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China Mauer Ausblick für das Reich der Mitte

Das geringste Wachstum seit 23 Jahren – die chinesische Wirtschaft stockt, die bombastischen Zuwächse sind Vergangenheit. Doch die Bilanzen werden auch ehrlicher, Politiker helfen weniger nach. Das könnte sich auszahlen.
12.07.2013 - 09:37 Uhr Kommentieren
Er nimmt die geringeren Zuwachsraten in Kauf, um den Staat langfristig ein wenig robuster zu machen: Der chinesische Präsident Xi Jinping, der zum Jahreswechsel die Staatsgeschäfte übernahm und einiges verändern will. Quelle: ap

Er nimmt die geringeren Zuwachsraten in Kauf, um den Staat langfristig ein wenig robuster zu machen: Der chinesische Präsident Xi Jinping, der zum Jahreswechsel die Staatsgeschäfte übernahm und einiges verändern will.

(Foto: ap)

Schanghai Chinas Regierung stellt sich auf eine deutliche Konjunkturabkühlung ein. Das Wachstum in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft könnte in diesem Jahr auf sieben Prozent zurückgehen, sagte Finanzminister Lou Juwei am Freitag in Washington am Rande von US-Chinesischen Handelsgesprächen der Nachrichtenagentur Xinhua zufolge. „Trotz der Verlangsamung von Chinas Wachstumsrate, zahlen sich die Strukturreformen aus.“ Sollte das Plus im Gesamtjahr tatsächlich so gering ausfallen, wäre es das erste Mal, dass China das von der Regierung verordnete Wachstumsziel verfehlt. Die Führung in Peking rechnet offiziell für 2013 mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um 7,5 Prozent – schon das wäre das geringste Wachstum seit 23 Jahren.

Analysten gehen nicht davon aus, dass die Zielmarke nun geändert wird. Dafür sei die Zustimmung des Nationalen Volkskongresses nötig, und deswegen müsse man zunächst darauf warten, dass die Regierung mehr Informationen bekanntgebe, sagte Zhiwei Zhang, Volkswirt bei Nomura in Hongkong. Annette Beacher von TD Securities rechnet jedoch damit, dass das Wachstum in der zweiten Jahreshälfte deutlich geringer ausfallen könne. Rein rechnerisch dürfte das Wachstum in den letzten sechs Monaten des Jahres nur bei sechs Prozent liegen, um für das Gesamtjahr auf sieben Prozent zu kommen.

Das sind die wertvollsten Unternehmen Chinas
File photo of Sinopec logo at one of its gas stations in Hong Kong
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Platz 10: Sinopec Group

Auf dem zehnten Platz der nach Markenwert wertvollsten Unternehmen Chinas ist die Sinopec Gruppe. Das Unternehmen ist einer der größten Energie- und Chemiekonzerne des Landes.

Ansonsten finden sich unter den nach Markenwert wertvollsten Unternehmen Chinas vor allem Finanzinstitute.

(Foto: Reuters)
Kweichow
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Platz 9: Kweichow Moutai

Auf dem neunten Platz der wertvollsten Marken Chinas ist Kweichow Moutai. Das Unternehmen mit einem Imagewert von knapp 13 Milliarden US-Dollar produziert und vertreibt Schnaps und hat eine Marktkapitalisierung von 34 Milliarden US-Dollar.

Das Bild zeigt einen Screenshot der Webseite des Unternehmens.

People walk past the head office of Bank of China in Beijing
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Platz 8: Bank of China

Die Bank of China ist nach Marktkapitalisierung das sechsgrößte Geldinstitut der Welt. Entsprechend wertvoll ist ihr Name, Millward Brown schätzt ihn auf 13,6 Milliarden Dollar. In ihrem Heimatland belegt die Bank of China damit den achten Platz im Markenranking, weltweit den 61. Die Deutsche Bank hingegen taucht in dem weltweiten Markenranking gar nicht auf.

(Foto: Reuters)
A woman walks past China Life Insurance Co Ltd headquarters building at Beijing's Financial Street
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Platz 7: China Life Insurance

Das Unternehmen kommt im Markenranking von Millward Brown auf einen Wert von 14,4 Milliarden Dollar. Im weltweiten Ranking der Unternehmen führt die Firma die Versicherungskonzerne an.

(Foto: Reuters)
huGO-BildID: 18745076 Chinese tourists wearing red caps wait for their bus in front of an historical building housing a Shanghai branch of the Agricu
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Platz 6: Agricultural Bank of China

Mit einem Markenwert von 17 Milliarden US-Dollar belegt die Agricultural Bank of China den sechsten Platz im chinesischen Markenranking. Weltweit steht sie damit an 38. Stelle.

(Foto: AFP)
File picture shows the Tencent headquarters at Nanshan Hi-Tech Industrial Park in Shenzhen
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Platz 5: Tencent Holdings

Das nach Markenwert fünftbeste chinesische Unternehmen ist noch recht jung. Der Anbieter von Internetspielen und Bezahlsystemen wurde erst 1998 gegründet. Bereits im Jahr 2011 hatte jedoch etwa der Instant-Messenger des Unternehmens über 700 Millionen registrierte Nutzer – das entsprach in dem Jahr mehr als der Hälfte der gesamten chinesischen Bevölkerung.

(Foto: Reuters)
BAIDU.COM OFFICE
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Platz 4: Baidu

Baidu, das chinesische Google, ist im chinesischen Markenranking an vierter Stelle. Der Name des Suchmaschinenkonzerns ist der Studie von Millward Brown zufolge rund 23 Milliarden US-Dollar wert. Im dritten Quartal vergangenen Jahres setzte Baidu fast eine Milliarde Dollar um, was einer Steigerung von fast 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entsprach. An der Börse kostet eine Aktie derzeit 110 US-Dollar.

Laut Angaben des Unternehmens ist die chinesische Netzgemeinde mit rund einer Milliarde Nutzern die größte der Welt.

(Foto: ap)

Erst im vergangenen Monat hatte Vize-Präsident Li Yuanchao gesagt, China sei in der Lage, in der Zukunft Wachstumsraten von sieben Prozent zu schaffen. Am Montag werden die Daten für das zweite Quartal vorgelegt. Von der Agentur Reuters befragte Analysten gehen davon aus, dass die Wirtschaft im Frühjahr um 7,5 Prozent verglichen mit dem Vorjahr zugelegt hat, nach 7,7 Prozent zu Jahresauftakt.

Noch vor wenigen Jahren hätte die chinesische Regierung bei derart geringen Wachstumsraten mit Konjunkturpaketen die Wirtschaft in Schwung gebracht. Doch die Führung unter Präsident Xi Jinping und Ministerpräsident Li Keqiang nimmt nun auch geringere Zuwachsraten in Kauf. Sie will die Wirtschaft unabhängiger von Exporten machen und geht gegen den ausufernden Schattenbanken-Bereich vor. In China verleihen nicht nur Banken Geld – viele Unternehmen und Kommunen bedienen sich auch spezieller Kreditvehikel, die nicht in den Bilanzen der Banken aufgeführt sind. Der Schattenbanken-Sektor gilt inzwischen als eines der größten Risiken für die chinesische Wirtschaft.

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    Zuletzt schon hatte das Wachstum spürbar an Fahrt verloren. So brachen die Exporte erstmals seit anderthalb Jahren ein. Dabei spielte neben der schwächeren internationalen Nachfrage aber auch eine Rolle, dass die Regierung in Peking verstärkt gegen gefälschte Rechnungen vorgeht, welche das Exportvolumen in diesem Jahr künstlich aufgebläht hatten.

    • rtr
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