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YouGov-Studie Junge Europäer sind von Demokratie nicht überzeugt

Demokratie ist nur für rund jeden zweiten jungen Menschen in den großen EU-Staaten die beste Alternative. Doch was wäre besser? Auch Monarchien haben vereinzelt Fans in Europas Jugend.
Update: 04.05.2017 - 12:16 Uhr 7 Kommentare
Viele Jugendliche stehen zur EU und zur Demokratie. Allerdings zeigt sich auch, dass ein Großteil nicht voll hinter der Staatsform stehen. Quelle: dpa
Jugendliche in Berlin

Viele Jugendliche stehen zur EU und zur Demokratie. Allerdings zeigt sich auch, dass ein Großteil nicht voll hinter der Staatsform stehen.

(Foto: dpa)

BerlinNur rund die Hälfte der jungen Menschen in den bevölkerungsreichsten EU-Ländern sowie Griechenland sieht die Demokratie als die beste Staatsform an. 52 Prozent der Befragten sind von ihr voll überzeugt, wie eine Jugendstudie des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der TUI-Stiftung ergab. Die Studie wurde am Donnerstag in Berlin veröffentlicht.

Für mehr als ein Viertel (26 Prozent) ist Demokratie nicht besser als andere Staatsformen. 9 Prozent glauben an bessere Alternativen, der Rest gab keine Antwort auf die Frage.

Am wenigsten sind die 16- bis 26-Jährigen in Frankreich (42 Prozent) und Polen (42 Prozent) von der Demokratie überzeugt, gefolgt von Italien (45 Prozent). In allen drei Ländern sind in den vergangenen Jahren kritische Populismus-Bewegungen gewachsen, wie die Studienautoren betonten.

Was bringt uns die EU?
Leben, wo man will
1 von 5

Zentraler Punkt der EU ist der Binnenmarkt, und dort gelten die vier sogenannten Grundfreiheiten: freier Verkehr von Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapitalverkehr. Das bedeutet, EU-Bürger dürfen überall in der Union reisen, leben, lernen und arbeiten.

(Foto: picture-alliance/ dpa)
Auslandsstudium
2 von 5

Für ein Semester ins Ausland zu gehen ist bei vielen Studenten fest eingeplant. Das EU-Programm „Erasmus“ unterstützt sie dabei seit 1987. Nach Angaben der EU-Kommission haben es schon rund neun Millionen Menschen genutzt, nicht nur Hochschulstudenten, sondern auch Azubis, Lehrer und Jungunternehmer.

(Foto: dpa)
Roaming
3 von 5

Die EU will dafür sorgen, dass es beim Blick auf die Handyrechnung nach dem Urlaub in Europa kein böses Erwachen mehr gibt. Ab 15. Juni soll es keine Roaming-Gebühren mehr geben, also keine Aufschläge mehr im EU-Ausland beim Telefonieren, SMS-Schreiben oder Surfen.

(Foto: dpa)
Verbraucherschutz
4 von 5

Ob beim Shoppen im Internet oder bei Überweisungen ins Ausland: Die EU versucht, Verbraucherrechte zu schützen. Gefährliche Produkte, Krankheitsvorsorge, saubere Luft, Entschädigung bei ausgefallenen Flügen Brüssel kümmert sich um alles Erdenkliche. Oder versucht es zumindest.

(Foto: dpa)
Forschung
5 von 5

Zwischen 2014 und 2020 investiert die EU rund 80 Milliarden Euro in die Forschung und Ideen, die irgendwann Furore machen sollen, seien neue, wirksame Antibiotika oder die Erdbeobachtung durch Satelliten. „Horizont 2020“ heißt das Programm.

(Foto: dpa)

In Griechenland, der Wiege der Demokratie, schneidet die Staatsform mit 66 Prozent am besten ab. Die jungen Menschen in Deutschland haben mit 62 Prozent Zustimmung das zweihöchste Vertrauen in eine demokratische Regierung.

Die Minderheiten, die eine andere Staatsform bevorzugen, favorisieren etwa eine Experten-Regierung oder eine Monarchie. Auch direkte Demokratie in Form von Volksentscheiden hat als Alternative zum repräsentativen System viele Anhänger.

Insgesamt befragte YouGov repräsentativ 6000 Menschen in Deutschland, Griechenland, Italien, Polen, Spanien, Großbritannien und Frankreich nach ihrer Meinung unter anderem zu ihrer politischen Einstellung und Europa.

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  • dpa
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7 Kommentare zu "YouGov-Studie: Junge Europäer sind von Demokratie nicht überzeugt"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Die Überschrift zum Artikel ist nicht nur nicht passend, sondern auch ziemlich verdummend.

