Zu den Folgen der EU-Sanktionen „Russisches Bankensystem massiv geschwächt“

Russlands Banker klagen über Europas Politik. Die Sanktionen würden Russlands Finanzsystem massiv belasten, sagt der Vizechef der VEB-Bank. Schon jetzt sei ein Drittel der Geldinstitute vom Markt genommen worden.
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Unter Druck: Russlands Banken spüren die Sanktionspolitik des Westens. Quelle: ap

Unter Druck: Russlands Banken spüren die Sanktionspolitik des Westens.

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SotschiAls Reaktion auf die EU-Sanktionen wächst für russische Banken die Summe notleidender Kredite und die Zahl der Banken sinkt. Das sagt Andrej Klepatsch, Vizechef der Vneshekonombank (VEB) Russland dem Handelsblatt (Mittwochausgabe). „Die Zahl der Institute wurde von 1.500 auf weniger als 1.000 verringert. Wer die Auflagen der Bankenaufsicht nicht erfüllt oder zweifelhafte Bargeldgeschäfte getätigt hat, wird vom Markt genommen.“

„Bisher hing die Refinanzierung unserer Banken stark vom Zufluss ausländischer Mittel ab. Elf Prozent der Finanzmittel der russischen Institute kamen über Kredite und Anleihen aus dem Ausland“, sagt Klepatsch. Durch die Sanktionen sei der Zufluss unterbrochen und das Bankensystem massiv geschwächt. Zudem beschränke eine Zurückzahlung von 20 Milliarden Dollar von bis zum Jahresende fälliger Kredite im Westen die Möglichkeit der Vergabe von Krediten in Russland.

Die Sanktionen seien eine große Gefahr für das Wachstum der VEB Bank, da sie auf ausländische Kredite angewiesen sei. Auch die Kooperation der VEB mit der deutschen KfW zur Förderung des russischen Mittelstands sei eingefroren. „Die Sanktionen zerstören diese sinnvolle Zusammenarbeit. Und wir lernen daraus unsere Lektionen für die Zukunft“, sagt Klepatsch. Sie können sich auf eine Zusammenarbeit mit der EU in diesen Bereichen nicht verlassen. „Die EU-Sanktionen schaden so auch dem Mittelstand“, erklärt er.

Andrej Klepatsch ist seit Ende Juli der Vizechef der Vneshekonombank (VEB), Russlands staatlicher Förder- und Außenwirtschaftsbank. Zuvor war der 55-Jährige Vizewirtschaftsminister. Der promovierte Ökonom gilt als exzellenter Experte der russischen Politik und Wirtschaft.

  • mbr
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47 Kommentare zu "Zu den Folgen der EU-Sanktionen : „Russisches Bankensystem massiv geschwächt“"

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  • Die Hilfe ist durch Frau Merkel unterwegs. Banker unterstützt Sie hemmungslos, gewissenlos!

  • @ Leon Krausnick

    Es ist die ukrainische Regierung die einräumt dass "regierungsnahe Truppen" gegen die Separatisten kämpfen. Warum bindet sie diese Milizen denn nicht in das offizielle Militär ein?

    Die Milizen selber streiten auch nicht ab dass in ihren Reihen Ausländer kämpfen.

    Russische Propaganda könnte sein dass diese Milizen an Entführungen und Kriegsverbrechen beteiligt sind. Dazu habe ich aber zu wenig verlässliche Informationen.

  • @ Leon Krausnick

    Außenminister Westerwelle hat 2012 Voraussetzungen für einen EU-Beitritt geäußert. Ob alle die Ukraine in der EU haben wollten ist irrelevant. Politische Strippenzieher haben dafür gesorgt dass der Weg in die EU beschleunigt wurde und dass D die Hauptlast für die Aufbauhilfe Ost tragen wird.

    Der Nutznießer ist die USA die militärisches Gerät liefern wird und die Förderrechte an ukrainischen Bodenschätze erhält. Das Staatsgold wurde ja bereits in die USA gebracht.

    Den größten Schaden hat der größte Nettozahler. Also Deutschland. Alles läuft nach Plan.

  • @ Rein zufällig hilft bei Leseschwierigkeiten eine BRILLE:

    versuchen Sie es doch mal...sie werden eine neue Welt entdecken !

  • @ Leon Krausnick

    << Das Assozierungsabkommen, welches den ersten Schritt in die EU ebnet >>

    Na, da haben wir es doch auch schon.

    Oder kennen Sie jemanden, der einen ERSTEN SCHRITT macht, ohne an den nächsten zu denken ?

    Sie sollten die Sachen, die sie hier verbreiten, auch lernen zu verstehen...Gripps einschalten, nicht nur gedankenlos nachplappern.

    Um es zu lernen, empfiehlt sich der Besuch einer Schule.

    In Deutschland gibt es solche Einrichtungen in jedem Ort.

    Falls Sie aus USA schreiben, dort kenne ich mich mit Schulen nicht so gut aus.

    Da hilft manchmal das schlichte nachfragen.

  • @ Holger Aßmann

    Die EIA selbst hat den Einfluß des Frackings noch vor wenigen Monaten mit einem Preisverfall auf 92 Dollar bis 2020 bewertet.

    Ein Preis unter 95 hat derzeit nichts mit Angebot und Nachfrage zu tun. Bei einem OPEC-Kartell schon gar nicht.

    Wenn der USA-Verbündete Saudi-Arabien ankündigt den Preis für 1-2 Jahre bei erweiterter Produktionsmenge auf 80 Dollar senken zu können ist das eine politische Demonstration.

  • "Wenn die Ukraine NICHT in die EU soll, wozu will die EU dann die Ukraine assoziieren...?"

    Lesen Sie den Unterschied doch nach, wenn Sie ihn nicht kennen.

    Das Assozierungsabkommen, welches den ersten Schritt in die EU ebnet, ist das "Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen" (SAA). Das hat die Ukraine nicht ausgehandelt, sondern lediglich ein gewöhnliches Abkommen - ein Vertrag - zur Zusammenarbeit mit folgendem Ziel:

    Die EU strebt eine zunehmend enge Partnerschaft mit der Ukraine an, die die allmähliche wirtschaftliche Integration und eine Vertiefung der politischen Zusammenarbeit zum Ziel hat.

    Quellen:
    SAA: http://de.wikipedia.org/wiki/Stabilisierungs-_und_Assoziierungsabkommen



  • Sie haben Ungarn vergessen!

  • "Sind Ihnen die ukrainischen Politiker Timoschenko und Jazenjuk ein Begriff? Beide sind die pol.Favoriten der USA und beide fordern vehement den EU/Nato Beitritt der Ukraine und zwar schon lange vor dem pol.Umsturz in Kiew."

    Nur wollte quasi keiner in der EU die Ukraine in der EU. Das ist eine sehr einseitige Liebe. Putin hat dafür gesorgt, dass man diese Liebschaft nun herzlich erwidern muss...

    Ohne die Not, durch Putin in zugzwang gesetzt zu werden würde sich die EU sehr zurückhalten... Und dass Janukowitsch jetzt nicht everybodies darling in den USA ist (=> Putin-Nähe, Wahlbetrug) ist, sollte einleuchten.

  • "Es wird Zeit, dass Sie sich therapieren."
    Und Sie als Russland-Troll könnten ja mal den Wodka-Konsum einschränken... dann wären Sie ev. etwas lesbarer.

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