Am Donnerstag tagt der EZB-Rat Draghi will griechische Ramschpapiere kaufen

Um die Kreditklemme zu beheben will EZB-Chef Draghi offenbar Ramschpapiere aus Griechenland und Zypern aufkaufen. Der Vorstoß dürfte Bundesbank-Chef Weidmann nicht gefallen. Er könnte jedoch im EZB-Rat überstimmt werden.
Update: 01.10.2014 - 07:31 Uhr 89 Kommentare
EZB-Chef Draghi will laut Medienbericht Ramschpapiere aus Griechenland und Zypern aufkaufen um die Kreditklemme zu überwinden. Quelle: dpa

EZB-Chef Draghi will laut Medienbericht Ramschpapiere aus Griechenland und Zypern aufkaufen um die Kreditklemme zu überwinden.

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BangaloreEZB-Präsident Mario Draghi setzt sich einem Bericht zufolge dafür ein, dass die Notenbank im Kampf gegen eine Kreditklemme auch Ramschpapiere aus Griechenland und Zypern aufkaufen darf. Das Direktorium der Europäischen Zentralbank werde vorschlagen, dass die Regeln entsprechend geändert werden sollten, berichtet die „Financial Times“ unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Betroffen sind demnach gebündelte Kredite, die zur sogenannten Seniortranche gehören. Diese Gläubiger müssen bei einem Kreditausfall zuletzt haften. Die Papiere sind deswegen sicherer. Sollte der EZB-Rat den Vorschlag annehmen, könnte die Notenbank der FT zufolge Investment-Instrumente aus allen 18 Mitgliedstaaten der Euro-Zone kaufen.

Der Vorschlag könnte die Spannungen zwischen Deutschland und der EZB erhöhen. Bundesbank-Chef Jens Weidmann sitzt zwar im EZB-Rat, der sich am Donnerstag in Neapel trifft. Er könnte aber überstimmt werden.

Draghi wird bei dem Treffen voraussichtlich Details zum geplanten Aufkauf von Kreditverbriefungen bekanntgeben. Die Maßnahmen sollen Banken dazu ermuntern, mehr Kredite an kleine und mittelständische Firmen vor allem im Süden der Euro-Zone zu vergeben. Die EZB ließ den FT-Bericht unkommentiert.

  • rtr
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89 Kommentare zu "Am Donnerstag tagt der EZB-Rat: Draghi will griechische Ramschpapiere kaufen"

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  • Danke für die Zensur meines vorigen Beitrags - offenbar dürfen die historischen Hintergründe der EZB-Aktionen bereits nicht mehr aufgedeckt werden. Armes Deutschland.

  • Selbst WENN der Inhaber des Unternehmens eine kreative Idee hätte, wie er die Produktpalette seiner Firma verbessern könnte – was hilft es, wenn es keine Käufer für diese neuen Produkte gibt?
    Es liegt einfach ALLES am Boden, jeder wartet auf bessere Zeiten: der Käufer hofft auf niedrigere Preise, der Investor auf solventere Käufer und auf eine verlässliche Politik. Und alle werden seit Jahren enttäuscht.
    GR braucht den Wechsel.
    Auch wenn Tsipras angesichts der Schuldenberge nicht zaubern kann – der Laden würde mal aufgemischt. Die Steuer-CD (Liste Lagarde genannt) befindet sich nämlich noch immer in der Schublade. Nächstes Jahr wird alles verjährt sein. Angenommen, Tsipras würde noch in diesem Jahr gewählt, könnte man ziemlich sicher sein, dass er diese Frist SOFORT unterbrechen würde.
    Außerdem hat er bereits angekündigt, nicht am Euro zu kleben...
    Alles Gründe, auf ihn zu setzen.
    Und alles Gründe für die EZB und die EU, eine Machtwechsel zu verhindern.
    Koste es, was es wolle (ist ja sowieso nur Steuergeld!).

