Bundesagentur für Arbeit 2.873.000 Deutsche sind ohne Job

Die Arbeitslosenzahl ist im Dezember gestiegen, jedoch schwächer als erwartet. Insgesamt sind 2.873.000 Deutsche arbeitslos – rund 67.000 mehr als im Vormonat. Die Arbeitsagentur schiebt den Anstieg auf die Jahreszeit.
Update: 07.01.2014 - 12:39 Uhr 16 Kommentare
Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, gibt die aktuelle Arbeitslosenzahl bekannt. Quelle: dpa

Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, gibt die aktuelle Arbeitslosenzahl bekannt.

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NürnbergMit dem milden Winter hat sich der Arbeitsmarkt in Deutschland im Dezember besser entwickelt als für die Jahreszeit üblich. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) registrierte zum Jahresende 2,873 Millionen Erwerbslose, wie die Behörde am Dienstag in Nürnberg mitteilte. Das seien 67.000 mehr gewesen als im November und 33.000 mehr als vor einem Jahr. In den vorherigen Jahren hatte die Arbeitslosenzahl im Dezember um rund 80.000 zugenommen.

Erstmals seit 2009 ist im vergangenen Jahr die Arbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt wieder leicht gestiegen. Sie legte um 53.000 zu, blieb mit 2,95 Millionen aber auf dem zweitniedrigsten Stand seit 1991. Gleichzeitig stieg die Erwerbstätigenzahl auf 41,84 Millionen und damit auf den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung.

BA-Chef Frank-Jürgen Weise sagte, die Arbeitslosigkeit sei im Dezember allein aus jahreszeitlichen Gründen gestiegen. Saisonbereinigt ging die Arbeitslosenzahl im Vormonatsvergleich überraschend um 15.000 zurück. Banken-Volkswirte hatten keine Veränderung erwartet.

Die neue Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) bezeichnete die aktuellen Zahlen als guten Start ins Jahr 2014. Die Daten zeigten, dass die Beschäftigungssituation „sehr wetterfest ist“, sagte Nahles am Dienstag in Berlin. Nahles fügte hinzu: „Das ist eine gute Nachricht für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.“

Nahles wies darauf hin, dass im Dezember zwar die Beschäftigung gestiegen sei, aber auch die Zahl der Arbeitslosen. Daher wolle sie ein besonderes Augenmerk auf deren Ausbildung und Qualifizierung legen. Denn oft stimme die Ausbildung insbesondere von Langzeitarbeitslosen nicht mit dem Bedarf auf dem Arbeitsmarkt überein. Bei jüngeren Menschen gehe es dabei auch um eine zweite Chance für Berufs- und Bildungsabschlüsse.

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16 Kommentare zu "Bundesagentur für Arbeit: 2.873.000 Deutsche sind ohne Job"

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  • An Rene es ist richtig die Statistiken zu lesen (circa. 5 Millionen Hartz 4 Empfänger).

    Die Arbeitslosenhilfe wurde vor vielen Jahren abgeschafft und jetzt wird man ein Hartz 4 Empfänger nach einen Jahr (Jeder)!

    Sie finden unter den Hartz 4 Empfänger viele Menschen die arbeiten wollen und können (Alleinerziehende, Ältere) und die Reisemöglichkeit zu einem neuen Arbeitsplatz ist ein wenig erschwert (Ein Hartz 4 Empfänger hat für drei Monate keinen Anspruch auf Hartz 4 wenn er die Stadt wechselt)

    Warum Ausländer/Wirtschaftsflüchtlinge nach der Einreise Hartz 4 erhalten ist dagegen schleierhaft.

    Natürlich finden sie unter den Hartz 4 Empfänger viele Ausländer (über 40 Prozent) die keine Ausbildung besitzen, die deutsche Sprache nicht beherrschen und keine Fähigkeit besitzen die in meinem Land nachgefragt wird.

    Diese Menschen sind teuer (Zahlung an Hartz 4, Rente, Krankenkassebeiträge, Kindergeld) und führt dazu, daß unsere Sozialabgaben steigen (höhere Rentenbeiträge, höhere Krankenkassenbeiträge, höhere Steuern) und damit steigt auch die Arbeitslosigkeit.

    Wenn wir diese Belastungen nicht haben (siehe 60er Jahre) hätten wir geringer Steuern und mehr Arbeit für alle.

