Finanzaufsicht BaFin-Chef geht früher

Der Chef der Finanzaufsicht BaFin will im Juli in Ruhestand gehen. Jochen Sanio plane seinen Abgang einige Monate bevor er seinen 65. Geburtstag feiere, hieß es aus Finanzkreisen.
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Frankfurt

Ein Nachfolger für Sanio stehe noch nicht fest. Zwei Insider aus Finanzkreisen bestätigten damit einen Vorabbericht der Wochenzeitung "Die Zeit". Sanio wird im kommenden Januar 65 Jahre alt. Zu dem Zeitpunkt müsste er sich als Beamter spätestens verabschieden. Ein Sprecher der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) wollte sich nicht zu dem Bericht äußern.

Über den Zeitpunkt von Sanios Abschied wurde in der Branche seit längerem spekuliert. Er ist Präsident der BaFin, seit sie im Jahr 2002 aus den Aufsichtsbehörden für Banken, Versicherer und die Wertpapiermärkte geschmiedet worden war. Zuletzt hatte sich Sanio noch im Tauziehen um die Bankenaufsicht engagiert, die aus seiner Sicht zur Bundesbank abzuwandern drohte. Bisher teilen sich BaFin und Bundesbank diese Aufgabe. Diese Gefahr für Sanios Haus sei nun abgewendet, nun könne er beruhigt gehen, sagten mehrere Insider.

Die Nachfolgefrage ist allerdings offener denn je. Nachdem der oberste Versicherungsaufseher Thomas Steffen erst kürzlich ins Bundesfinanzministerium gewechselt ist, geht nun auch Sanios Vertraute Sabine Lautenschläger, die Exekutivdirektorin für Bankenaufsicht, zur Bundesbank. Steffens Nachfolgerin Gabriele Hahn ist gerade erst im Amt. Und für prominente Bundespolitiker ist die Aufgabe in Bonn aus finanziellen Gründen eher unattraktiv: Sie wird nach normalen Beamtengehältern entlohnt.

  • rtr
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