  • Ich glaube, es ist viel banaler: Jeder weiß oder ahnt spätestens seit der Insolvenzverschleppung Griechenlands, dass das Kartenhaus einstürzen muss. Nur traut sich eben keiner mehr derjenige zu sein, der eine Karte aus diesem herauszieht, weil natürlich niemand die Verantwortung übernehmen will für die Lawine, die dann los bricht. Lieber setzt man noch ein Stockwerk auf das marode Fundament und versucht denen, die auf die Probleme hinweisen, den zwangsläufigen Einsturz in die Schuhe zu schieben. Menschlich verständlich aber auch erbärmlich.

  • Naja sie hat eben nur vergessen, die Schulden bei der EZB abzuladen und so unsere Freunde in Europa solidarisch an der Rückzahlung teilhaben zu lassen.

    Als Angela: rein mit den Krediten ins ABS-Päckchen und zur EZB damit!

  • Selbst wenn man der expandierenden Euroretterei Einhalt gebieten versuchte, kommt dabei nichts heraus.
    Siehe Eingeständnisse von Frau Lagarde über Rechtsbeugung und Verletzung bestehender Verträge.

    Keine Reaktion weder vonm Bundesverfassungsgericht oder Europ. Gerichtshof. So kann jeder selbst Erkenntnisse erlangen, wo wir demokratischerweise stehen.
    Welches Mittel zur Erkenntnis auf der Zeitachse noch besser ist, slellt die Handlungsweise von Draghi dar.
    Sie gleicht der eines Ertrinkenden.

    Die Schwere von illegalen Bazookas und Dicke Bertas läßt deutlich erkennen, daß wir schon auf die Zielgerade eingebogen sind. Wenn die Welr zu der Erkenntniss gelangt, daß die Ausluschbarkeit von Deutschland bendet ist:
    Tilt / Game Over

    Schönen erkenntnisreichen Tag noch.

  • Merkel ist doch ohnehin die Schulden-Königin, so
    500 Milliarden ohne Schattenhaushalte hat Mutti durchgebracht, von daher sind Ihre 800 Milliarden
    bestimmt noch drinn.

  • "Bei einem EZB Volumen von 3 Billionen Euro,sind das locker gute 800 Milliarden.Eine gigantische Summe,unvorstellbar.Und das bei unseren maroden Straßen und der desolaten Lage unserer Bundeswehr...? Was nun,Frau Merkel...?"

    Wenn Merkel clever wäre würde sie das Spiel mitspielen und ein paar Kredite über 800 Mrd. organsisieren, damit die desolate Lage in vielen Bereichen in Deutschland auflösen und die Kredite dann hübsch in bunt verpackte Blackboxen namens ABS stecken, Schleifchen drum und dann der Europäischen Zentral Betrugsbank (EZB) andienen.

    Wenn man schon keinen Einfluss mehr auf die "Regeln" des Spiels hat, sollte man es eben nach den gegenwärtig von interessierten Kreisen durchgesetzten Regeln mitspielen. Das wird deren Absurdität vielleicht viel schneller offenlegen und der Vernunft eine neue Chance verschaffen, als mit streberhaftem Puritanismus, den keiner hören will, gegenzuhalten.

  • Das ist mir klar, und darum sind wir über dieses Stadium halt weit hinaus und in einem ganz anderen Stadium drin.

  • Herr Rainer Feiden,
    wenn Sie Marktkräfte wirken lassen, wären fast alle EU
    Staaten pleite und Deutschland kurz davor.
    Das ist doch der Grund warum die EZB die Zinsen künstlich unten hält.

  • Vielleicht würde es ja bereits etwas helfen, geschlossene Verträge einzuhalten, Rechtsbrüche zu unterlassen und Marktkräfte wirken zu lassen?

    Aber nein, wenn ich es mir recht überlege, dann glaube ich, über dieses Stadíum sind wir tatsächlich weit hinaus.

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