  • GerdWagnr
    da gebe ich Ihnen völlig Recht.
    Da nehmen unser staatshörigen Journalisten einfach die Zahlen die das Arbeitsamt ihnen gibt, anstatt mal richtig nachzuforschen.
    Wann wird denn mal wieder richtiger und guter Journalismus gemacht?

  • Weil die Gesundheitskosten stärker steigen als Krankenkassenbeiträge (Burn Out ist heute "in").
    Weil die Migraten auf HartzIV-Niveau hochgestuft wurden.
    Weil die (zusätzlichen) Rentenwahlgeschenke verteilt werden zu Lasten der Beitragszahler und weil die Rentenbezugsdauer steigt.
    Und ich bin mir sicher, es gibt noch mehr Gründe als die Lüge, die sie versuchen zu suggerieren.

  • @ Freidenker

    Zitat : Es ist total auffällig wie Sie immer versuchen mich nieder zu machen :)

    - wer wird denn gleich weinen ? Niemals war es meine Absicht, Sie niederzumachen......!

    Aber auf den richtigen Weg bringen ( weg vom Krszypansky, denn > Sie immer zitieren ).

  • @ tolbiac

    Zitat : Würde qualifizierten Arbeitssuchenden im Alter von 55+ ernsthaft die Chance gegeben

    - wo denken Sie hin...????

    Diese Volksgruppe kann man doch nicht mit Mindestlöhnen abspeisen ! Die sind für die "Unternehmen" schlicht und einfach zu teuer ! Die ersetzt man zu gerne durch ausländische "Fachkräfte", meistens ohne Sprachkenntnisse !

    Und ausserdem sind sie in der Arbeitslosenstatistik und Harz-Bedürftigen - Statistik NICHT erfasst !

    Die müssen bis zu ihrer schäbigen Rente ( Ausfall der Beitragszahlung ) erst mal ihren Fleiß ( Haus, Auto, Boot ) verwerten und tun keinem weh !

    Diese Schicht wird genauso verarscht, wie die Berufsanfänger nach ihrer Ausbildung ( kostenloses Malochen zum Null-Tarif ).

    Hauptsache, die Zahlen der Amts-Schmarotzer stimmen nach oben !


  • @Vicario

    Ich hoffe Sie werden für Ihren Mist, den Sie hier ab und an absondern auch gut bezahlt!

    Es ist total auffällig wie Sie immer versuchen mich nieder zu machen :)

    Ja wer die Bibel richtig liest, versteht das System :-P

    Die Sonnenkönige tummeln sich auf dem Planten.

  • Regt euch nicht auf. Auch SGB-Transfergeldempfänger werden veröffentlicht. Macht euch doch mal die Mühe, die Statistik selbst zu lesen.
    Und HartzIV-Empfänger sind idR nicht grundlos Transfergeldempfänger, entweder bieten sie nicht die nachgefrage Qualifikation an oder nicht am richtigen Ort.
    Oder erwartet ihr, dass der Saturn-Markt seinen Verkaufsladen nach Brandenburg verschifft, nur weil die Arbeitslosen nicht bereit sind, nach Stuttgart umzuziehen? Arbeitsplätze gibts eben nicht an der Haustür.

  • Merkwürdig, weshalb bei einer so geringen Arbeitslosenquote ständig die Sozialabgaben steigen. Glaube keiner Statistik außer du hast sie selbst gefälscht. Interessant wäre noch das Durchschnittseinkommen, ohne dies sind die Zahlen nämlich wertlos.

  • Sind die Medien nicht die 4. Macht? Oder fassen sie bei Judikative, Legistlative und Exekutive 2 zusammen?

  • Würde qualifizierten Arbeitssuchenden im Alter von 55+ ernsthaft die Chance gegeben, sich in Vorstellungsgesprächen zu präsentieren, ohne diese Altersgruppe schon im Vorfeld zu selektieren, wäre ein großer Schritt getan, die Erwerbslosenquote zu reduzieren. Die dann in Lohn und Brot stehenden 55+ Erwerbstätigen zahlen ja auch in die Rentenkasse ein, bekommen später eine auskömmliche Rente und fallen später der Allgemeinheit nicht zur Last, da Altersarmut abgewendet wird. Eine win-win Situation für Staat und Arbeitnehmer, aber bornierte Personalabteilungen machen stets einen Strich durch diese Rechnung.

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