Ifo-Umfrage Deutsches Jobwunder bleibt intakt

Einer exklusiven Umfrage zufolge sind die Beschäftigungsaussichten in Deutschland positiv. Die hiesige Wirtschaft trotzt der Euro-Krise. Der Motor dieser Entwicklung ist vor allem der Dienstleistungsbereich.
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Jobmotor ist vor allem der Dienstleistungsbereich. Quelle: dpa

Jobmotor ist vor allem der Dienstleistungsbereich.

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DüsseldorfEuropa versinkt in Rezession und Arbeitslosigkeit - nur das deutsche Jobwunder bleibt intakt. Das signalisiert das Ifo-Beschäftigungsklima, das das Münchener Wirtschaftsforschungsinstitut exklusiv für das „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe) berechnet.

„Die Beschäftigungsaussichten bleiben weiterhin leicht im expansiven Bereich“, sagte Ifo-Volkswirt Klaus Wohlrabe dem Handelsblatt. Wohlrabe wertet die monatlichen Meldungen von 9.500 Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Baugewerbes, des Groß- und Einzelhandels und des Dienstleistungssektors aus und berechnet daraus den Beschäftigungsklima-Index.

Im März notierte der Index stabil bei 106,9 Punkten und damit deutlich über dem Zwischentief vom Oktober 2012. Für den Index werden die Unternehmen über ihre Beschäftigtenplanungen für die nächsten drei Monate befragt. Der Indexwert ist die Differenz der Prozentanteile der Antworten „zunehmen“ und „abnehmen“. Jobmotor bleibt vor allem der Dienstleistungsbereich.

  • asr
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14 Kommentare zu "Ifo-Umfrage: Deutsches Jobwunder bleibt intakt"

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  • Deutsches Jobwunder bleibt intakt, durch Billigjobs mit zunehmender Armut.

    Solange der Euro besteht, muss der Euro ständig mit immer mehr Kapital subventioniert werden. Dafür wurden wohl wissend die Agenda 2010 mit dem Harz IV Gesetz eingeführt. Zudem wurde jetzt der Bußgeldkatalog verschärft. Alle Einnahmen dienen mehr und mehr zur Stützung des Euro.

    Wenn die Einnahmen nicht mehr genügen, erfolgt ein Rundumschlag in den sozialen Bereichen. Danach folgt der ungeordnete Zusammenbruch des Euro. Politiker werden natürlich jegliche Verantwortung von sich weisen.

    Die Alternative für Deutschland zeigt den richtigen Weg, um den ungeordneten Zusammenbruch der Gemeinschaftswährung zu verhindern. Der Euro muss umgehend abgeschafft werden. Hier helfen auch keine Nord- und Südeuro mehr. Das Wirtschaftswachstum der EU-Länder ist einfach zu unterschiedlich.

  • @kuac

    Weil man sich mit geschönten Statistiken selbst gut schmücken kann.

    Damals hatte die Union wegen der Änderung der Zählweise ein Riesen-Geschrei angefangen; Tenor: Verschleierung der Realität aus Wahlkempfgründen. Aber das ist schon 8 Jahre her, daran errinnern sich noch die wenigsten Bürger. Die lassen sich gerne durch schöne Zahlen einlullen.


  • Welchen Vorteil würden sie für Schwarz/ Gelb sehen wenn diese Regierung die von Numismatiker angegebenen 5 Mio statt 3 Mio Arbeitslosen propagieren würde?

    Man sollte im Hinterkopf behalten das mit den AL Zahlen schon immer gepielt wurde. Gerade jetzt in der Krise hübschen alle europäischen Staaten ihre Statistiken auf, nicht zuletzt um an den Märkten billiger an frisches Geld zu kommen.

  • Ich muss zugeben, dass ich bei diesem Artikel nur die Überschrift gelesen habe. Weiter bin ich nicht gekommen. Kurz zu mir: trotz Doppelausbildung (IHK + Studium) in einem anspruchsvollen Bereich bleibt mir (und auch vielen anderen) nichts anderes übrig als Zeitarbeit auszuüben. Komplette Alternativlosigkeit! Wenn ich sie nicht ausübe, bleibt für die Familie nichts mehr übrig. Frage: Ab wann darf man denn am deutschen Jobwunder partizipieren?

  • Fakten:

    - Löhne & Gehälter stetig fallend
    - Arbeitsverhältnisse befristet stetig steigend
    - Risiko "Altersarmut" trotz Job stetig steigend

    noch Fragen?


  • Die hiesige Wirtschaft trotzt der Euro-Krise. Der Motor dieser Entwicklung ist vor allem der Dienstleistungsbereich.

    Na, da bin ich mal gespannt wie lange der Motor zieht. In meinem Umfeld höre ich immer wieder, Personalabbau.

  • Verstehe zwar nicht, wie das möglich sein soll, da doch großer Jobabbau bei vielen Konzernen angekündigt wurde und die Aussichten zuletzt eher verhalten eingeschätzt wurden, die Automobilbranche Absatzschwierigkeiten hat und die Anzahl prekärer Beschäftigungen zuzunehmen scheint.
    Eine Rekordschrumpfung bei den Kleinfirmen zu verzeichnen ist.
    Aber wir werden ja sehen, wäre ja schön, wenn das alles kompensiert werden kann.

    H.

  • sollte natürlich heißen: "auch"(!) für den öffentlichen Dienst

  • Das ist gut für die EU. Deutschland ist so ein ausgezeichneter Zahlmeister für Pleitestaaten.

  • Was diese Meldungen wert sind weiß jeder, der sich mit der Realität befasst. Es ist kaum 6 Monate her, als man lesen konnte, dass jeder 3. Arbeitgeber Personal entassen will.
    Jetzt angeblich schon wieder das "Jobwunder", aufbauend auf Niedriglohnbereich und prekären Arbeitsverhältnissen. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe ist derzeit jede 2. vergebene Stelle befristet. In den letzten 10 Jahren ist mir keine unbefristet Stelle angeboten worden und ich habe eine Reihe Arbeitgeber durch. Für alle war man letztlich Verfügungsmasse,so wie die knapp 1 Mio Zeitarbeiter, die Branche macht schon gar keinen Unterschied mehr (gilt für den öffentlichen Dienst). Sowas wie Aussicht auf eine langfristige Lebensgestaltung existiert nicht für mich, Familienplanung abgehakt: vielen Dank an die Wirtschaft, die Lobbyverbände und dummschwätzenden Politiker: allesamt die größten Sozialschmarotzer hierzulande.

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