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IfW Schuldenkrise bremst deutsches Wachstum

Das IfW-Institut erwartet wegen der Schuldenkrise einen Dämpfer für die deutsche Wirtschaft. Deutschland stehe aber trotzdem besser da, als viele andere Länder.
14.06.2012 - 12:06 Uhr 1 Kommentar
Ein Arbeiter trägt auf dem Gerüst des Stadions zur Fußball-WM vor dem Reichstag in Berlin eine Metallplatte. Quelle: dpa

Ein Arbeiter trägt auf dem Gerüst des Stadions zur Fußball-WM vor dem Reichstag in Berlin eine Metallplatte.

(Foto: dpa)

Berlin Die Schuldenkrise bremst nach Einschätzung des Kieler IfW-Instituts die heimische Wirtschaft. "Der Gegenwind aus dem Ausland ist derzeit so stark, dass ein Rückschlag oder zumindest ein Dämpfer für die deutsche Konjunktur wahrscheinlicher geworden ist", erklärten die Kieler Forscher am Donnerstag. Sie kappten ihre Wachstumsprognose für 2013 auf 1,7 von 1,9 Prozent. Da sich die Staatsschuldenkrise in Europa zuletzt zugespitzt habe, überrasche es nicht, dass "Unternehmen ihre Investitionen erst einmal aufschieben." Zugleich betonte das Institut für Weltwirtschaft (IfW), die Aufschwungskräfte würden sich zwar durchsetzen, aber wegen der Unsicherheit an den Finanzmärkten und bei den Firmen erst später als bisher erhofft.

Aufgrund des überraschend starken Jahresauftakts erhöhten die Kieler Experten ihre Prognose für 2012 leicht von 0,7 auf 0,9 Prozent. Nach einer zunächst schwächeren Dynamik werde die Konjunktur erst Ende des Jahres wieder mehr Fahrt aufnehmen. Wegen der extrem niedrigen Zinsen dürften die Unternehmen ihre Ausgaben dann wieder hochfahren. Das IfW erwartet für 2013, dass die Investitionen in Maschinen und Anlagen um fast sechs Prozent anziehen. Dieses Jahr sei nur mit plus 0,3 Prozent zu rechnen.

Deutschland kann sich laut IfW weitgehend von der Euro-Zone abkoppeln und steht viel besser da als andere Länder. Denn im gesamten Währungsraum werde die Wirtschaftskraft 2012 noch um 0,4 Prozent sinken und erst im nächsten Jahr mit 0,9 Prozent wieder wachsen. Hoch verschuldete Länder wie Italien, Griechenland, Portugal und Zypern könnten erst 2013 der Rezession entkommen. Die spanische Wirtschaft hingegen dürfte nach IfW-Berechnungen auch im nächsten Jahr noch um 0,5 Prozent schrumpfen. Der Weltwirtschaft sagen die Forscher 2012 einen Rückgang des Wachstums auf 3,4 Prozent voraus. Erst im nächsten Jahr werde mit 3,8 Prozent wieder das Niveau von 2011 erreicht.


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    1 Kommentar zu "IfW: Schuldenkrise bremst deutsches Wachstum"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Das Tilgen spanischer, portugisischer, italienischer und französischer Schulden belastet die Deutsche Wirtschaft noch mehr. Es wäre also das gerinere Übel.

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