Bericht der Regierung „Wirtschaft erheblich mit Risiken behaftet“

Die Euro-Krise droht, die robuste wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland zunichte zu machen. Zu dieser Einschätzung kommt das Bundeswirtschaftsministerium. Nur der Export kann noch Schlimmes verhindern.
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Der Himmel über dem Hamburger Hafen. Quelle: dpa

Der Himmel über dem Hamburger Hafen.

(Foto: dpa)

BerlinDas Bundeswirtschaftsministerium blickt mit wachsender Skepsis in die konjunkturelle Zukunft. Das geht aus dem Bericht des Ministeriums zur wirtschaftlichen Lage im August hervor. Zwar erweise sich die deutsche Wirtschaft derzeit "in einem schwierigen europäischen Umfeld weiterhin als recht robust", heißt es in dem Bericht, der dem Handelsblatt vorliegt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) "dürfte im zweiten Quartal weiter moderat zugenommen haben". Nach dem wachstumsstarken ersten Quartal habe sich die Dynamik angesichts einer international schwächeren Entwicklung allerdings merklich abgeschwächt. Die Aussichten für die Wirtschaft seien daher "mit erheblichen Risiken behaftet".

Positiv bewertet das Ministerium im Moment noch die Entwicklung der Exporte: "Dank ihrer hohen Wettbewerbsfähigkeit und einem stark nachgefragten Produktsortiment bleibt der Trend der deutschen Ausfuhren auch angesichts schwächerer Absatzmärkte aufwärts gerichtet. Die Ausfuhren nahmen im zweiten Quartal um 1,6 Prozent zu", heißt es in dem Bericht.

Allerdings wird eingeräumt, der Gegenwind sei stärker geworden, die Impulse aus dem Außenhandel dürften dem Bericht zufolge daher in den kommenden Monaten moderater ausfallen. Der Rückgang der Warenausfuhren im Juni um 1,5 Prozent sei ein Warnsignal. Der Bericht bestätigt damit wichtige deutsche Frühindikatoren wie das Ifo-Geschäftsklima und den Einkaufsmanagerindex, die diese Entwicklung bereits angekündigt hatten.

Die Erzeugung im produzierenden Gewerbe bezeichnet das Ministerium als beachtenswert stabil: "Dem nur leichten Rückgang der Industrieproduktion um 0,5 Prozent im zweiten Quartal stand ein kräftiger Anstieg der Erzeugung im Bauhauptgewerbe um 4,4 Prozent gegenüber." 

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6 Kommentare zu "Bericht der Regierung: „Wirtschaft mit erheblichen Risiken behaftet“"

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  • Wenn die Dummschwätzer wirklich am Aussterben sind, dann mach doch bitte den Kopf zu.

  • @Siggi40.de
    Ihre Ausführungen sind absolut richtig. Allerding kratzen die Target2-Salden schon die Billionengrenze. Und werfen Sie doch einmal einen Blick auf die neuesten negativen Target2-Salden von Griechenland, Spanien, Italien. Zum Würgen. Diese drei Länder drucken Tag und Nacht Euroscheine, mit Zustimmung der EZB. Dies nenne ich hochkriminell.

  • Kopf hoch ihr Pessimisten.

    erst einmal wird die Demokratie hier beendet. Das schafft dann extrem neue Ressourcen, weil Quasselbuden wie Parlamente und so endlich aufgelöst werden. Und dann müssen auch diese Dummschwätzer endlich arbeiten.

    Es wird 1 Partei geben und damit erübrigt sich der teure Wahlkampf (2-500 mio €).

    Die chinesische Sonne geht auf und Recht und Ordnung kehren zurück und damit auch unsere wirtschaftliche Power.

