Analyse der Credit Suisse Krise hat Deutschland erpressbar gemacht

Deutschland steht in einer schlechten Verhandlungsposition gegenüber Krisenländern wie Griechenland, so die Ansicht von Experten der Credit Suisse. Denn Deutschland habe bereits viel Geld in die Euro-Rettung gesteckt.
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Deutschland solle mit Griechenland nicht zu großzügig umgehen, so die Analyse der Credit Suisse. Quelle: AFP

Deutschland solle mit Griechenland nicht zu großzügig umgehen, so die Analyse der Credit Suisse.

(Foto: AFP)

Die Schweizer Großbank Credit Suisse kommt in einer ausführlichen Analyse für seine Kunden zu dem Ergebnis, dass Deutschland gegenüber Krisenländern wie Griechenland in einer sehr schlechten Verhandlungsposition steckt. 

Einerseits profitiere die deutsche Wirtschaft stark von der Währungsunion und andererseits habe Deutschland bereits extrem viel Geld in die Euro-Rettung gesteckt oder zugesagt. Dieses Geld könnte bei einem Zerfall der Währungsunion verloren sein, heißt es in der Analyse, die das Institut am Mittwoch an Kunden verteilte. 

Die Credit-Suisse-Experten beziffern das potenzielle direkte und indirekte finanzielle Engagement Deutschlands in der Euro-Rettung auf 600 Milliarden Euro, etwa ein Viertel seiner Jahreswirtschaftsleistung. 

„Deutschland hat einen großen Anreiz, seine Erpressbarkeit nicht zu offensichtlich werden zu lassen“, schreiben die Experten, denn ein zu großzügiger Umgang mit Griechenland könnte Begehrlichkeiten in anderen Krisenländern wecken. Andererseits würde ein Austritt Griechenlands wohl Kapitalflucht in anderen Krisenländern auslösen, so dass Deutschland sein schon sehr hohes Rettungsengagement noch steigern müsste.

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11 Kommentare zu "Analyse der Credit Suisse: Euro-Krise hat Deutschland erpressbar gemacht"

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  • @sunnymike72
    Das Bedauerliche ist, dass mit dem Euro nichtmal eine Finanzunion entstanden ist, wie man heute sieht. Der Euro ist vielmehr das Schlachtfeld, auf dem die Europäer zusammengetrieben wurden, um gegeneinander anzutreten. Leider ist den Europäern dabei entgangen, dass da jemand in den Rängen sitzt, die Regeln bestimmt und sein Spielchen mit uns treibt. Das sind aber keine Europäer. Es sind heimatlose Eurokraten, Großindustrielle und Finanzmagnaten. Man könnte meinen, es sind außerirdische Heuschrecken. Zumindest ergebe es dann einen Sinn.

  • @merxdunix:
    völlig korrekt ihr kommentar...sie sprechen mir aus der seele.Generell bereitet mir dies am meisten schmerz dass die sogenannte Europäische Union denn jahrelang absolut nichts zur Völkerverständigung beigetragen hat und sich das ganze ja nur auf eine finanzunion beschränkt hat.

  • @macheridisdimitrios
    Was den Eurokraten gelungen ist: Die Deutschen und Griechen gegeneinander aufzuhetzen. Zumindest ist hier ein Bild entstanden, wonach alle Griechen an der jetzigen Situation Schuld sind und daran gewonnen haben. Insofern ist der Euro wohl doch eine Frage von Krieg und Frieden. Aber was von beiden wird eigentlich angestrebt? Ich denke, wir haben europaweit ein Problem: Wir sind nicht mehr in der Lage, Strafverfolgung wirksam zu betreiben. Meist mit der Begründung, dass kein öffentliches Interesse besteht. Recht und Gesetz ist leider auch in Europa nur etwas für Verlierer. In Deutschland wurde dieses durch politikhörige Staatsanwälte, Polizisten und Richter sowie ein ausgedünntes und überfrachtetes Rechtssystem erreicht. Deshalb haben die Leute hier schon resigniert, gegen die wichtigen Fälle vorzugehen. Sicherlich auch, um sich nicht selbst zu schädigen. Deshalb verklagen sie lieber Nachbars Katze oder einen lebensfrohen Kindergarten. Irgendwo muss der Frust ja schließlich hin.
    Eventuell liegt es bei Deutschen und Griechen daran, dass wir uns die Demokratie nie wirklich erkämpfen mussten und deshalb nie gelernt haben, sie zu erhalten. Daher hoffen wir auf unsere Politker, es zu tun. Aber genau da schließt sich der Teufelskreis. Unsere Politiker betreiben eine Scheindemokratie, um ihre eigene Macht zu sichern. Die Macht des Volkes, zu der auch die Judikative gehört, stört da nur. Warum soll das bei euch anders sein?
    Ihr Griechen könnt euch gewiss sein, dass die meisten Deutschen gern helfen. Aber ihr müsst selbst dafür sorgen, dass die Hilfe auch wirksam ist und nicht wieder denen zu Gute kommt, die die jetzige Situation verursacht haben.
    Sparen zu wollen und Wachstum fördern, mag ein guter Ansatz sein. Wichtiger erscheint mir aber, für Effizienz zu sorgen. Sonst arbeiten wir alle in 100 Jahren noch mehr als 40 Stunden die Woche bis zum bitteren Ende, weil wir es zulassen, dass andere das Erreichte ruinieren oder sogar gegen uns verwenden.

