Exportstatistik Deutscher Handel mit Griechenland bricht ein

Die deutschen Ausfuhren nach Griechenland sind im ersten Quartal um fast 13 Prozent gesunken. Auch die Einfuhren aus Griechenland in Deutschland gingen zurück. Weltweit hat der deutsche Export jedoch deutlich zugelegt.
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Containerhafen von Piräus: Güter aus Deutschland wurden 2010 deutlich seltener nachgefragt als im Vorjahr. Quelle: dpa

Containerhafen von Piräus: Güter aus Deutschland wurden 2010 deutlich seltener nachgefragt als im Vorjahr.

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WiesbadenDas klamme Griechenland importiert weniger Waren "Made in Germany": Im ersten Quartal 2011 schossen die deutschen Ausfuhren in das am Rand der Pleite stehende Land gegen den Trend in den Keller. Sie schrumpften im Jahresvergleich um 12,6 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Gleichzeitig kauften die Menschen hierzulande weniger Produkte aus Griechenland: Die Einfuhr ging um 3,7 Prozent zurück.

Insgesamt stiegen die deutsche Exporte im ersten Quartal deutlich um 18,8 Prozent auf 260,8 Milliarden Euro. Der Exportmotor brummt und bestätigt optimistische Prognosen: Der Außenhandelsverbands BGA hatte vorhergesagt, dass die Exportnation Deutschland 2011 erstmals die magische Marke von einer Billion Euro knacken werde.

Insgesamt nahm der deutsche Handel mit anderen Staaten der Europäischen Union (EU) deutlich zu: Der Export stieg im Vergleich zum ersten Quartal 2010 um 16,6 Prozent auf 157,7 Milliarden Euro, der Import aus den 27 EU-Staaten wuchs um 18,8 Prozent auf 124 Milliarden Euro.

Der Handel mit Staaten außerhalb der EU wuchs sogar noch stärker: Die deutschen Ausfuhren gingen um 22,3 Prozent (auf 103,1 Milliarden Euro) nach oben und die Einfuhren um 23,7 Prozent (auf 96,0 Milliarden Euro).

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6 Kommentare zu "Exportstatistik: Deutscher Handel mit Griechenland bricht ein"

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  • Sehr geehrter Deutscher,
    wissen Sie, ich zahle auch Steuern in Deutschland schon so lange, dass ich Ihnen sagen kann, besser ist den Griechen geholfen anstatt das Steuergeld für Privatkriege in Afghanistan zu verschwenden. Neutralerweise, habe ich als Steuerzahler auch nichts davon wenn das Geld anstatt zu den Griechen verliehen wird als durch Raketen auf Zivilisten in Afghanistan verpulvert wird.
    MFG
    Würstchen

  • Sehr geehrter Grieche,schauen Sie sich mal die Statistiken der letzten 30 Jahre an. Solange Griechenland in der EU ist,
    bekommt es Geld von der EU-also von uns.Glauben Sie nicht,daß wir irgendwann mal die Schnauze voll haben?
    Es gibt ja außer den Griechen noch mehr,die ständig Kohle von uns kriegen.
    MfG
    der Deutsche

  • Sehr geehrte(r) zeitzeuge schauen Sie sich mal die Statistiken der letzten 30 Jahren (so lange ist Griechenland in der Eu) und dann denken Sie noch mal über Ihren Kommentar mal nach.
    Es gab Zeiten wo Deutschland U-boote an Griechenland verkaufte, den neuen Flughafen in Athen baute oder sogar schmieren musste um Aufträge zu bekommen. Wenn Sie das alles addieren ist es wesentlich mehr als die Beträge für die Sie bürgen müssen.
    Es wäre schön wenn man nicht so populistische Äußerungen tätigt.
    mfG
    der Grieche

  • Die Überschrift sollte lieber lauten, dank Griechenland exportiert Deutschland weit mehr ins nicht EU-Ausland deutlich mehr. Natürlich, weil der Euro bei einem Eurokurs von teilweise 1,20 EUR gegenüber dem Dollar auch kein Wunder. Damit sollte die politische deutsche Haltung für ihren Alleingang endlich belegt sein.

  • Damit dürfte das dumme Propaganda-Gewäsch vom "Profitieren Deutschlands vom Griechenlandhandel" (0,5% Anteil am Gesamtexport) widerlegt sein, der Schaden durch Transferleistungen beläuft sich auf ein Vielfaches!

  • Wer sparen muß kauft eben Billigwaren aus China.

    Und Deutschland importiert lieber seine Früchte aus Peru, Neuseeland.
    Das schädigt zwar die Umwelt, treibt auch die südlichen EU-Staaten weiter in den Ruin, aber zum einen interessiert keinen die Umwelt und zum zweiten zahlen die Schulden der EU ja die Bürger, während die Gewinne der Handelsonzerne in private Taschen fließen.

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