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Zentralafrikanische Republik Weltgemeinschaft will mit zwei Milliarden Euro helfen

Jenseits der Aufmerksamkeit der Industrienationen leiden in der Zentralafrikanischen Republik Millionen Menschen unter den Folgen grausamer Konflikte. Von einem Treffen in Brüssel soll nun ein Signal der Hoffnung ausgehen.
17.11.2016 - 19:49 Uhr Kommentieren
Rund ein Drittel aller Kinder gehen in der Zentralafrikanischen Republik nicht zur Schule. Quelle: dpa - picture-alliance
Eines der ärmsten Länder der Welt

Rund ein Drittel aller Kinder gehen in der Zentralafrikanischen Republik nicht zur Schule.

(Foto: dpa - picture-alliance)

Brüssel Die vom Bürgerkrieg gebeutelte Zentralafrikanische Republik hat bei einer Geberkonferenz in Brüssel Hilfszusagen in Höhe von 2,06 Milliarden Euro erhalten. Allein die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten sagten dem bitterarmen Land am Donnerstag bis zum Jahr 2020 rund 707 Millionen Euro zu. „Wir wollen die von Gewalt gekennzeichnete Vergangenheit hinter uns lassen“, versicherte der zentralafrikanische Präsident Faustin Archange Touadéra bei der Konferenz.

Hilfsorganisationen hatten die Weltgemeinschaft vor der Brüsseler Konferenz dazu aufgefordert, die Mittel für das Land deutlich aufzustocken. „Nach drei Jahren Kämpfen und Chaos ist das Gesundheitssystem in der Zentralafrikanischen Republik ein Torso“, kommentierte Christian Katzer von Ärzte ohne Grenzen. 70 Prozent aller Kliniken und Gesundheitszentren seien zerstört worden oder aus anderen Gründen geschlossen.

Auch in anderen Bereichen ist die Situation nach Angaben von Entwicklungshelfern katastrophal. Unicef zufolge stirbt fast jedes siebte Kind noch vor dem fünften Geburtstag, und auch die Perspektiven für die Überlebenden sind düster. So geht rund ein Drittel aller Kinder in dem Land nicht zur Schule, etwa weil die Familien vertrieben wurden, die Schulen zerstört sind oder weil es keine Lehrer mehr gibt.

Die Zentralafrikanische Republik, in der derzeit nur ein brüchiger Friede herrscht, ist eines der ärmsten Länder der Welt. Kämpfe zwischen muslimischen Rebellen und Milizen der christlichen Mehrheit hatten das Land im Jahr 2013 in einen Bürgerkrieg gestürzt. Hunderttausende flohen vor der Gewalt. Bis heute versuchen gut 12 000 Blauhelmsoldaten, den Staat wieder zu stabilisieren.

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