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Wo Helfer zum Nichtstun gewzungen sind Nepal und das lange Warten auf den Neuanfang

Trotz Milliardenhilfen aus dem Ausland kommt der Wiederaufbau in Nepal nicht voran. Schuld sind ausufernde bürokratische Hürden und zu langsame Entscheidungen. Bewohner und Helfer verlieren langsam die Geduld. Ein Ortsbesuch.
19.09.2015 - 12:56 Uhr
Nepals Ministerpräsident Sushil Koirala steht wegen Verzögerungen im Krisenmanagement in der Kritik. Quelle: AFP
Zerstörte Gebäude in Bhaktapur

Nepals Ministerpräsident Sushil Koirala steht wegen Verzögerungen im Krisenmanagement in der Kritik.

(Foto: AFP)

Dhuwakot/Nepal Von dem Ort, an dem Susan Babu aufgewachsen ist, existiert nur noch eine Ruine. Eine Außenwand des Familienhauses ist komplett eingebrochen. Das Dach gibt es nicht mehr. Wo früher ein Wohnzimmer war, liegen zertrümmerte Ziegelsteine. Fast fünf Monate nach dem verheerenden Beben in Nepal lebt der 26 Jahre alte Babu mit seinen Angehörigen noch immer mitten in einer zerstörten Siedlung. Nachts schläft die Familie unter einer Plastikplane im Freien. „Ich habe nichts mehr, ich bin wütend“, sagt Babu. „Wir müssen bereits viel zu lange auf Unterstützung warten.“

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