Zollstreit EU-Kommission nimmt Stahlmarkt unter die Lupe

Die EU befürchtet, dass durch die US-Strafzölle mehr Stahl nach Europa Markt geschwemmt wird. Wenn das stimmt, könnte sie Schutzzölle verhängen.
Update: 26.03.2018 - 13:23 Uhr Kommentieren
EU-Kommission nimmt Stahlmarkt unter die Lupe Quelle: dpa
Stahl

Die Brüsseler Behörde befürchtet, dass eigentlich für Amerika bestimmter Stahl in Europa verkauft wird.

(Foto: dpa)

BrüsselDie EU-Kommission fürchtet wegen des Zollstreits mit den USA eine Schwemme ausländischen Billigstahls in Europa und startet deshalb eine Untersuchung. Die Importe bestimmter Stahlprodukte in die EU hätten jüngst stark zugenommen, teilte die EU-Kommission am Montag mit.

Sollte die Untersuchung ergeben, dass ursprünglich für den US-Markt bestimmte Produkte nun nach Europa umgeleitet werden und dort die Preise verzerren, könne die EU ihrerseits Schutzzölle oder Mengenbeschränkungen einführen, teilte die zuständige EU-Kommission am Montag mit. Dabei kann es sich um Zölle oder Importquoten handeln. Die Prüfung bezieht sich zunächst auf 27 Kategorien von Stahlprodukten und kann bis zu neun Monate dauern.

Hintergrund sind die seit Freitag geltenden US-Zölle auf Stahl. Stahl- und Aluminiumprodukte aus der EU sind davon zwar ausgenommen, doch die Brüsseler Behörde warnt, dass eigentlich für Amerika bestimmter Stahl in Europa verkauft wird. Nach Berechnungen der europäische Stahlvereinigung Eurofer könnten jährlich 13 Millionen Tonnen Stahl zusätzlich ihren Weg nach Europa finden. Insgesamt stehen Zehntausende Jobs auf dem Spiel. Die EU und sechs andere Staaten sind von den neuen US-Strafabgaben zunächst ausgenommen.

  • rtr
  • dpa
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