Anleihenkäufe EZB könnte geheime Zinsobergrenze festlegen

Zinsobergrenze durch die Hintertür: Die Europäische Zentralbank überlegt offenbar, eine Obergrenze für Staatsanleihen festzulegen – aber nicht zu veröffentlichen. So könnte die Notenbank Krisenländer stützen.
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Interne Überlegungen: EZB-Chef Mario Draghi überlegt offenbar, geheime Zinsobergrenzen für Anleihenkäufe einzuführen. Quelle: dpa

Interne Überlegungen: EZB-Chef Mario Draghi überlegt offenbar, geheime Zinsobergrenzen für Anleihenkäufe einzuführen.

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BerlinDie Europäische Zentralbank (EZB) prüft einem Zeitungsbericht zufolge eine neue Variante für Anleihekäufe. So könnte die EZB zwar eine Zinsobergrenze für Staatsanleihen eines Landes intern festlegen, diese aber nicht veröffentlichen, berichtete die Tageszeitung „Die Welt“ in ihrer Donnerstagausgabe unter Berufung auf mehrere mit der Diskussion vertraute Personen. Dies würde der Notenbank mehr Spielraum geben bei der Stützung von Krisenländern. Eine Entscheidung gebe es noch nicht, hieß es weiter. Der EZB-Rat wolle sich aber auf seiner Sitzung am 6. September über mögliche Interventionen entscheiden.

Auf einen Bericht des „Spiegel“ vom Wochenende, wonach die EZB den Kauf von Staatsanleihen bestimmter Euro-Länder ab einem gewissen Risikoaufschlag erwägt, um damit die Zinskosten dieser Euro-Mitglieder zu dämpfen, hatte die EZB ungewöhnlich direkt reagiert. Es sei falsch über die Form künftiger EZB-Interventionen zu spekulieren, sagte am Montag ein Sprecher der stets auf ihre Unabhängigkeit bedachten Zentralbank.

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4 Kommentare zu "Anleihenkäufe: EZB könnte geheime Zinsobergrenze festlegen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Diese dauernden Spiegel-spekulationen öden mich langsam an.

    Jetzt wird von einer "geheimen Zinsobergrenze" fabuliert.

    Tatsache ist natürlich, daß es bei einem Eingriff rein logisch ein Zinsziel geben muß. Denn im Zins drückt sich die Marktstörung schließlich aus.

    Bloß kann das Zinsziel heute hier und morgen da sein. Denn es kommt bei der Beurteilung der Frage ob eine Marktstörung vorliegt auch auf das Fiskalgebahren des jeweiligen Staates an.

    Und daß die EZB bei Markteingriffen nicht mit offenen Karten spielt versteht sich von selbst. Denn durch Unsicherheit erhöht man die Vorsicht der Spekulanten und spart an Interventionsvolumen.

    Weshalb die "Zinsobergrenze" natürlich geheim sein sollte.

    Schön, daß der Spiegel das jedenfalls verstanden hat. Soweit, zu verstehen daß die "Zinsobergrenze" keine feste, sondern eine fließende sein muß ist er 'halt noch nicht gekommen.

    Aber das wird uns vielleicht in der nächsten Ausgabe als "Spiegel-exclusiv-Geheimsensationsenthüllung" präsentiert werden.

    ...

    Und die Anti-ESM-EZB-Alles-Freaks werden 'mal wieder schön mit einer "Aha: Geheim-Verschwörung"sgeschichte bedient.

    Dem Spiegelverlag scheint Geld sehr wichtig zu sein, sonst würde er kaum versuchen mit derartig durchsichtigen Mäzchen die Auflage zu steigern.

  • Draghi und der Lieferanteneingang..
    Von hinten rein und strahlend von vorn wieder
    raus..
    Geliefert wird nach südlichem Prinzip..
    wüßte auch nicht,wie es nun noch anders möglich
    wäre,drei der größeren Volkswirtschaften zu stützen,
    einschließlich Griechenland.
    Egal ob diese Meldung nun stimmt oder nicht..
    bei all den Brüchen ,kommt es auf eine
    Schurkerei mehr oder weniger,nun nicht mehr an..
    Hollande und Samaras,werden es Merkel diese Woche noch
    beibringen,wie sie im "deutschem Interesse" zu ticken
    hat..Ansonsten nicht nur Ausschluß in der Europa GmbH.





  • Immer wieder neue Tricks der Europäischen Zentralbank (EZB) - so etwas muss bös enden.

  • "Einem Zeitungsbericht zufolge ..."

    War das ein Amateur-Reporter mit Zeigefinger, hallo ich könnte da was wissen?
    Sorry, aber da war Wikileaks ja besser in den Quellenangaben.
    Das macht keinen Spaß.

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