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Wirtschaftswachstum Euro-Zone wächst langsamer als die USA

Die Wirtschaft der Euro-Zone ist im ersten Quartal weniger gewachsen als die der USA. Dabei expandierten einstige Krisenländer schnell.
Update: 07.06.2018 - 13:13 Uhr Kommentieren
Die drei größten Volkswirtschaften Deutschland, Italien und Frankreich haben das Wirtschaftswachstum der Euro-Zone im Vergleich zu den USA gebremst. Quelle: Reuters
Ein US- Dollar- und ein Euro-Schein

Die drei größten Volkswirtschaften Deutschland, Italien und Frankreich haben das Wirtschaftswachstum der Euro-Zone im Vergleich zu den USA gebremst.

(Foto: Reuters)

BerlinDie Wirtschaft der Euro-Zone hat im ersten Quartal einen Gang zurückgeschaltet. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs von Januar bis März nur noch um 0,4 Prozent zum vorangegangenen Vierteljahr, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag mitteilte und damit eine frühere Schätzung bestätigte.

In den drei Vorquartalen hatte es jeweils zu einem Plus von 0,7 Prozent gereicht. Die Euro-Zone expandierte damit einen Tick langsamer als die weltgrößte Volkswirtschaft USA, die mit 0,5 Prozent ins Jahr startete.

Positive Impulse gingen diesmal vom privaten Konsum und von den Investitionen der Unternehmen aus. Beide Komponenten stiegen in der Euro-Zone jeweils um 0,5 Prozent. Dagegen sanken die Exporte um 0,4 Prozent, wodurch ein besseres Abschneiden verhindert wurde. Die drei größten Volkswirtschaften der Währungsunion bremsten den Aufschwung: Deutschland und Italien kamen nur auf ein Plus von jeweils 0,3 Prozent, Frankreich sogar nur auf 0,2 Prozent.

Der konjunkturelle Aufschwung in Deutschland kann nach Auffassung von Wirtschaftsminister Peter Altmaier dennoch lange anhalten. „Es gibt kein Gesetz, dass dieser Aufschwung bald vorbei sein muss“, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag. Wenn Deutschland 2019 in das zehnte Jahr des Booms gehe, werde dies das längste wirtschaftliche Hoch im Lande seit 1966 sein. Es komme aber darauf an, das Wachstumspotenzial zu stärken. Eine Überhitzung in Teilbereichen der Wirtschaft sieht er nicht.

Altmaier bekannte sich erneut zu einem freien Welthandel, der Wachstum und Wohlstand sichern könne. „Deshalb wollen wir den freien Welthandel.“ Protektionismus, hohe Zölle und die Abschottung von Märkten würden niemandem helfen. Die USA haben einen Handelsstreit vom Zaun gebrochen, bei dem sich Zölle und Gegenmaßnahmen gerade hochschaukeln.

Am schnellsten wuchsen im ersten Quartal Lettland (1,6 Prozent) und Finnland (1,2). Auch einstige Krisenländer wie Griechenland (0,8) und Spanien (0,7) expandierten überdurchschnittlich schnell.

Die Industriestaaten-Organisation OECD sagt der Euro-Zone in diesem Jahr ein Wachstum von 2,2 und für 2019 von 2,1 Prozent voraus. Zum Vergleich: Für die USA werden 2,9 und 2,8 Prozent prognostiziert.

Brexit 2019
  • rtr
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