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Zeugen berichteten von einem "Blutbad" Elf Tote bei Sprengstoffanschlag in Russland

Bei einem Sprengstoffanschlag in der russischen Stadt Samara an der Wolga sind am Freitag elf Menschen getötet und fast 40 verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen wegen Terrorismus auf.

HB MOSKAU. Bei der Explosion auf einem belebten Kleidermarkt sei jedoch eher ein kriminelles Motiv als ein politischer Hintergrund zu vermuten, sagte der Gebietsstaatsanwalt Andrej Jefremow nach Medienberichten.

Die Bombe mit einer Sprengkraft von etwa einem Kilogramm Dynamit wurde den Angaben nach zwischen dem Markt und einer Bahnstation der Stadt 800 Kilometer südöstlich von Moskau gezündet. Ein zufällig haltender Güterzug mit Kesselwagen voller Diesel habe die Wucht der Explosion gebremst, so dass die Wartenden auf dem Bahnsteig kaum getroffen wurden.

Auf der Seite des Marktes, auf dem 300 Käufer und Händler waren, richtete die Bombe dagegen ein „großes Blutbad“ an, wie Augenzeugen berichteten. Retter bargen stark verstümmelte Leichen. Container voller Waren und Verkaufsstände aus Wellblech wurden zerstört.

In Russland sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Bombenanschläge im Zusammenhang mit dem Tschetschenien-Krieg verübt worden. So wurden Anfang Februar 40 Menschen durch einen mutmaßlichen Selbstmordanschlag in der Moskauer Metro getötet. Vielfach tragen aber auch Kriminelle ihre Streitigkeiten mit Sprengsätzen aus. Die russische Polizei stellt bei Personenkontrollen immer wieder große Mengen Sprengstoff sicher.

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