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Wladimir Putin Darum unterstützt Russland Italien in der Coronakrise

Russlands Präsident Wladimir Putin hat Italien Hilfe im Kampf gegen das Coronavirus zugesagt. Die Mission ist aber nicht ganz uneigennützig.
24.03.2020 - 15:52 Uhr Kommentieren
Coronavirus: Putin verspricht Hilfe für Italien Quelle: AP
Wladimir Putin

Der russische Präsident unterstützt Italien nicht uneigennützig.

(Foto: AP)

Moskau „From Russia with Love“ steht auf den Armeelastern. Daneben sind zwei Herzen abgebildet, eins in russischen – und eins in italienischen Farben. Russlands Präsident Wladimir Putin hat insgesamt 100 Spezialisten und neun Militärflugzeuge mit technischer Ausrüstung und Desinfektionsmitteln nach Italien geschickt, die das Land im Kampf gegen die Coronakrise unterstützen sollen.

Die Entscheidung traf Putin nach einem Telefonat mit Italiens Premier Giuseppe Conte. Es war Putins Sprecher Dmitri Peskow, der die Aktion „eine wichtige Geste“ nannte.

Tatsächlich ist der Hilfskonvoi ein äußerst wichtiges Signal internationaler Solidarität in Krisenzeiten, wo nationaler Egoismus – auch innerhalb der EU – wieder erstarkt. Ganz uneigennützig ist die Aktion aus Putins Sicht natürlich nicht.

Für den Kremlchef gibt es gleich mehrere Gründe, sich zu engagieren. Der wohl wichtigste: In Italien sammeln russische Ärzte wichtige Erfahrung, die später bei der Bekämpfung von Covid-19 im eigenen Land wichtig werden kann. Derzeit sind offiziellen Angaben nach erst 495 Russen erkrankt, doch zuletzt steigerten sich die Zahlen deutlich.

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    Keine angenehmen Aussichten für den Kreml, hat Putin doch für den 22. April ein Referendum über seine Verfassungsreform angesetzt, mit deren Hilfe er weitere zwölf Jahre regieren will. Im Notfall will der Kreml die Abstimmung verschieben.

    Neben der Vorbereitung auf den Ernstfall im eigenen Land hat die Entsendung aber auch außenpolitische Gründe. Mit der Mission will Putin sein seit einigen Jahren im Ausland angekratztes Image aufbessern. Mehr noch: Bei künftigen Wahlen in Italien könnten sich die Machtverhältnisse zu Russlands Gunsten verschieben, denn gegen die europafreundlichen Parteien tritt auch die rechtspopulistische Lega an. Putins Hilfsgeste könnte so dem bekennenden Putin-Anhänger Matteo Salvini – und damit letztendlich auch dem Kreml selbst – zugutekommen: Salvini hat sich in der Vergangenheit mehrfach für die Abschaffung der Sanktionen gegen Russland ausgesprochen.

    Mehr: Wiener Wirtschaftsforscher sagen ein Absinken des Wirtschaftswachstums in Osteuropa auf nur noch ein Prozent voraus. Staatsverschuldung der Länder ist offenbar kein Problem.

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