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Euro-Krisenfonds Griechenland erhält weitere Milliarde aus Hilfspaket

Die Euro-Finanzminister haben die ausstehende Kreditzahlung an Griechenland freigegeben. Athen habe die Bedingungen erfüllt, sagt Eurogruppen-Chef Dijsselbloem. Dennoch stand die Freigabe lange auf der Kippe.
17.12.2013 Update: 17.12.2013 - 17:57 Uhr 15 Kommentare
Das griechische Parlament in Athen: Die laufende Prüfung der Geldgeber-Troika kann bald abgeschlossen werden. Quelle: dpa

Das griechische Parlament in Athen: Die laufende Prüfung der Geldgeber-Troika kann bald abgeschlossen werden.

(Foto: dpa)

Brüssel Griechenland hat sich nach monatelangem Gerangel von seinen internationalen Gläubigern weitere Finanzhilfen über eine Milliarde Euro gesichert. Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem kündigte am Dienstag an, die Euro-Zone werde dem hoch verschuldeten Land noch in dieser Wochen das Geld überweisen. Die Kredittranche musste von der Troika aus Internationalem Währungsfonds (IWF), EU und Europäischer Zentralbank (EZB) freigegeben werden. Griechenland wird mit Hilfszusagen über insgesamt 240 Milliarden Euro gestützt.

Die Regierung in Athen habe die Voraussetzungen für die Auszahlung der Tranche erfüllt, sagte der niederländische Finanzminister Dijsselbloem in Brüssel. Dazu gehörten die Modernisierung des öffentlichen Dienstes, Reformen im Justizsystem und Schritte zur Privatisierung zweier Wasser-Versorger. In den vergangenen Wochen hatten sich Vertreter der Troika immer wieder frustriert über die zähen Verhandlungen mit Griechenland geäußert. So hatte Dijsselbloem Ende November gewarnt, die Euro-Zone verliere langsam die Geduld. Die griechische Regierung stritt monatelang mit der Troika darüber, wie eine Lücke im Haushalt geschlossen werden soll.

Allerdings konnte Griechenland zuletzt einige Erfolge im Kampf gegen die Krise verbuchen. So zollte Bundeskanzlerin Angela Merkel dem Land jüngst „sehr große Hochachtung“, weil es in diesem Jahr einen Haushaltsüberschuss erzielt, sofern man die Zinszahlungen herausrechnet.

Die griechische Notenbank warnte jedoch am Dienstag, dass die Erfolge durch die drohende Spaltung der Bevölkerung in Gefahr seien. "Ein erhebliches Problem entsteht durch das politische Klima, das Grundzüge von Polarisierung und Konfrontation zeigt in einer Zeit, in der das Gegenteil erforderlich ist", erklärten die Athener Währungshüter.

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    Mehr zu: Euro-Krisenfonds - Griechenland erhält weitere Milliarde aus Hilfspaket
    15 Kommentare zu "Euro-Krisenfonds: Griechenland erhält weitere Milliarde aus Hilfspaket"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ein griechischer Politiker fährt mit einem nicht versicherten Fahrzeug (Geländewagen selbstverständlich) und gefälschten Kennzeichen (Auto dazu noch abgemeldet) über ein Stoppschild ohne anzuhalten. Was will uns diese kleine Geschichte sagen? In diesem Land macht vom kleinen Bürger bis zum größten Politiker jeder was er will. Aus diesem Grund würde ich zu dem Ergebnis kommen, dass dieses Land in einer europäischen Union nichts zu suchen hat. Schon die Aufnahme Griechenlands in die europäische Union war ein Fehler. Denn seit seiner Aufnahme zählt Griechenland zu den Ländern, die aus dem Topf des zur Verfügung stehenden Geldes nur herausholt. Es wird Zeit, dass die Bürger der restlichen Länder bei der anstehenden Europawahl im kommenden Jahr ihre Wahlentscheidung sehr gründlich überdenken.

