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Entscheidung am Donnerstag Britische Ökonomen erwarten Zinsschritt

Wenn nicht alle Zeichen täuschen, endet die Zeit steigender Zinsen in Großbritannien. Der Geldpolitische Ausschuss der Bank von England (BoE) unter Vorsitz von Notenbankchef Mervyn King wird jedenfalls der überwiegenden Mehrheit britischer Volkswirte zufolge am Donnerstag zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahren die so genannte Repo-Rate senken.
  • Felix Schönauer (Handelsblatt)

LONDON. Derzeit liegt der britische Leitzins bei 4,75 Prozent – deutlich über dem Satz der Europäischen Zentralbank (EZB), der bei zwei Prozent liegt. Von 38 von Bloomberg befragten Bankökonomen erwarten nur drei, dass die Währungshüter am Donnerstag keinen Zinsschritt verkünden werden. Der Rest rechnet mehrheitlich mit einem Rückgang um 0,25 Prozentpunkte.

Bis August vergangenen Jahres hatten die Währungshüter die Zinsen insgesamt fünf Mal erhöht, um die überschäumenden Konsumausgaben der privaten Haushalte zu dämpfen und die Inflationsgefahr zu mindern. Das gelang ihnen beinahe schon zu gut, wie einige Beobachter meinen. „Die britische Wirtschaft reagiert nicht so, wie es das Geldpolitische Komitee erwartet hat“, sagt Geoffrey Dicks, Chefökonom der Royal Bank of Scotland.

In ihrem jüngsten Inflationsreport spricht die Bank von England zwar noch von einem Wirtschaftswachstum von 2,6 Prozent in diesem Jahr. Unabhängige Beobachter gehen jedoch davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt um nicht mehr als zwei Prozent steigen wird. „Verglichen mit Deutschland mag das ein Traumwert sein. Für Großbritannien ist es jedoch ziemlich schlecht“, sagt Dicks. Zumal es nicht der einzige ungünstige Indikator ist: Die Zahl der Anspruchsberechtigten für Arbeitslosenhilfe stieg zuletzt fünf Mal in Folge und das Verarbeitende Gewerbe rutschte in die Rezession. Wichtiger aber ist, dass der für die Wirtschaft wichtigere Dienstleistungssektor schwächelt, und die Hauspreise steigen so langsam wie seit zwölf Jahren nicht mehr.

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