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Franken Notenbank will Euro-Mindestkurs verteidigen

Die Schweizer Notenbank möchte eine Aufwertung des Franken unter keinen Umständen zulassen. Immer mehr Anleger suchen Schutz in der Alpenrepublik und werten den Franken auf. Bereits jetzt gehen die Exporte zurück.
14.06.2012 - 11:12 Uhr Kommentieren
Die Schweizer Nationalflagge weht in Bern Quelle: dpa

Die Schweizer Nationalflagge weht in Bern

(Foto: dpa)

Bern Die Schweizer Notenbank will den Euro-Mindestkurs zum Franken mit aller Konsequenz verteidigen. "Die Schuldenproblematik in einzelnen Euroländern hat sich in letzter Zeit zugespitzt", sagte der Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB), Thomas Jordan. "Die Risiken für die Schweizer Konjunktur bleiben außergewöhnlich hoch". Eine Aufwertung des Frankens, der die Exportindustrie schwer belasten würde, werde die SNB nicht zulassen, denn sie hätte schwerwiegende Folgen für die Preis- und Wirtschaftsentwicklung in der Schweiz. "Wenn nötig ist sie bereit, jederzeit weitere Maßnahmen zu ergreifen", sagte Jordan. Im Mai hatte die SNB Euro im Wert von rund 60 Milliarden Franken am Devisenmarkt aufgekauft. Sie verhinderte so, dass die Einheitswährung unter die Marke von 1,20 Franken abrutschte. Seit sich die europäische Schuldenkrise weiter verschärft hat und nicht nur Griechenland sondern mit Spanien auch die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone Hilfe braucht, suchen immer mehr Anleger Schutz in der als sicherer Hafen geltenden Schweiz. Ohne den am 6. September eingeführte Mindestkurs würde der Franken weiter aufwerten. Schweizer Güter würden sich im Ausland noch mehr verteuern und die stark von Exporten abhängige Schweizer Wirtschaft käme in Schwierigkeiten. Bereits jetzt gehen die Ausfuhren - abgesehen von Uhren und Pharmaprodukten - zurück.

Für das zweite Quartal rechnet die Notenbank mit einer deutlichen Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in der Schweiz. Auch danach dürfte die Exportnachfrage angesichts der langsamen Erholung der Weltwirtschaft und des hoch bewerteten Frankens gedämpft bleiben. Nur dank des überraschend starken Winterhalbjahrs erwartet die Nationalbank für 2012 nun ein Wachstum von rund 1,5 Prozent. Im März war die Notenbank noch von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um rund ein Prozent ausgegangen.
Inflationsgefahr droht nach Einschätzung der Währungshüter auf absehbare Zeit nicht. Dieses Jahr wird mit einem Preisrückgang von 0,5 (bisher: minus 0,6) Prozent gerechnet. 2013 wird dann weiterhin ein Preisanstieg von 0,3 Prozent erwartet und 2014 von 0,6 Prozent. "Insgesamt verläuft die Inflationsentwicklung im Vergleich zur Prognose vom März noch einmal gedämpfter, da der Franken sich weniger rasch abschwächt, als im letzten Quartal prognostiziert wurde", sagte Jordan.

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