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Wirtschaftskrise Japan gibt ausreisewilligen Zuwanderern Geld

Japan will angesichts steigender Arbeitslosigkeit tausende Zuwanderer mit einer Einmalzahlung von 300 000 Yen (2 300 Euro) zur Ausreise bewegen. Für jedes mitausreisende Familienmitglied legt die Regierung nochmal 200 000 Yen (1 500 Euro) drauf.
Japans Premier Taro Aso will mit der Maßnahme Druck aus dem Arbeitsmarkt nehmen. Quelle: ap

Japans Premier Taro Aso will mit der Maßnahme Druck aus dem Arbeitsmarkt nehmen.

(Foto: ap)

HB TOKIO. Das Programm richtet sich an die rund 400 000 Südamerikaner japanischer Herkunft im Land. Japan befindet sich in der schlimmsten Wirtschaftskrise seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

Die Regierung will mit dem seit Mittwoch geltenden Angebot offenbar Druck vom Arbeitsmarkt nehmen, nachdem die Arbeitslosenrate mit 4,4 Prozent zuletzt auf den höchsten Wert seit drei Jahren gestiegen war. Doch das Angebot der Regierung hat einen Haken: Wer die Ausreisehilfe annimmt, kann in Japan kein Visum der gleichen Kategorie mehr bekommen.

Eine Rückkehr auf den japanischen Arbeitsmarkt wäre damit de facto ausgeschlossen. Beobachter rechnen daher nicht mit großer Nachfrage, zumal auch Südamerika unter der Weltwirtschaftskrise leidet.

Die Regierung hatte den Arbeitsmarkt in den 1990er Jahren für Nachfahren japanischer Auswanderer aus Südamerika geöffnet, um während einer Boomphase billige Arbeitskräfte zu bekommen. Die meisten der Südamerikaner in Japan, gut 300.000, kommen aus Brasilien. In dem südamerikanischen Land lebt mit rund 1,5 Millionen Menschen auch die größte Gruppe ethnischer Japaner außerhalb Japans.

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