Deutsche Wirtschaft Bundesbank rechnet mit Belebung der Konjunktur

Sinkende Arbeitslosenzahlen, gute Stimmung in den Chefetagen: Die Bundesbank glaubt, dass die Wirtschaft anziehen wird - trotz des schlechten Jahresstarts der Konjunktur in Deutschland.
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Die Bundesbank erwartet trotz des schwachen Jahresauftakts ein Anziehen der Konjunktur in Deutschland. Quelle: dpa

Die Bundesbank erwartet trotz des schwachen Jahresauftakts ein Anziehen der Konjunktur in Deutschland.

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Frankfurt/MainDie Bundesbank erwartet trotz des schwachen Jahresauftakts ein Anziehen der Konjunktur in Deutschland. "Der zögerliche Start in das Jahr 2013 stellt nicht die Perspektive einer konjunkturellen Belebung der Wirtschaftstätigkeit infrage", schreibt die Bundesbank in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht. So habe sich die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft im Februar aufgehellt, die Unternehmen stellten zusätzliche Arbeitskräfte ein, die sinkende Arbeitslosigkeit sorge für Optimismus bei den Verbrauchern. Bei den Investitionen zeichne sich dagegen noch keine wesentliche Besserung ab.

Dabei spiele die Krise in den Ländern am Rande der Euro-Zone eine Rolle: Sie sei wohl auch mit verantwortlich für die auffällige Investitionszurückhaltung in Deutschland, schrieben die Experten. Das habe den Abbau der deutschen Leistungsbilanzüberschüsse gebremst, weil gerade Ausrüstungsinvestitionen zu einem großen Teil importiert würden. Seit mehr als fünf Jahren übertreffe der Leistungsbilanzüberschuss den Schwellenwert von sechs Prozent der Wirtschaftsleistung, der im Rahmen der EU-Überwachung wirtschaftlicher Ungleichgewichte von Bedeutung sei.

Die reichsten Bundesländer Deutschlands
Magdeburg auf erstem Platz in Dynamik-Rangliste
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Am wenigsten Geld zum Ausgeben haben die 2.313.280 Einwohner Sachsen-Anhalts (auf dem Bild ist Magdeburgs Altstadt zu sehen). Der Kaufkraft-Index liegt bei 82,3 Prozent – oder bei 16.970 Euro. Der deutschlandweite Durchschnitt pro Einwohner liegt bei 20.621 Euro. Damit landet das Bundesland auf Platz 16.

Die Angaben beruhen auf einer Untersuchung der GfK GeoMarketing GmbH.

Graues Novemberwetter in Mecklenburg
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Platz 15 für Mecklenburg-Vorpommern: Dort liegt der Kaufkraft-Index bei 82,3 Prozent oder 17.421 Euro. Damit gehört das Land auch eher zu den Schlusslichtern.

(Bild: Die Bootsstege im Müritz-Hafen von Röbel).

Räumfahrzeug in Dresden
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Auch die Sachsen haben 2013 weniger Geld für Konsum übrig, als der deutschlandweite Schnitt – nämlich 17.544 Euro (Index: 82,8) – allerdings noch mehr als 2013, da waren es nur 17.179 Euro. Platz 14 für das Bundesland im Osten.

(Bild: Theaterplatz mit dem Reiterstandbild König Johanns und der Hofkirche in Dresden.)

Mobile gläserne Bratwurstmanufaktur
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Platz 13 für Thüringen. Die 2,17 Millionen Einwohner haben 2013 im Schnitt 17.553 Euro für Konsum zur Verfügung. Auch damit liegt das Land noch weit unter dem Schnitt (Kaufkraftindex: 82,9 Prozent)

(Foto: Besucher des Bratwurstmuseums in Holzhausen.)

Buslinie über die Oder startet
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Mit einem Kaufkraftindex von 88,5 und 18.245 Euro Kaufkraft pro Einwohner geht Platz 12 an Brandenburg. (Foto: Die Stadtbrücke, die Frankfurt (Oder) mit dem polnischen Slubice verbindet.)

Germany Daily Life
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Besser stehen die Berliner da. Platz 11 geht an das Land mit den 3,5 Millionen Einwohnern. Dort haben die Menschen 18.757 Euro pro Einwohner für Konsumausgaben übrig – damit liegt der Index bei 91 Prozent. Damit geht das Ranking mit einem westdeutschen Land weiter… (Das Foto zeigt das Holocaust-Denkmal in Berlin.)

96. Deutscher Katholikentag in Saarbrücken
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…und zwar mit dem Saarland. Mit 19.684 Euro pro Einwohner (994.287) und einer Kaufkraft von 92,9 Prozent liegt das Land immer noch unter dem Schnitt: Platz 10.

(Foto: Die St. Johann-Basilika in der Altstadt von Saarbrücken.)

Die Bundesbank sprach sich gegen Konjunkturpakete in Deutschland aus, um die Binnennachfrage kurzfristig zu beleben und so die Ungleichgewichte zu reduzieren. "Gefordert sind vielmehr politische Anstrengungen, den notwendigen Anpassungsprozess in den Krisenländern fortzuführen und einen tragfähigen institutionellen Rahmen für die Währungsunion insgesamt zu schaffen", schrieb sie.

Zu Jahresauftakt sei die Wirtschaft hinter den Erwartungen geblieben, die von der Beruhigung der Lage an den Finanzmärkten und der Verbesserung der Stimmungsindikatoren geweckt worden seien, schrieben die Experten. Die Industrie hatte im Januar weniger Aufträge erhalten, während die Produktion stagnierte. Ende 2012 war die Wirtschaftsleistung in Deutschland mit 0,6 Prozent so stark eingebrochen wie seit Beginn der Krise Anfang 2009 nicht mehr. Die Bundesbank rechnet für das laufende Jahr mit einem Wachstum von 0,4 Prozent. 2012 waren es noch 0,7 Prozent Wachstum. (Reporterin: Christina Amann, redigiert von René Wagner)

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