„Die deutsche Konjunktur fährt auf Erholungskurs, die Geschäftserwartungen der Unternehmen hellen sich weiter auf. Europa als Deutschlands wichtigster Exportmarkt ist nach einer sehr langen Durststrecke endlich auf dem Weg der Stabilisierung. Davon profitiert Deutschland. Das Wachstum kann 2014 sogar auf zwei Prozent klettern. Für Europa sind wir weniger optimistisch. Es fehlen die Wachstumsimpulse, die Schuldentragfähigkeit einzelner Länder wird noch immer angezweifelt. Hier ist Potenzial für Enttäuschung.“
„Die gute Nachricht ist: Die Erwartungen der Unternehmen haben sich erneut verbessert. Damit kann der Aufschwung an Breite gewinnen. Denn nur zuversichtliche Unternehmen investieren und schaffen Arbeitsplätze. Diese Zuversicht speist sich im Fall des Einzelhandels aus der robusten Arbeitsmarkt- und der erfreulichen Lohnentwicklung. Im Fall der Industrie sind es die anziehenden globalen Frühindikatoren, die eine Belebung des Heimatmarktes Europa und des wichtigen US-Marktes anzeigen. Enttäuschend ist allerdings die schwache Lageeinschätzung, die den Erwartungen hinterherhinkt.
Der konjunkturelle Aufschwung setzt sich fort, allerdings in moderaterem Tempo als im zweiten Quartal.“
„Der Ifo-Index setzt seinen Erholungskurs fort und steigt zum fünften Mal in Folge. Die etwas schlechtere Lagebeurteilung wird durch die verbesserten Geschäftsaussichten kompensiert. Alles deutet also auf ein höheres Wachstumstempo der deutschen Wirtschaft in den kommenden Monaten hin. Das eigentlich Erfreuliche ist jedoch, dass die besseren deutschen Stimmungsindikatoren in ein insgesamt freundliches internationales Umfeld eingebettet sind. In diesem Zusammenhang sind die verbesserten Aussichten für die angeschlagenen Länder der Eurozone zu nennen, der Erholungskurs der US-Wirtschaft und die konjunkturelle Aufhellung in China. Dies lässt darauf schließen, dass die aktuelle Aufwärtsbewegung mit dem Zusatz 'nachhaltig' versehen werden kann. Da sich die deutschen Industrieverbände überwiegend positiv zum Wahlausgang äußerten, dürften vom deutschen Urnengang auch zunächst keine schädlichen Wirkungen auf die Stimmung ausgehen.“
„Dies ist eine gute Nachricht. Die deutsche Wirtschaft nimmt Fahrt auf und im dritten Quartal dürfte das Wachstum erneut robust ausfallen. Etwas enttäuschend ist die Tatsache, dass der Anstieg des Geschäftsklimas nur auf höhere Erwartungen zurückzuführen ist. Die Europäische Zentralbank dürfte sich zunächst in ihrer abwartenden Haltung bestätigt sehen. Auf politischer Seite gilt es jetzt, zügig eine handlungsfähige Regierung zu bilden, um eine potenzielle Stimmungsbelastung aufgrund einer Hängepartie im Bund zu verhindern.“





