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Finanzhilfe der EU-Partner Zypern muss auf nächste Tranche warten

Ein neues Hindernis vor der Auszahlung einer neuen Hilfstranche lässt Zypern derzeit auf die Hilfe seiner Geldgeber warten. Die Zyprer haben bislang nicht ausreichende Maßnahmen zur Regelung fauler Kredite, heißt es.
09.09.2014 - 13:43 Uhr Kommentieren
Eine zypriotische Euro-Münze: Zypern bekommt vorerst kein Geld von seinen EU-Partnern. Quelle: dpa

Eine zypriotische Euro-Münze: Zypern bekommt vorerst kein Geld von seinen EU-Partnern.

(Foto: dpa)

Nikosia Zypern wird vorerst nicht die nächste Tranche der Geldgeber in Höhe von 456 Millionen Euro erhalten. Die Zyprer haben bislang nicht ausreichende Maßnahmen zur Regelung fauler Kredite im Bereich Immobilien getroffen. Dies haben die Experten der Troika festgestellt. „Es ist eine sehr ernste und beunruhigende Entwicklung“, sagte der zyprische Finanzminister Charis Georgiades im zyprischen staatlichen Fernsehen am Dienstag. Einen Grund „zur Panik“ gebe es jedoch nicht, fügte er hinzu. Die Regierung (Zyperns) werde sich alle Mühe geben, auf Sparkurs zu bleiben, hieß es.

Die Troika aus Experten der EU, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB) sei nicht zufrieden mit neuen Gesetzen des Parlamentes in Nikosia, die „zu sehr diejenigen schützen“, die ihren Verpflichtungen gegenüber den Banken nicht nachkommen, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa.

Der Bankensektor hatte Zypern tief in die Krise gerissen. Das Euroland wurde im Frühjahr 2013 nur mit Hilfe internationaler Geldgeber vor der Pleite bewahrt. Die Europartner und der IWF greifen Zypern mit Finanzhilfen von insgesamt zehn Milliarden Euro unter die Arme. Die Zyprer selbst müssen 13 Milliarden Euro beisteuern.

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