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Zahlreiche Siedler protestieren Abzug aus dem Gaza-Streifen begonnen

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Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon hatte den als historisch bezeichneten Abzug in einem monatelangen politischen Ringen durchgesetzt. Israel will im Gazastreifen binnen weniger Wochen alle 21 jüdischen Siedlungen, im nördlichen Westjordanland vier Siedlungen abbauen. Gleichzeitig will Israel die großen jüdischen Siedlungsblocks im Westjordanland für die Ewigkeit beanspruchen.

Unterdessen haben unbekannte Palästinenser am Montag in Gaza-Stadt einen französischen Fernsehjournalisten entführt. Der bei dem Sender France drei beschäftigte Tontechniker sei mit seinem Team auf dem Weg ins Hotel gewesen, als ihn drei bewaffnete Männer bedroht und in ein Auto gezerrt hätten, teilten Kollegen des Entführten mit. Zu der Entführung des Franzosen algerischer Abstammung bekannte sich zunächst niemand. Frankreich forderte die sofortige Freilassung des Journalisten. Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas verurteilte den Zwischenfall und kündigte eine harte Bestrafung der Entführer an.

In mehreren Siedlungen verschanzten sich Siedler und angereiste Jugendliche hinter versperrten Toren und Barrikaden vor der Polizei. „Unser Ziel ist, sie zu stören“, sagte Elia Strassel (17), ein Demonstrant in der Siedlung Newe Dekalim, einem der Brennpunkte der Auseinandersetzung. Die Polizei verhandelte stundenlang, bevor sich Beamte durch eine Nebenstraße Zugang verschafften. Später fuhren zivile Lastwagen ein, um den Umzug der Familien zu übernehmen, die dem Räumungsbefehl befolgen wollten. Bis zum Beginn des Abzugs waren etwa 300 der insgesamt rund 1700 jüdischen Siedlerfamilien aus dem Gazastreifen abgereist.

In einem formalen Akt beschloss die israelische Regierung am Montag die zweite Phase des Abzugs. Der israelische Rundfunk berichtete, 16 Minister hätten für die Räumung aller Siedlungen im Gusch-Katif-Block gestimmt. Dagegen votierten vier Minister. In dem monatelangen Streit um den Abzug war vereinbart worden, dass das Kabinett jeweils eine endgültige Zustimmung geben muss.

Unterdessen gab es Berichte, wonach israelische Soldaten verlassene Häuser geplündert haben. Zwei Soldaten seien gefasst worden, als sie in Peat Sadeh Gegenstände entwenden wollten, berichtete die Tageszeitung „Haaretz“. Der Fernsehsender Kanal zehn filmte drei Soldaten, die aus einem anderen Haus einen Kühlschrank stahlen.

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