Zweifel an Strategie Republikaner bremsen Obamas Syrienpläne

Für seine Pläne, Rebellen in Syrien zu unterstützen, braucht US-Präsident Obama die Zustimung des Kongress. Doch die Republikaner haben Zweifel an der Strategie - womöglich müssen alle Abgeordneten deshalb nachsitzen.
Update: 12.09.2014 - 00:16 Uhr Kommentieren
Der Vorsitzende des Repräsentantenhauses, John Boehner, ist ein Befürworter von US-Präsident Obamas Syrienplänen. Nicht alle Republikaner teilen diese Ansicht. Quelle: ap

Der Vorsitzende des Repräsentantenhauses, John Boehner, ist ein Befürworter von US-Präsident Obamas Syrienplänen. Nicht alle Republikaner teilen diese Ansicht.

(Foto: ap)

WashingtonDer US-Kongress wird frühestens in der kommenden Woche über die von Präsident Barack Obama geforderte Aufrüstung und Ausbildung von moderaten syrischen Rebellen abstimmen.

Der republikanische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, John Boehner, erklärte am Donnerstag zwar persönlich seine Unterstützung für Obamas Strategie gegen die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS). Unter seinen Parteifreunden herrschten aber noch "viele Zweifel", ob der Plan des Präsidenten "ausreichend" für eine Zerstörung der Terrormiliz sei. "Wir werden irgendwann nächste Woche entscheiden, wie wir weiter vorgehen", sagte Boehner.

Zuvor hatten die Republikaner im Repräsentantenhaus hinter verschlossenen Türen über Obamas Strategie beraten. Der Präsident hatte am Mittwochabend in einer Rede an die Nation angekündigt, die Luftangriffe gegen IS-Stellungen auf Syrien auszuweiten.

Außerdem will er moderate Rebellengruppen in dem Bürgerkriegsland zu einem "Gegengewicht" gegen die Dschihadisten aufbauen. Für die Unterstützung der syrischen Rebellen bemüht sich Obama um eine Vollmacht des Kongresses.

Die Zeit drängt, weil Senat und Repräsentantenhaus nach derzeitiger Planung Ende kommender Woche in eine Sitzungspause bis nach die Kongresswahlen im November gehen. Einige Parlamentarier stellten sich aber bereits darauf ein, wegen der Entscheidung über Aufrüstung und Ausbildung der syrischen Oppositionskämpfer länger in Washington bleiben zu müssen. "Wir könnten am Ende eine zusätzliche Woche hier sein", sagte die republikanische Abgeordnete Marsha Blackburn.

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