    Europäer sind ja wohl mehr als nur die Einwohner in EU-Staaten. Aber nicht nur deshalb kann man nicht von jungen Europäern schwadronieren, wenn man lediglich die Jugend in den EU-Staaten meint. Wenn, dann handelt es sich um die Jugendlichen in Spanien, Frankreich usw. – und je nach Nation/Staat gibt es stark unterschiedliche Meinungen.

    Aber das ist halt Demokratie, dass man solche „Meinungen“ von Journalisten oder Ähnlichem aushalten können muss. Ansprechen darf man das aber sicher noch.

  • die Verhältnisse in der heutigen Brüssel-EU(DSSR) als Demokratie zu definieren ist ein Widerspruch in sich.
    Wer sowas tut, hat denn Sinn des Wortes und die daraus resultierenden Abläufe/Abhängigkeiten nicht verstanden bzw. will die inzwischen existierenden Realitäten (die beileibe KEINE Demokratie darstellen) nicht sehen.

  • Die Macht sagt man, gehe vom Volke aus.
    Gibt man seine Stimme bei der Wahl ab, ist diese verloren da mein Volksvertreter später mit meiner Stimme machen kann was er möchte.
    Ein Volksnahes Wahlsystem wäre für mich ähnlich wie in der Schweiz.
    Dann passt es wieder.
    Demokratie ist legale Diktatur in meinen Augen. Wir - das Volk - haben nichts zu entscheiden und zu melden.

  • "Auch direkte Demokratie in Form von Volksentscheiden hat als Alternative zum repräsentativen System viele Anhänger."

    => Dann passt aber die Überschrift nicht.

    das ist ähnlich, wie wenn ich die Hundescheisse im Park -oder für Berliner: die vom Rad- und Fußweg- als Schokolade deklariere und auch als Schokolade verkaufen will.
    Anschließend wird eine Umfrage zum Produkt gemacht.

    Und als Überschrift im Handelsblatt steht dann: laut Umfrage wollen die Menschen keine Schokolade mehr - viele sagen: "Schokolade sei Scheiße".

    Viel näher an der Wahrheit wäre wohl die Erkenntnis, dass die Bürger das Vertrauen ins etablierte System verloren haben / zunehmens verlieren, und ihre Interessen eben nicht politisch repräsentiert sehen.
    Und dies ja auch ganz zurecht.
    Es wird mehr und mehr produziert, der technologische Fortschritt geht immer noch weiter - aber für die Mehrheit der Bevölkerung sieht die Zukunft gar nicht rosig aus.
    Das System hat es mittlerweile geschafft, dass der Lebensstandard von einer Generation auf die nächste für das Gros der Bevölkerung zurückgeht. Nur eine reiche Minderheit profitiert.
    ... dass die Mehrheit dies nicht für gut heißt & zunehmend Zweifel am System hegt verwundert mich nicht wirklich....

    Das hat aber weniger mit Demokratie zu tun, als vielmehr mit der Verteilung des Produktivkapitals, was des Pudels Kern & die Grundlage des etablierten, neofeudalen Systems darstellt.

  • Selbst an den Kommentaren zum Wahlduell in Frankreich sieht man mal wieder in welcher Parallelwelt die Gutmenschenkaste ihr Dasein fristet. Alles wird so hingestellt, wie man es gerne hätte. Auch vor dem Brexit haben alle Europajünger schnappartig gejubelt, dass England in der Zwangsunion bleiben wird.

  • EU und Demokratie ist wie Teufel und Weihwasser.
    Die EU ist eine Konstrukt der Finanz- und Wirtschaft Eliten...diese EU ist kein Zusammenschluss der europäischen Büger sondern ein Mafia Verbund aus Establishment und Politiker und Medien die sich als Marionetten fernsteuern lassen.

  • "Viele Jugendliche stehen zur EU und zur Demokratie"

    EU und Demokratie sind aber nicht deckungsgleich. Welche EU wollen sie denn, hat man sie schon mal danach gefragt? Ich bin auch für die europäische Einigung, aber nicht zu den Bedingungen, wie sie EU-Politiker uns aufdrängen. Wir haben ja keine Wahl. Was ist daran demokratisch? Wenn nur die Hälfte der Jugendlichen die Demokratie als beste Staatsform sehen, dann ist wohl in den Schulen was falsch gelaufen. Auch das Elternhaus dürfte da wohl ein Manko haben. Was soll denn besser sein? Eine Diktatur? Dann möchte ich aber der Kaiser von Europa sein.