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Dämpfer für Konjunktur Amerikas Einzelhandel bricht ein

Das ist ein schlechtes Vorzeichen für die US-Konjunktur. Zum zweiten Mal in Folge sind die Einzelhandelsumsätze gesunken. Die Amerikaner werden vorsichtig. Dabei sind die USA auf einen starken Konsum angewiesen.
13.06.2012 Update: 13.06.2012 - 15:58 Uhr 7 Kommentare
Wo sind nur die Kunden hin? Der US-Einzelhandel klagt über rückläufige Umsätze. Ein schlechtes Zeichen für die Konjunktur. Quelle: AFP

Wo sind nur die Kunden hin? Der US-Einzelhandel klagt über rückläufige Umsätze. Ein schlechtes Zeichen für die Konjunktur.

(Foto: AFP)

Washington Die US-Einzelhändler haben den zweiten Monat in Folge Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. Im Mai hatten sie 0,2 Prozent weniger in den Kassen als im April, wie das Handelsministerium in Washington am Mittwoch mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit diesem Rückgang gerechnet.

Die frischen Anzeichen für eine Schwäche der US-Konjunktur haben die Kurse an der Wall Street zu Handelsbeginn zweitweise ins Minus gedrückt. Die Daten versetzten dem ohnehin angeschlagenen Vertrauen einen weiteren Stoß, sagte Todd Schoenberger von der BlackBay Group. Die Einzelhandelsdaten gelten als wichtiger Indikator für die Konjunkturentwicklung in den USA, da deren Wirtschaftsleistung zu mehr als zwei Dritteln vom privaten Konsum abhängt. "Die Verbraucher halten sich zurück", sagte Michael Brown, Ökonom bei Wells Fargo, der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Klammert man den Autosektor aus, fielen die Umsätze allerdings um 0,4 Prozent und damit so stark wie seit zwei Jahren nicht. Die sinkenden Benzinpreise sorgten dafür, dass die Umsätze an den Tankstellen überdurchschnittlich um 2,2 Prozent zurückgingen. Die Daten seien durchweg keine guten Nachrichten, sagte ING-Analyst Rob Carnell. "Die Verbraucher bleiben recht vorsichtig", ergänzte Peter Cardillo von Rockwell Global Capital.

Immerhin: Der Inflationsdruck in den USA nimmt wegen sinkender Ölpreise ab. Nach den Einfuhrpreisen sanken im Mai auch die Erzeugerpreise deutlich, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Die Preise ab Fabriktor fielen um 1,0 Prozent zum Vormonat und damit so stark wie seit Juli 2009 nicht mehr. Von Reuters befragte Analysten hatten ein Minus von 0,6 Prozent erwartet. Hauptgrund für die Entwicklung war der Rückgang der Energiepreise um 4,3 Prozent. "Der bis vor kurzem von den Energiepreisen ausgehende Aufwärtsdruck kehrt sich allmählich ins Gegenteil um", sagte Postbank-Ökonom Heinrich Bayer. "Der Druck in der Preispipeline lässt aktuell rasch nach."

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    Wegen sinkender Preise für Öl und Lebensmittel hatten sich im Mai auch die Einfuhren in die USA um ein Prozent verbilligt und damit so stark wie zuletzt im Juni 2010.





    • rtr
    Startseite
    7 Kommentare zu "Dämpfer für Konjunktur: Amerikas Einzelhandel bricht ein"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Tja, der Amerikanische Arbeitsmarkt.
      Es lief mal eine gute Reportage über Amerika!
      Viele Kindergärten sind mittlerweile gezwungen 24 Stunden geöffnet zu haben, immer mehr Eltern haben Ihren einstmals guten Job verloren, und haben Heute drei bis vier Billig Jobs in Geschäften und Fast Food Ketten. Viele Kinder verbringen dadurch die meiste Zeit nicht mehr mit den Eltern sondern Leben praktisch im Kindergarten. Daran muß ich immer denken, bei neuen positiven Zahlen vom Amerikanischem Arbeitsmarkt!

    • Was mir in der ganzen bisherigen Diskussion immer noch fehlt ist ein Nachdenken ob wir es langsam nicht auch mit "gesättigten" Märkten zu tun haben könnten ... diese Diskussion wäre sicherlich auch für unser aller und die Gesundheit unserer Umwelt ebenfalls dankbar - ich bin bei jedem biologischen System (z.B.) unser Gartenteich nämlich auch froh wenn die Algen nicht ständig blühen - sonst kippt der Teich nämlich und alles stirbt ab ..., Grüße aus Innsbruck, Österreich - Oberlechner

    • @bjarki

      Wo ist das Problem mit einer Deflation? Wenn eine Volkswirtschaft irrationale inflationaere Preise verlangt, dann gibt es keinen anderen Weg - siehe Griechenland. Ansonsten hat Bernanke weder den Konsum angekurbelt noch Arbeitsplaetze geschaffen. Er hat nur ein gigantisches Staatsdefizit billigst durch sein Geldgedrucke ermoeglicht und eine der groessten Bubbles in der Finanzgeschichte geschaffen.

    • Hm, richtig. Da ist ja noch echter Waffenbedarf. Diesen Wirtschaftszweig darf man natürlich nicht vergessen. Denn wenn es keine Nahrungsmittel und Medikamente, mangels Devisen, sein können, Waffen gehen immer.
      Die Pillen verteilt man besser im eigenen Land, wegen der guten Preise.

    • wenn Bernanke nicht waere, haette die USA jetzt eine satte Deflation. Aber das ist hoehere Mathematik, das versteht von den Eurorettern keiner. Die Zahlen sollten noch ein bischen anhalten ( die schlechten), dann waere Obama mit seinem Semisozialismus bald Geschichte.

    • Natürlich in die immer, die ewig aufsteigenden Schwellenländer! Die sind doch etwa in 1950, also noch 40 Jahre Aufschwung von jährlich mindestens 8%, immer im willkürlich gesetzt 5-jährigen Durschnitt. Aber, diese Schwelle haben "netshadow" offenbar noch nicht genommen oder geöffnet.

    • So ein Mist, wohin exportieren wir dann?

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