  • @ macheridisdimitrios – Die grosse Not der Griechen sehe ich genauso wie Sie. Als gute europaeische Nachbarn muessen wir uns selbstverstaendlich gegenseitig helfen. Was im Augenblick geschieht ist aber keine Hilfe fuer die Griechen, sondern fuer die Banken. Griechenland ist jetzt viel zu hoch verschuldet, als dass man diese Schuld jemals wieder abtragen koennte. Daher muesste abermals ein grosser Teil der Schulden gestrichen werden. Dass muss aber eine einmalige Aktion sein. Der stetige Geldfluss von Steuerzahlern zu Banken muss zu einem Ende kommen.

    Die Verantwortung fuer die Ueberschuldung haben verantwortungslose griechische Regierungen als Kreditnehmer und verantwortungslose Banken als Kreditgeber. Fuer verantwortungsloses Kreditgeben muessen die Banken bestraft werden, indem sie den Schuldenschnitt bezahlen muessen. Vollstaendig, ohne Beteiligung europaeischer Steuerzahler! Wenn sie dabei pleite gehen, scheiden sie verdientermassen aus dem Wettbewerb aus. Falls sie systemrelevant sind, muss man sie verstaatlichen. Die griechischen Buerger bezahlen fuer die Verantwortungslosigkeit ihrer Regierungen indem sie den nach Schuldenschnitt verbleibenden Teil der Kredite zurueckzahlen.

    Von einem Teil der Schulden befreit, sollte Griechenland wirtschaftlich lebensfaehig sein. Die Loehne muessen allerdings so gestaltet sein, dass griechische Produkte wettbewerbsfaehig sind.

    Sie und ich koennten uns sicherlich verstaendigen. Leider ist die Wut der Griechen auf die Deutschen und umgekehrt so gross, dass eine vernuenftige Verstaendigung immer schwerer wird.

  • deuschland spekuliert oefters von anderen laender wie griechenland,portugal usw,wir hier in griechenland wollen auch unsere schulden abzahlen aber auf eine ganz normale verhandlungsbasis nicht mit loehnen afrikas.45 milliarden hat deuschland in den letzten 2jahren von griechenland allein von den anleihen abgezockt.wir wollen nur den gleichen oder fast mit den gleichen prozentsatz von der eu leihen.was fuer eine wirtschaft kann hier angekurbelt werden wenn der lohn von jedem bis fast 50% gekuerzt wurde.klar wurde viel geld in griechenland verschwendet(ohne zu pruefen wo es hin ist)deuschland kann uns alles wegnehmen aber unser laecheln und lebeslust nicht nehmen.allein unsere lebensmittelprodukte nach deutschland zu exportieren waehren die halbe schulden abbezahlt.stelllen sie sich vor in deutschland von einem tag auf den anderen 50% weniger lohn mit den gleichen unkosten jeder familie,das waere der chaos,wir dagegen kaempfen jede stunde damit.entweder sind wir gleichberechtigte partner oder nicht.spekulationen zwischen zwei eu laender geht nicht,das fuehrt zum zerfall dieser partnerschaft frueher oder spaeter.einigung ist ein sehr grundlegendes wort inder eu.wir werden unser bestes tun um unsere unkosten zu schrumpfendas geht auch nicht von einem tag auf den anderen.vertagstreue verlangt deutschland aber von welchen einnahmen,die wo 60-70% zurueckgegangen sind?lasst uns genauso leben wie ihr auch,das wasser ist bei uns schon an die nase gestiegen,mehr gehts nicht.unsere jugend ist voll verzweifeltkeine arbeit,keine zukunft.deshalb bitte entweder richtig helfen oder speckulieren.

  • Wenn am letzten Tag des Euros die Abrechnung in Plus und Minus erfolgt, werden sich neben Politikern auch die Claqueure der Medien zu verantworten haben, die in einem ständigen Trommelfeuer der Propaganda die ach so tollen Vorzüge des Euros für Deutschland verbreitet und Kritik am Euro totgeschrieben haben.

  • Mit dieser monumentalen Fehlleistung schreiben Merkel und Schaeuble Geschichte. Niemals hat eine deutsche Regierung schwachsinniger gehandelt. Der Ausgang des Griechenland Abenteuers war schon 2008 abzusehen. Wir haben schlechtem Geld gutes hinterhergeworfen und ein Ende ist nicht abzusehen. Merkel und Schaeuble sind gaenzlich ungeeignet Deutschland wieder aus dieser Krise herauszufuehren. Jeder Tag mehr fuehrt uns tiefer ins Verderben. Der Rettungsansatz „Koste es, was es wolle“ hat ja gerade zur Erpressung herausgefordert. Was fuer einen Intelligenzquotienten muss man eigentlich haben, wenn man mit diesem Grundsatz in die Verhandlungen mit Banken und Schuldenlaendern geht?

  • Das abgewählte Politikervolk macht sich nach der Wahl aus dem Staub u. das dumme deutsche Volk hat die Megaschulden am Hals .

    Das ist die Realität .Die Eurofanatiker Merkel u.Schäuble können für diesen Fall schon mal die Koffer packen .

    Das Volk wird sie hassen wie die Pest .

    Kohl u. Schröder können sich anschließen .

  • CS hat recht. Bei all den Schwachköpfen, die durch Regierungsflure und Redaktionsstuben schleichen (Der Euro ist alternativlos, Das europäische Projekt ist eine Frage von Krieg und Frieden, Wir kaufen griechische Staatsanleihen) und weiterhin am Ruder sind, war aber leider nichts anderes zu erwarten gewesen.

  • Leider wahr. Deutschland what sich erpressbar gemacht. Aber ein immer weiter so macht die Sache für uns nur noch teurer.

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