutender Teil liegt in Immobilien. Ein kleiner Teil in Aktien. Der größte Teil erwirtschaftet täglich eine Rendite, die mich jede Form von Inflation belächeln lässt.

  • Dann lassen Sie also 90% ihres Vermögens verrecken?
    Ihre Entscheidung... ;-)

  • Was ist denn Ihrer Meinung nach Echtgeld? Etwa durch Rohstoffe bzw. Gold gedeckt? Diese Zeiten sind schon lange vorbei, seit Bretton-Woods kümmert sich keiner darum. Und wenn es doch anders kommen sollte: Ich halte als Versicherung gegen dieses worst-case-scenario 10% in Gold. So what...

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