Euro-Zone Inflation steigt im August auf 2,6 Prozent

Die Steigerung ist höher als erwartet. Die Inflation in der Euro-Zone ist im August auf 2,6 Prozent geklettert. Grund dafür sind teure Nahrungsmittel und die steigenden Benzinkosten. Jetzt könnten Zinssenkungen folgen.
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Die Inflation in der Euro-Zone liegt bei 2,6 Prozent. Quelle: dpa

Die Inflation in der Euro-Zone liegt bei 2,6 Prozent.

(Foto: dpa)

Brüssel.Die Inflation in der Euro-Zone ist im August unerwartet kräftig gestiegen. Die Statistikbehörde Eurostat in Brüssel meldete am Freitag eine Jahresteuerung von 2,6 Prozent. Dabei dürften die gestiegenen Benzin- und Nahrungsmittelpreise eine Rolle gespielt haben, die auch in Deutschland die Teuerung nach oben trieben. Hierzulande waren die Preise im europäischen Vergleich (HVPI) zum Vorjahr um 2,2 Prozent gestiegen.

Die Inflationsrate ist nun höher als der EZB lieb sein dürfte, die am kommenden Donnerstag über die Zinspolitik entscheidet. Experten hatten lediglich mit einer Teuerung von 2,5 Prozent gerechnet. Ökonomen sind sich uneins, ob die Zentralbanker angesichts der gestiegenen Inflation eine Senkung des Schlüsselzinses von 0,75 auf das historisch niedrige Niveau von 0,5 Prozent wagen werden.

Die EZB sieht mittelfristig stabile Preise bei Werten von knapp unter zwei Prozent gewährleistet.

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11 Kommentare zu "Euro-Zone: Inflation steigt im August auf 2,6 Prozent"

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  • 2,6% mit einem politisch frisierten Warenkorb. Realistisch ist wohl 3,5%. Und nachdem uns das Ausland ja sagt, wir könnten mit 4% leben, wird das der Schäuble demnächst nachplappern (sowas Ähnliches hat dieser Mensch ja schon verbreiten wollen). Denn ansonsten, so die Drohung Schäubles, wäre ja der Frieden in Europa gefährdet, da der EURO = Frieden ist. Aha. Quatsch. Auch zu Zeiten der DM gabs nicht mehr oder weniger Frieden mit den europ. Nachbarn. Und da der EUR eine Transferwährung ist, gibts eher Probleme mit ihm als ohne ihn. EURO Papierwährung abschaffen. Sofort.

  • Machen wir uns nichts vor: der Euro ist eine südeuropäische Puff-Währung geworden und der EZB geht der ureigentliche Auftrag der Währungstabilität am ..........vorbei - sorry netikette müssen sein.
    Der Zinssatz müßte bei mindestens 3% sein, um die ganzen Blasen an Immobilien- Aktien- Staatsschulden und Rentenmärkten, incl. der steigenden Inflation einzufangen.
    Das Ende könnte/wird grausam sein - jedenfall wenn ich mich an meine VWL Vorlesungen erinnere. Wir haben ganz offensichtlich Faschingsprinzen am Ruder. Kein leichter job für Weidmann. Und Merkel geht in der Zwieschenzeit biersaufen in der bayerischen Provinz - toll

  • ELA läst grüssen

  • Die offiziellen Zahlen sind politisch.

    Welche Inflationsrate kommt raus, wenn der Warenkorb zugrunde gelegt wird, der einem Hartz4 Empfänger zusteht?
    Grundnahrungsmittel, einfache Kleidung, Miete, Nebenkosten?

  • Quelle Surprise? Vielleicht hilft ja eine weitere Zinssenkung, um die Inflation zu senken. Am besten gleich noch negative Zinsen, einfach per Dauerauftrag von den Sparern an die Banken überwiesen. "Fest steht und treu die Wacht am Main - Lieb` Euroland magst ruhig sein" Pah!

  • Die Wirtschaft in Euroland schwächelt derzeit, weil der staatliche und Kredit-basierte Konsum herunter gefahren wird, die Staaten also sparen.

    Als Folge steigt auch die Arbeitslosigkeit, denn es entfallen Jobs, welche an jenen unsoliden Staatshaushalten hingen.

    Sowie die begonnenen Strukturreformen greifen (welche wesentlich schneller umgesetzt werden als Schröders "Agenda 2010"), sollte dies die Wettbewerbsfähigkeit der Eurozone verbessern.

    Steigen dann die Exporte (z.B. nach China&Co), steigt auch der Außenwert des Euros wieder.

    Generell versucht man in der Eurozone, die Probleme ursächlich zu beheben, in den USA verkünden jedoch die Republikaner ein "weiter so!" in Sachen unsolider Wirtschaftspolitik und die FED finanziert dies...

    Der Weg der USA wirkt zwar kurzfristig, löst das problem aber nicht.
    Der Weg Eurolands hilft kurzfristig nicht, löst aber mittelfristig die aus mangelnder Wettbewerbsfähigkeit entstehenden Probleme.

    Gegen knappes Öl und dürrebasierte Ernteausfälle kann Euroland aber wenig machen, bzw. nur weniger Öl verbrauchen/verschwenden.

  • Was haben knappes Öl und Ernteausfälle wegen Dürre mit der Zentralbank zu tun?

    Heizt die Zentralbank die Erde auf und dreht den Ölhahn zu?

    Davon einmal abgesehen führt die höhere Liquidität eher zu höherer Volatilität/Unsicherheit, als zu höheren Preisen, denn die teureren Waren muss ja auch jemand kaufen und dies kann er nur mit den entsprechend höheren Löhnen machen.

    In Euroland fallen aber speziell in Italien/Spanien/Griechenland/Portugal die Löhne...

  • Die neueste Ausprägung der Eurokrise ist damit genau das, was man in den 70-er und 80-ern hatte. Eine Stagflation. Die höchste Arbeistslosigkeit in der Eurozone, die je gemessen wurde, und zugleich eine Rezession mit saftiger Inflation. Und die kommt als importiere Inflation daher. So ist das eben, wenn der Eeuro schwach ist, weil man weltweit aus dem Euro fliegt. Die Importe werden dermaßen teuer (Benzin usw.) dass die Kaufkraft in der Eurozone erheblich belastet wird. Ausführlich dazu www.fortunanetz.de In der Ökonimie spricht man von einem negativen Realeinkommenseffekt. Man sieht der Normalbürger hat "Spaß" am Euro!

  • ..ups, man druckt Geld wie blöd und die Preise steigen - wie überraschend ...

  • Gestern haben hier im HB die Reeder davor gewarnt, dass sie keine Kredite mehr bekommen!

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