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„Das schwächste Glied in der Kette bleibt der deutsche Verbrauch" Ökonomen warnen vor zu großer Euphorie

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Weitere Analysten-Statements im Überblick:

Ulrike Kastens, Sal. Oppenheim

„Zunächst bestätigen die Zahlen, dass sich die Verfassung der deutschen Wirtschaft zunehmend verbessert, auch der Start in das Jahr 2006 wird gut. Vor allem war positiv, dass die Geschäftslage sich markant verbessert hat. Die Unternehmen profitieren vom Außenhandel und die Auftragslage hat sich weiter verbessert, aber wir rechnen auch mit einer Belebung der Binnennachfrage. Positiv war auch, dass sich die Komponenten für Groß- und Einzelhandel deutlich verbessert haben. Wir sind allerdings skeptisch, ob diese Stimmungsverbesserung dauerhaft anhält, weil immer noch die entscheidenden Impulse vom Arbeitsmarkt ausbleiben. Wir brauchen letztlich einen kräftigen Anstieg der verfügbaren Einkommen.

Ich glaube nicht, dass die EZB deswegen schneller die Zinsen erhöhen wird, denn sie macht Politik für die ganze Euro-Zone und nicht nur für Deutschland.“

Andreas Scheuerle, Dekabank

„Das ist eine große Freude. Wir haben nach dem ZEW bereits unsere Prognose hochgenommen und sind immer noch überrascht worden. Zwei Gründe sind zentral: Für die Geschäftslage war sicherlich der Einzelhandel entscheidend, wo das Weihnachtsgeschäft besser gelaufen ist als befürchtet, und für die Erwartungskomponente war sicher von Relevanz, dass die Wachstumsprognosen deutlich nach oben genommen wurden.

Der Aufschwung ist schon sehr kräftig, in dem Tempo kann es auf Dauer fast nicht weitergehen, aber wir befinden uns in einer Aufschwungphase und die wird noch anhalten. Die EZB wird deshalb jedoch wohl trotzdem nicht direkt mit einer weiteren Zinserhöhung nachlegen, denn ein der Teil der positiven Entwicklung für kommendes Jahr ist politisch verursacht durch die Mehrwertsteuererhöhung. Und 2007 wird das böse Erwachen kommen und das muss die EZB auch wissen.“

Matthias Rubisch, Commerzbank

„Das ist zwar eine freudige Überraschung, aber wir sind uns nicht ganz sicher, was der Ifo-Index uns über die Zukunft sagt. Alle Indikatoren zeigen bereits seit Monaten, dass es in der Industrie wirklich sehr gut läuft. Lage und Erwartungen sind parallel gestiegen - das bereitet uns etwas Sorgen, weil die Erwartungskomponente normalerweise in die Zukunft weist, während die Lagekomponente eher rückwärtsgewandt ist. Deshalb würden wir sagen, der Ifo zeigt uns nur, dass die Lage derzeit in der Industrie sehr gut ist. Er sagt uns aber wahrscheinlich nichts darüber, wie sie in drei Monaten sein wird. Es ist ein sehr industrielastiger Index. Es ist zwar ein positives Signal, aber man kann nicht daraus ableiten, dass es in den nächsten Monaten stetig weiter nach oben geht.“

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