Belebung im Frühjahr Bundesbankchef Weidmann sieht Wirtschaft im Aufwind

Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat sich zuversichtlich zur Konjunkturentwicklung geäußert. Er rechnet mit einem „kräftigen Plus“ im zweiten Quartal. In Sachen Geldpolitik soll es aber vorerst keine Änderungen geben.
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Bundesbankchef Weidmann: Was macht die Fed? Quelle: Reuters

Bundesbankchef Weidmann: Was macht die Fed?

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MoskauDie deutsche Wirtschaft ist nach den Worten von Bundesbankpräsident Jens Weidmann wieder im Aufwind. Sie werde nach einem schwachen Winterhalbjahr „ein kräftiges Plus im Frühjahr verzeichnet haben“, sagte Weidmann am Samstag nach dem Ende der G20-Konferenz in Moskau. Im laufenden Quartal werde das dann schon wieder etwas moderater ausfallen.

Die Wirtschaftsentwicklung im Euro-Raum habe sich zuletzt stabilisiert, ergänzte der Bundesbankpräsident. Er erwarte „eine graduelle weitere Verbesserung im Jahresverlauf“.

Weidmann signalisierte, dass ein Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik in den wichtigen Wirtschaftsräumen noch nicht ansteht. „Andeutungen der Fed, ihren expansiven geldpolitischen Kurs in absehbarer Zukunft möglicherweise etwas zurückzunehmen“, hätten auch die Kapitalmarktzinsen in Europa höhergetrieben. „Das war nicht die Ankündigung zu bremsen, sondern die Ankündigung, den Fuß etwas vom Gaspedal zu nehmen“, interpretierte Weidmann. Klar sei, dass der Ausstieg aus dieser Geldpolitik mit internationalen Übertragungseffekten verbunden sein werde.

„Die Notenbanker haben deutlich gemacht .... dass der richtige Moment für den Ausstieg zu unterschiedlichen Zeitpunkten kommen kann“, sagte er mit Blick auf das Handeln von EZB, Fed und anderen wichtigen Notenbanken in den Industrieländern. „Außer Frage steht aber auch, dass geldpolitische Kurswechsel Auswirkungen haben können“, mahnte er. Andere Volkswirtschaften könnten in Mitleidenschaft gezogen werden. „Diese negativen Auswirkungen nehmen zu, je länger die Niedrigzinsphase andauert.“ Sie dürften aber keinen Grund darstellen, „den Ausstieg herauszuzögern, wenn er denn geldpolitisch geboten ist“. „Für den Euroraum ist dieser Zeitpunkt für den Ausstieg noch nicht gekommen“, sagte er.

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19 Kommentare zu "Belebung im Frühjahr: Bundesbankchef Weidmann sieht Wirtschaft im Aufwind"

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  • So sehen Verlierer aus. Viel Spaß noch mit Weltuntergang, AFD, Deutschland schafft sich selber ab und ähnlichem Geschwafel. Dürfte fast ausnahmslos in der Klappsmühle enden.

  • Na wenn das so ist, kann Herr Weidmann ja wieder die paritätische Finanzierung der Sozialkassen anregen und sich für eine Anhebung des Leistungsniveaus der GKV und der Pflegeversicherung auf das Niveau der Beamtenbeihilfe für Bundesbeamte einsetzen.
    Die Lohnnebenkosten waren nie ein Problem für die Schaffung von Arbeitsplatzen und werden nie eines sein.

  • @ Protestwaehler-2013

    Zitat : und werde am 22.09. als Protestwähler an die Wahlurne treten!

    - volle Zustimmung zu Ihrer Bilanz ! Bleibt zu hoffen, dass Sie nicht "Wörtlich" in die Urne treten ( dann wird ja Ihre Stimme nicht gezählt und der Nomenklatura zugerechnet ), sondern als Protestler Ihre gute Stimme ALTERNATIV vergeben !

    Und da gibt es ja mittlerweile eine richtige Auswahl !

  • Weidmann, einst ein Warner
    hat wohl von der DDR.Angela ein Telefonat bekommen und nun schwenkt er um. Sein Posten ist ihm halt lieber als die Wahrheit

  • Es ist schon bitter und extrem frustrierend, was mittlerweile in Deutschland abgeht. Abzocker, Lügner, Betrüger und Abkassierer soweit das Auge reicht. Am Freitag habe ich meine Nebenkostenabrechnung für das Jahr 2013 erhalten. Ich habe 5% weniger verbraucht und zahle dafür 115% mehr als im letzten Jahr. So langsam fühle ich mich in diesem Land von Unternehmern und von der Politik nur noch abgezockt, belogen, abkassiert und verarscht.
    Es wird für mich ernsthaft Zeit darüber nachzudenken, Deutschland und die EU mit seinem Scheiss-Teuro schnellstmöglich zu verlassen und das Glück woanders ausserhalb dieser (T)EUROpia-Diktatur zu suchen. Ich habe jedenfalls die Schnauze gestrichen voll und werde am 22.09. als Protestwähler an die Wahlurne treten!