    • Angaben von Politikern aus Griechenland glaube ich erst mal nicht. Ein paar Stichproben und Vermögen die nicht deklariert waren, werden zugunsten des Staatshaushalts konfiziert. Ist die Fehlerquote zu hoch, werden alle Angaben überprüft.
      Zusätzlich werden die betroffenen Politiker wegen Falschaussage angeklagt!

    • @ Berlinjoey

      Pssst, das darf man hier nicht schreiben, das ist politisch unkorrekt und wird zensiert! Schließlich sind die Griechen die Wiege der Demokratie, ihr Verbleiben im Euroraum alternativlos und ohnehin sind sie auf einem guten Weg *sarkastisch lach*

    • Ich bleibe dabei, die Griechen lügen und betrügen weiter, ungebremst. Und auch unsere Politiker lügen mittlerweile genauso im Zusammenhang mit der gescheiterten Euro-"Rettung".

      Merkels Amtseid ist eine einzige Farce.

    • Ich freu mich auch und hoffe, dass die AfD ein gutes Ergebnis einfährt.
      Zum Leidwesen der zwei großen Blöcke (Union und SPD) wurde die 5%-Hürde abgeschafft. In Deutschland gilt jetzt die 3%-Hürde, aber auch diese ist verfassungswidrig.

    • Gut so, sage ich das treibt zumindest die Wähler, bei den Europawahlen in die Arme von AfD, ich zumindest freu mich schon!

    • Kaum steht die neue Bundesregierung, schon wird die nächste Tranche an Griechenland freigegeben.
      Vorher langen sich Troika und Griechenland Monatelang in der Haaren. da es am Reformeifer mangelte.
      Auch jetzt schon lehnen die Griechen weitere Reformen ab.
      Aber Griechenland ist ja auf einem guten Weg!

    • Ach..plötzlich hat Griechenland die Bedingungen erfüllt. Wie lange lasst euch noch verarschen.

    • Griechenland ist für mich ein Student, der von der Uni 3000 Euro monatlich erhält und die Prüfungen nicht schafft. Die Uni hofft aber, dass der Student irgendwann doch die Prüfungen schafft und sich einen Job sucht und auf eigenen Beinen steht. Aber wieso sollte der Student das tun? Dann würde er die 3000 Euro nicht mehr bekommen.

      Wo ist der Anreiz? Reformen bedeuten zukünftig weniger Geld aus EUdSSR-Brüssel.

      Deswegen gibt es im richtigen Leben immer Reißleinen: Z.B. die automatische Exmatrikulierung.

      Das gibt es in der EUdSSR nicht und genau dort steckt der Systemfehler der Eurofanatiker.

      Ein Staatenbund funktioniert nicht wie eine "Familie". Es muß Regeln und Reißleinen geben. Die EUdSSR ist seit 2010 aber nichts anderes als eine illegale Mafia ohne Regeln und Verträge (alle selbst gebrochen!).

      Die Fehlkonstrunktion "Euro" war der größte Fehler in der Geschichte der Menschheit und muß rückgängig gemacht werden. Auch wenn die Eurofanatiker behaupten, dass das nicht geht. Wir reden nicht von der ersten, sondern von der 5. oder 6. Währungsunion der letzten 200 Jahren, die den Bach runter geht bzw. längst den Bach runter gegangen ist. Der alte "Euro" existiert nicht mehr! Er wurde durch einen illegalen Mafia-Euro ersetzt, der den Wohlstand in Deutschland massiv schädigen wird.

    • "Griechenland erhält weitere Milliarde aus Hilfspaket"

      Wie passt das zusammen?
      Heute lesen wir, dass Banken in den Krisenländern mit den Geldern der EZB heimische Staatsanleihen kaufen.

      Was ist denn jetzt ein Hilfspaket? Ist es das Geld der EU-Finanzminister oder das Geld der EZB, das über den Umweg der Banken in die Krisenländer gepumpt wird? Oder ist es beides?

      Letztlich ist es wohl beides und es Trickserei zu Lasten der Bürger. Vor dem Hintergrund der großen Koalition, bei der die Opposition ausgeschaltet wurde, kann das ein gefährlicher Zündstoff sein.

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