  • Teil II
    Wir hatten uns einen Wohlstand erarbeitet, der auf der ganzen Welt als Messlatte galt. Doch seit Einführung des Euros ist unser Wohlstand kollabiert. 7,2 Mio Bürger sind auf staatliche Leistungen angewiesen, um ihre Familien vor dem Hungertuch zu bewahren.
    Helmuts Vermächtnis, der Euro und die deutsche Einheit, beides wurde dillethantisch ausgeführt, beides ist zum Scheitern verurteilt. Schon seit über 20 Jahren haben wir unser eigenes Griechenland, direkt vor der Haustüre, ohne Aussicht auf Besserung, mit den selben Problemen wie das Griechenland auf dem Balkan. Regierungskriminalität, Korruption, Erpressung der Justiz durch Kinderfi*kervideos, damit die OK nicht angetastet wird. Diese Missgeburt kostete die ehrlichen Steuerzahler bisher über 2000 Milliarden Euro, damit im Osten Millionäre am Fliesband produziert werden, indem die Milliarden der Solidarpaktmittel illegal für den privaten Konsum abgezweigt werden. So macht die deutsche Einheit richtig Spaß. Die einen malochen und die anderen geben die illegal ergaunerten Milliardengeschenke mit vollen Händen aus.
    Ganz Europa träumt von solchen paradiesischen Zuständen, nicht nur Berlusconi und seine Brüder aus Süditalien.

  • „Positiv bewertet das Ministerium im Moment noch die Entwicklung der Exporte“
    Da sollte man differenzieren, ob es sich um Weihnachtsgeschenke an die PIIG(F)S handelt, oder um seriöse Geschäftspartner, die ihren Einkauf auch bezahlen wollen/können.
    Unsere Träume auf 4 Räder Made in Germany werden in der EU mit Krediten bezahlt, die wir jetzt auch noch selbst zurückzahlen müssen. Wo ist da die Pointe? Einen Geschäftsmann in der freien Wirtschaft würde man bei einem solchem Verhalten in die Klapsmühle einweisen, aber unsere Politiker genießen Narrenfreiheit.
    Verträge werden nach Gutdünken gebrochen, die Fata-Morgana des Wohlstands auf Lug und Betrug und fortwährendem Rechtsbruch aufgebaut.
    Die Target2 Salden der DBB, ein Dispo-Kredit der deutschen Steuerzahler, der mit Hilfe unserer Politiker zur Bezahlung unsers Exports zweckentfremdet wird, haben sich auf über 900 Mrd. € addiert. Unsere Banken haben an die PIIG(F)S Kreditforderungen in Höhe von 519,5 Mrd € (Stand 2010).
    Im Dez. 2011 und Febr. 2012 hat die EZB entgegen allen Verträgen 1018,7 Mrd. € an die PIIG(F)S-Bankster verschenkt, damit diese Staatsanleihen ihrer Regierung aufkaufen können und somit die Fata-Morgana wieder ein paar Monate verlängern konnten.
    Dann drucken die Zentralbanken der PIIG(F)S Scheinchen, um ihren Staatshaushalt zu finanzieren, ohne die erforderlichen Reformen umsetzen zu müssen. Leider habe ich noch keine Quelle dazu gefunden, um wie viele Billionen es sich hierbei handelt.
    Wir sollten uns künftig auf seriöse Geschäftspartner beschränken, z.B. den BRICS, die auch in der Lage dazu sind, mit Rohstoffen unsere Rechnungen bezahlen zu können. 1987, 1988 und 1990 wurden wir mit hohen Löhnen und einer starken D-Mark Exportweltmeister. Unsere Exporte wurden bezahlt und nicht verschenkt. So entstand unser Wohlstand.

  • „Die Euro-Krise droht, die robuste wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland zunichte zu machen. Nur der Export kann noch Schlimmes verhindern.“
    Ach tatsächlich?
    Wie soll das denn vonstatten gehen, wenn in der EU die Handelspartner wegbrechen und China ebenfalls in eine Rezession schliddert? Der Export ist stark zurückgegangen. Das ist die Wahrheit. Wir werden belogen, dass sich die Balken biegen! Aber alles „Schönreden“ hilft nicht, die Tatsachen werden uns einholen, ob wir wollen oder nicht!

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