Europäischer Rettungsfonds Standard & Poor's stuft EFSF-Bestnote ab

Nachdem Standard & Poor's gleich neun Euro-Länder auf einmal herabgestuft hat, trifft es nun auch Europas Waffe gegen die Schuldenkrise. Der Handlungsspielraum des EFSF soll trotzdem unverändert bleiben.
Update: 17.01.2012 - 04:12 Uhr 22 Kommentare
Der europäische Rettungsschirm EFSF hat seine Bestnote verloren. Quelle: dpa

Der europäische Rettungsschirm EFSF hat seine Bestnote verloren.

(Foto: dpa)

London/Luxemburg/Berlin/BrüsselEnde der Erstklassigkeit: Nach Frankreich und Österreich hat auch der milliardenschwere Euro-Rettungsfonds EFSF die höchste Kreditwürdigkeit verloren. Die US-Ratingagentur Standard & Poor's stufte am Montagabend die Bonität von Bestnote „AAA“ auf „AA+“ zurück und begründete den Schritt damit, dass französische und österreichische Anleihen ihre Top-Bonität verloren hätten. Anleger orientieren sich an dieser Einstufung und könnten künftig deshalb etwas höhere Zinsen für EFSF-Anleihen verlangen.

Diesen Schritt hatten die Finanzmärkte nach der Abstufung von neun Euro-Staaten, die für den Fonds bürgen, am Freitag durch S&P erwartet. Die europäischen Börsen und Finanzmärkte hatten insgesamt gelassen auf die Neubewertung reagiert, allerdings waren die Handelsplätze in den USA am Montag geschlossen. Frankreich besorgte sich zu sehr günstigen Zinsen frisches Kapital.

EFSF-Chef Klaus Regling unterstrich in Luxemburg, dass der Fonds weiter handlungsfähig sei und über ausreichende Mittel verfüge, den Verpflichtungen nachzukommen. Außerdem sei der Fonds nur durch eine der drei großen Agenturen abgestuft worden.

Die Bundesregierung betonte bereits vor der Herabstufung, die Finanzierung des Fonds sei sicher. Seine Ausstattung müsse nicht vergrößert werden.

Der Chef der Euro-Gruppe, Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker, sieht die etwas schlechtere Bonität des EFSF gelassen. Zu der Entscheidung der US-Ratingagentur erklärte Juncker am Montagabend: „Wir nehmen das zur Kenntnis und werden die Folgen der Entscheidung (...) bewerten.“ Juncker hob hervor, dass der EFSF nach „AAA“ noch immer die sehr gute Bewertung „AA+“ habe. Zudem ließen die anderen beiden großen US-Ratingagenturen, Fitch und Moody's, nicht erkennen, etwas an der Top-Bonität des EFSF ändern zu wollen.

„Die Entscheidung von S&P wird die Ausleihkapazität des EFSF von 440 Milliarden Euro nicht verringern“, schrieb der Vorsitzende der 17 Euro-Finanzminister in einer am Montagabend verbreiteten Mitteilung hingewiesen. Der Fonds habe ausreichend Mittel, seine Verpflichtungen zu erfüllen.

Das Volumen des EFSF bleibt erhalten
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22 Kommentare zu "Europäischer Rettungsfonds: Standard & Poor's stuft EFSF-Bestnote ab"

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  • Interessante Parallele zwischen Wulff & S'n'P:

    Frankreich hat heute zu einem _besseren_ ZIns seine Papiere verkauft als die letzten. Und die deutsche Bevölkerung findet mittlerweile, daß die eigentlichen Verbrecher in den Zeitungsstuben sitzen.

    Also, was soll's - jeder ruiniert halt das, was vorher vielleicht noch guter Ruf gewesen sein mag.

    Die Herabstufung des ESF hat man heute wahrscheinlich in Luxembourg vervielfältigen und auf den Toiletten auslegen lassen. Nicht zur Lektüre ...

  • Die Menschen schreien nach Gerechtigkeit.Bestimmt eine manipulierte Rating-Agentur. Sollte alles ignoriert werden?
    Im 21 Jahrhundert jedes Jahr ein Opfer Generation wegen korrupter Politiker. Korruption und Wirtschaft passt nie zusammen.

  • Wenn Dummheit weh tun würde, würden sie den ganzen Tag schmerzen haben, Knucklehead!!!

  • Der ohnehin zerstörte Dollar der nicht mal das PApier auf dem er steht wert ist, wird ebenso zerschossen und genau das wollen manche sehen denn genau DANN werden sich die Ami Eliten ans volk wenden und sagen "Das Übel liegt in Europa!!!" Dieser ganze Eurozirkus ist der Witz hoch 10...gestützt durch einen endlos gedruckten Dollar versucht man jetzt sogar einen witzlosen Rettungsschirm zu retten. All diese Politiker gehören in den Bau!!!

  • Jetzt darf der deutsche Michel für noch mehr Milliarden bürgen

  • Warum auch nicht, fuer die Jobby zaehlen Gesetze, sitte und Anstand, Karakter etc. nicht!

    Die Justiz und Presse deckt diese Ganoven.

    Vor dem Gesetz sind alle gleich, nur wo dieses angewendet wird entscheidet die Lobby, bzw. die Vewaltende Diktatur!!


  • Das wäre auch das Schicksal der "Euro-Bonds" (und jedem anderen inhaltich gleichem Instrument verbal innovativer Umschreibung).

  • mal anders betrachtet: we love republicians, erst recht, wenn denen die Hosenträger herunterfallen und die Europa mal Wirtschaft erklären wollen.

    Happy new Republicians.......

  • Es wird immer deutlicher, dass die US finanshus Standard & Poor 's Downgrade von Euro-Ländern und jetzt nur aufgrund der Versuch, den Unterschied in der Höhe von USD und Euro wieder hereinholen EFSF.

    Es kann nicht richtig sein, dass sie erlaubt sein sollte, werden!

  • Sie haben noch Zeit sich zu überlegen ob Sie Standard oder Poor sind: Ganz vermutlich sind Sie gar Beides:
    Congratulations: u ve won a quarterpounder: Sie Maus.

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