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Geldpolitik Notenbanken gehen getrennte Wege

Heute Abend wird die US-Notenbank Federal Reserve aller Voraussicht nach eine neue massive Geldmengenausweitung beschließen. Gestern haben die Notenbanken Australiens und Indiens ihre Leitzinsen angehoben. Damit entwickeln sich die monetären Bedingungen in den verschiedenen Weltregionen auseinander. Für viele Ökonomen ist das ein Zustand, der problematische Kapitalströme und Verwerfungen an den Finanzmärkten auslösen könnte.
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EZB-Zentrale in Frankfurt: Beratungen über geldpolitischen Kurs Quelle: dpa

EZB-Zentrale in Frankfurt: Beratungen über geldpolitischen Kurs

(Foto: dpa)

Einen Tag nach der Federal Reserve kommen morgen die Bank von England und die Europäische Zentralbank (EZB) zusammen, um über ihren geldpolitischen Kurs zu beraten. Die Bank von Japan tagt außer der Reihe am Donnerstag und Freitag. Sie hat ihre nächste Sitzung extra vorgezogen, um auf die Federal Reserve reagieren zu können. Ein Blick auf die globale Geldpolitik.

USA
Die Federal Reserve hat die Zinsen auf Null gesenkt und für 750 Mrd. Dollar Staatsanleihen gekauft, um auch die langfristigen Zinsen nach unten zu ziehen. Trotzdem verharrt die Arbeitslosigkeit auf hohem Niveau. Nach entsprechenden Andeutungen aus der Notenbank wird daher weithin erwartet, dass die Federal Reserve am Mittwoch ein neues großes Programm zum Ankauf von Staatsanleihen ankündigen wird.

EURO-RAUM
Die EZB ist zerstritten, ob sie ihr auf Eis liegendes Programm zum Anleihenankauf offiziell schließen oder als Option beibehalten soll und wie lange sie die Banken noch so großzügig wie bisher mit billiger Liquidität versorgen will. Weil Banken in den peripheren Staaten mit finanzpolitischen Problemen stark am Tropf der EZB hängen, ist ein Ausstieg schwierig. Analysten erwarten Entscheidungen darüber erst im Dezember.

GROßBRITANNIEN
In Großbritannien hat sich die Lage entspannt. Nach überraschend starken Wachstumszahlen für das dritte Quartal rechnen Volkswirte nicht mehr mit einer weiteren Ausweitung der Geldmenge durch die Bank of England. Da zudem die Inflationsrate mit 3,1 Prozent deutlich über dem Zielwert liegt, dürften die Notenbanker rund um Gouverneur Mervyn King Schwierigkeiten haben, eine zweite Welle der quantitativen Lockerung in der Geldpolitik zu rechtfertigen.

NORDEUROPA
Im hohen Norden Europas brummt die Wirtschaft wieder. Wegen seiner Öl- und Gasreichtümer kam Norwegen fast ungeschoren durch die Wirtschaftskrise. Die Norges Bank war im Oktober vergangenen Jahres die erste europäische Notenbank die den Leitzins wieder anhob. Mittlerweile liegt er bei zwei Prozent. Überhitzungstendenzen waren auch der Grund für die schwedische Zentralbank, vergangene Woche zum zweiten Mal in diesem Jahr den Leitzins auf nunmehr ein Prozent zu erhöhen. Schweden kam dank einer starken Exportindustrie mit einen günstigen Produktmix relativ schnell aus der Krise.

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