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BIP Konsum schiebt Wirtschaft im dritten Quartal an

Konsumfreudige Verbraucher und rege Investitionen von Unternehmen haben das deutsche Wirtschaftswachstum im dritten Quartal angeschoben. Doch die Aussichten bleiben trübe - die Euro-Zone steht vor einer Rezession
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Der private Konsum hat die deutsche Wirtschaft angetrieben. Quelle: dapd

Der private Konsum hat die deutsche Wirtschaft angetrieben.

(Foto: dapd)

Berlin/WiesbadenDie Verbraucher haben der deutschen Wirtschaft im dritten Quartal zu deutlich mehr Wachstum verholfen. Das Bruttoinlandsprodukt legte von Juli bis September um 0,5 Prozent zum Vorquartal zu, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit und bestätigte damit eine erste Schätzung. Impulse kamen vor allem aus der Binnenwirtschaft: „Es wurde insbesondere mehr konsumiert, aber auch mehr investiert als im Vorquartal.“ Die Verbraucher gaben 0,8 Prozent mehr aus als im Sommer. Einen höheren Anstieg des privaten Konsums hatte es zuletzt im Frühjahr 2007 gegeben.

Für Schwung sorgten auch die Unternehmen, die ihre Investitionen in Maschinen, Fahrzeuge und andere Ausrüstungen um 2,9 Prozent hochschraubten. Die Bauausgaben gingen dagegen nach dem starken Jahresbeginn um 0,7 Prozent zurück. Der Außenhandel schob die Wachstum kaum an, da die Exporte mit 2,5 Prozent und die Importe mit 2,6 Prozent ähnlich stark zulegten.

Auch wenn die heimische Wirtschaft mit einem Wachstum von 0,5 Prozent nach 0,3 Prozent im Frühjahr wieder Fahrt aufgenommen hat, sind die Aussichten alles anderes als rosig. Die Industrie verbucht sinkende Aufträge und fährt ihre Produktion herunter, da wegen der Schuldenkrise und der globalen Konjunkturabkühlung das Exportgeschäft schwächelt.

Deutschland steht zwar noch besser da als viele andere Euro-Ländern, könnte sich aber kaum abkoppeln, wenn der Währungsraum wieder in die Rezession rutscht. Für 2011 sagen Experten noch ein Wachstum von rund drei Prozent voraus, das sich aber im nächsten Jahr auf unter ein Prozent abschwächen dürfte.

Im Jahresvergleich ergab sich ein Wachstum von 2,5 Prozent - nach 3,0 Prozent im Vorquartal.

Brexit 2019
  • rtr
  • dpa
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