Arbeitslosigkeit fällt auf 2,96 Millionen In Deutschland werden die Arbeitskräfte knapp

Die kräftige Konjunktur und die geschickte Arbeitsmarktpolitik drücken die Arbeitslosigkeit unter drei Millionen. Für die Beschäftigten sind die Aussichten gut. Doch für die Wirtschaft wird der Arbeitsmarkt zum Problem.
Update: 31.05.2011 - 10:18 Uhr 13 Kommentare
Ein Arbeiter aus Polen auf einer Baustelle im hessischen Eschborn. Viele Branchen greifen auf Subunternehmer zurück, die ausländische Arbeitskräfte ins Land holen. Quelle: dpa

Ein Arbeiter aus Polen auf einer Baustelle im hessischen Eschborn. Viele Branchen greifen auf Subunternehmer zurück, die ausländische Arbeitskräfte ins Land holen.

(Foto: dpa)

NürnbergDie Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Mai erstmals in diesem Jahr unter die Marke von drei Millionen gefallen. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag mitteilte, gab es 2,96 Millionen registrierte Arbeitslose. Dies waren 118.000 weniger als im April und 276.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank im Monatsvergleich von 7,3 auf 7,0 Prozent.

"Der Arbeitsmarkt profitiert vom stabilen Aufschwung der deutschen Wirtschaft", erklärte BA-Chef Frank-Jürgen Weise. Die Nachfrage nach Arbeitskräften schwäche sich zwar leicht ab, liege aber weiter auf hohem Niveau.

Der Rückgang im Mai fiel den Angaben zufolge etwas geringer aus als üblich. "Das dürfte daran liegen, dass ein Großteil der Frühjahrsbelebung aufgrund der guten konjunkturellen Entwicklung und der milden Witterung schon früher realisiert wurde", teilte die BA mit. Rechnet man die jahreszeitlich üblichen Schwankungen heraus, ging die Erwerbslosenzahl um 8000 auf 2,974 Millionen zurück. Experten hatten hier einen Rückgang um rund 30.000 erwartet. Im Westen nahm die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl um 9000 ab, im Osten nahm sie hingegen um 1000 zu.

Zuletzt lag die Arbeitslosenzahl im November vergangenen Jahres unter der Drei-Millionen-Grenze. Im laufenden Jahr dürfte sie noch deutlich tiefer sinken, denn die Bundesregierung rechnet allein im Jahresschnitt 2011 mit 2,9 Millionen Arbeitslosen. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) erwartet sogar nur 2,8 Millionen - dies wäre der niedrigste Stand seit 1991. Für den Herbst hält der DIHK sogar eine Arbeitslosenzahl um 2,3 Millionen für möglich.

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13 Kommentare zu "Arbeitslosigkeit fällt auf 2,96 Millionen: In Deutschland werden die Arbeitskräfte knapp"

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  • Und wieder solche Lügenzahlen.
    Handelsblatt, bitte mal wieder selbst recherchieren und nicht nur nachplappern.
    Fachverkauäuferin sucht Job. Kann sie haben, aber nur als 400 €-Kraft
    Ausgelernte Bäckereifachverkäuferin wird nicht übernommen nach der Ausbildung, sie kann aber gerne bleiben als 400 €-Kraft
    Dipl.-Ing, Sachbearbeiter, Großhandelskaufmann usw. suchen Job. Werden von der ARGE zu privaten Arbeitsvermittlern weiter gereicht für viel Geld und diese Arbeitsvermittler schicken sie in Call-Center da verdienen sie dann vielleicht 1.000 €
    Und dann schreit die Wirtschaft nach Fachkräften?
    Man sollte jedem dieser Lügner aufs Maul hauen
    Im Kaufhof, ja ein großes Unternehmen, gibt es fast keine fest angestellten Verkäuferinnen mehr, nur noch 400 €-Kräfte
    Also kommt durch die angeblich so gefallenen Arbeitslosenzahlen nicht ein Cent in die Sozialkassen
    Wie lange bekommen wir diese frechen Lügen noch aufgetischt?

  • Doppelt so hohe Arbeitslosenquote in Berlin als im deutschen Durchschnitt und mehr als 6mal so hoch wie in Freising, und obwohl der bayerische Arbeitnehmer Steuern nach Berlin pumpt. Wieso regt sich keiner über die unsoziale Umverteilung in die sozialistische, wirtschafts- und arbeitnehmerfeindliche Hauptstat auf? Geschönte Zahlen hin oder her - die Relationen bleiben.

  • Wenn sie selbst nicht ausbilden können, sondern auf die Hochschulabsolventen angewiesen sind - dann sind Arbeitskräfte heute knapp.

  • Verstehe nicht, was einige Leser hier von einem Handelsblatt erwarten? Solidarität mit erwerbslosen Arbeitnehmern? Lohngefüge, welche die Renditen schmälern? Alles, was nicht gewünscht ist, wird auf die Steuergemeinde umgewälzt (Hartz iV, Staatsschulden, Fremdstaatenschulden, Subventionen aller Art). Und Deutsch-Michel läßt sich das alles gefallen. Schon mal hinsichtlich der Wahlbeteiligungen überlegt, was schief läuft? Gute Nacht. Deutschland den besseren Deutschen.

  • Wenn jeden Tag ein Schrott erfunden wird und die Berufe zu oft neu geordnet werden dann brauchen die sich nicht zu wundern das sich keiner findet

  • 8Mio Menschen arbeitslos oder in prekären Arbeitsverhältnissen. jede 3.Stellenanzeige Billigjobs von Sklavenhänlern.

    Wer Arbeitnehmer sucht, findet sie. Gut er muß sie bezahlen. Vielleicht ist dies neu.

    Etwas mehr Realismus und weniger BLÖD-Zeitungsniveau wäre hier wünschenswert.

  • Es gibt keinen Kräftemangel!! Im Moment neigt sich die Waage auf dem Arbeitsmarkt in Richtung Gleichgewicht, nach einem jahrelangen Überangebot an Arbeitskräften. Das jedoch schreckt viele Arbeitgeber bereits auf. Sie fürchten um ihre Dumpinglöhne, von denen auch Akademiker betroffen sind. Schnell sollen wieder Ausländer ins Land. Was ist aber wenn sich die Konjunktur wieder abschwächt? Dann haben wir wieder ein paar hunderttausend Sozialhilfempfänger mehr. Einen schönen Tag.

  • 3 Millionen Arbeitslose und das Haldelsblatt titelt "In Deutschland werden die Arbeitskräfte knapp"??

    Das ist doch pervers!

  • Und warum weigern sich die Manager die Bürger zu Arbeitskräften aus zu bilden bzw. zu fördern? Können Sie nur noch Orgien organisieren und von den Steuern absetzen? Können sie Arbeitsförderungen nicht auch von den Steuern absetzen?

  • Tolle Nachrichten, aber warum ist kein Geld für Rentner da.
    Auch bei den Krankenkassen müßte es brummen, allerdings gehen jetzt viele pleite. Diese Statistik ist ein einziges
    Lügengebilde.

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