  • Zitat : Bundesbankchef Weidmann sieht Wirtschaft im Aufwind

    - ich würde sagen, Bundesbankchef Weidmann sieht Aufwind in der Wirtschaft ( gegen das verlogene Nomenklatura-Regime ) !

  • Positives für die Wirtschaft bedeutet Negatives für die Bevölkerung. Das war mal anders gedacht, aber nun ist es so, dass Banken und Grosskonzerne ihre Milliardengewinne dem normalen Volk abnehmen um dieses Geld dann in den Spezialkosmos der Finanzindustrie umleiten. Von dort kommt so gut wie nichts zurück.

    Für weite Teile der Bevölkerung gilt "zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel". Zugegebenermassen auf hohem Niveau, wenn man mit anderen Länder vergleicht, aber keinesfalls angemessen, wenn man mit dem vergleicht, was möglich wäre. Wir stecken alle in der Zinseszinsfalle. Wir verbringeen alle einen Grossteil unseres Lebens damit, den Ablass an die Finanzindustrie und seinen angeswchlossenen Politbetrieb leisten zu müssen. Und zu allem Überfluss müssen wir unsere Sklavenhalter auch noch retten, wenn sie sich mal wieder vergaloppiert haben.

    Sorry, ich kann nicht erkennen, weshalb ich dieser Wirtschaft noch die Daumen drücken soll. Mit dem Verlust meines Arbeitsplatzes lasse ich mich nicht erpressen. Wenn 30-50% eines Systems am Abgrund stehen wird es auch in den Palästen ungemütlich, erst dann wird sich was bewegen.

    Dieses Problem hat nicht nur devotes Deuitschland, sondern die gesamte industrialisierte Welt. Alle stehen sie unter der Knute des Geldadels. Aber es mehren sich die Völker, die dagegen aufstehen. Und das ist gut so.

  • Mal daran gedacht, daß Deutschland vor einiger Zeit - zu 100% selbstverschuldet - vor dem Kollaps stand und uns "die anderen" massiv unterstützt haben?
    -------------
    Was ist denn das für eine Polemik.
    Soweit es um den Marschalplan geht, dann sollte folgendes klar sein:
    -von Deutschland erhielten nur die westlichen Bundesländer
    eine Hilfe. Von Deutschland allgemein zu schreiben ist
    schlichtweg falsch.
    - Deutschland sollte eine Agrarland werden, so die
    Vorstellung der Allierten.
    Nur durch den glücklichen Umstand mit dem kalten Krieg
    erhielten wir überhaupt Hilfe. Als Bündnispartner mit
    entsprechender Stärke erfüllten wir unsere Aufgabe in
    den Zeiten des kalten Krieges.
    - Deutschland erfüllte durchweg die Verpflichtungen
    aus dem Marshalplan.
    - Deutschland ist immer noch nicht soverän. Daher
    haben wir immer noch keine Verfassung und sind
    nach dem Grundgesetz verpflichtet die Besatzungskosten
    zu tragen.
    - Deutschland ist seit Beginn an Nettozahler innerhalb
    der EU. Dies bedeutet andere EU-Staaten erhalten seit
    dieser Zeit Hilfen von Deutschland.
    - Deutschland hatte dieses Jahr gewaltige Kosten hinsicht-
    lich des Hochwassers. Geld aus dem Krisenfonds wurde
    Deutschland nicht gewährt, da kein Geld in dem Fonds
    mehr vorhanden ist.
    Der Fonds wird zu erheblichen Teil von Zahlungen Deutsch-
    land gespeist.

    Die Liste liese sich noch endlos erweitern.

  • Was für ein Vollpfosten...

  • Da sagt einer was grundsätzlich Positives zur Wirtschaft und schon kommen wieder die Weltuntergangsfanatiker aus ihren Löchern. Klar, Deutschland geht den Bach runter. Klar, wir bezahlen die faulen Griechen fürs Nichtstun.

    Mal daran gedacht, daß Deutschland vor einiger Zeit - zu 100% selbstverschuldet - vor dem Kollaps stand und uns "die anderen" massiv unterstützt haben?

    Paßt aber nicht so ganz in jedes Erbsengehirn und dessen faules Räderwerk rein.

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