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DIW-Präsident Zimmermann lässt seine Mannschaft warten

Eigentlich sollte DIW-Präsident Klaus Zimmermann seine Berliner Mitarbeiter gestern über aktuelle Entwicklungen des Landesrechnungshofberichts informieren, doch ein Schneechaos hinderte den Ökonomen an seiner Abreise aus Washington. Am heutigen Freitag darf Zimmermann dann aber ran. Ob er etwas Neues zu berichten hat, darf bezweifelt werden.
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Der Rechnungshof wirft Klaus Zimmermann Mittelfehlverwendung in Höhe von sieben Millionen Euro vor; bislang hat der DIW-Präsident die Anschuldigungen heruntergespielt. Quelle: dpa

Der Rechnungshof wirft Klaus Zimmermann Mittelfehlverwendung in Höhe von sieben Millionen Euro vor; bislang hat der DIW-Präsident die Anschuldigungen heruntergespielt.

(Foto: dpa)

DÜSSELDORF. Das Schneechaos in den USA verschont nicht einmal deutsche Top-Ökonomen. Der Direktor des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit und Vorsitzende des Verwaltungsrats der Washingtoner Denkfabrik DIW DC, Klaus Zimmermann, musste „wetterbedingt“ eine für gestern geplante „Informationsveranstaltung“ des DIW-Vorstands in Berlin auf den heutigen Freitag verschieben – der viel beschäftigte Ökonom ist auch Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung und wollte seine Berliner Mitarbeiter „zu den aktuellen Entwicklungen des Landesrechnungshofberichts informieren“. Zuvor hatte der Wissenschaftssenat Zimmermann offenbar angehalten, die DIW-Belegschaft auf dem Laufenden zu halten. Zimmermann wurde während einer mehrtägigen USA-Reise vom Schnee überrascht, sodass er Berlin nicht rechtzeitig erreichen konnte.

Der Rechnungshof wirft dem DIW Mittelfehlverwendung in Höhe von rund sieben Mio. Euro vor. Unter anderem wird kritisiert, Zimmermann habe ein volles Gehalt vom DIW bezogen, obwohl er mehrere Institute leite. Zudem wirft der Rechnungshof dem DIW vor, durch unzulässige „In-sich-Geschäfte“ für das DIW bestimmte Gelder an das Washingtoner DIW DC umgeleitet zu haben. Mittlerweile ermittelt der Staatsanwalt wegen des Verdachts auf Untreue.

DIW-Insider rechnen nicht damit, dass Zimmermann seinen Mitarbeitern Neues verkünden werde. Auf früheren Mitarbeiterversammlungen hatte er stets versucht, die Schelte runterzuspielen.

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1 Kommentar zu "DIW-Präsident: Zimmermann lässt seine Mannschaft warten"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • irgendwie habe ich den Eindruck, dass sich der "Topökonom" Zimmermann öfter in Washington als in berlin aufhält. Und das, obwohl es an der Heimatfront lichterloh brennt. Der Mann scheint derartig abgehoben zu sein, dass er sich über den Ernst der Lage nicht im Klaren ist. Hybris?

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